Allgemeine Berichte | 09.02.2018

Jubiläumssitzung der KG Möhnen 1903 Obermendig

Ein närrisches Feuerwerk der Extraklasse

Protokollarius Jutta Syre-Gross stieg für einen Rückblick auf die Highlights während ihrer Amtszeit noch mal in die Bütt

Die Möhnen zeigten, was sie tänzerisch drauf hatten und kamen ohne eine Zugabe nicht davon.

Mendig. Ungeachtet der Tatsache, dass er der Sohn des Gründungsmitglieds Reni Neideck ist, hätten die Möhnen der KGO sich keinen idealeren Eröffnungsredner für ihre Jubiläumssitzung (3 x 11 Jahre) am Schwerdonnerstag wünschen können.

„Viel von Euch werden sech frore, wat macht der Kerl dann do of de Bühn ?“ Seine kurze Antwort lautete: „Weil er et soll“!

Was dann folgte, war ein sehr informativer Rückblick, den der KGOler selbstverständlich in Owemennije Sproch vortrug und mit knochentrocknen, humorvollen Anekdoten zu würzen verstand. Leider kann aus Platzgründen die vollständige Rede nicht zitiert werden, deshalb hier nur einige Auszüge: „Denne ählere es de Owemennije Möhneverein noch secher en Begreff, jov et en doch bes 1983. Da wollten se irjendwie nimi. Me verbend dat insbesondere met denne Name: Große Thres, Wilkese Finche, Schlichs Gertrud, Ulla Müllejans oder Muhrsch Kitty.

1985 woar et dann suweit. Elf Fraue – dählweis aus em ahle Möhneverein un och e poar neue wollten dann unne dem Daach der KG en neue Möhneabteilung grönne.

Ech moos nomo zum Schluß groad of de Klamotte zeröck kumme. 1986 hatte se dann einheitleche Kläde. Zeüscht schwazze Kläder met em lila Volang, von den Männern der KG als Klädesäck für Beerdijunge bezeichnet. Jeroad von denne, die dumols selwe ruude Pailettejacke jetrohn han… Jaja.

Dann besonders raffineerte türkise Kläder met bonte Volangs. Dann jov et schwarze Hosenanzüch met em schöne Hoot un Fäde droff.

Während all en der Kleiderperiode nur äne Hoot brauchten, hat Furche Elsbeth direkt drei oder veer veschless. Än of der anne Möhneversammlung kohm et wiede, et bräucht en neue Hot, weil der Hond die Fädere jefress hat.“

Nach einem nicht enden wollenden Applaus für seine unnachahmliche Ansprache bat Frank Neideck die Frauen im Saal, sich für den Einmarsch des Jubiläums-Möhnen-Elferrats von ihren Plätzen zu erheben.

Ein Jubiläumsprogramm, das sich sehen lassen kann

Gemeinsam mit ihrem höchst engagierten Elferrat hatte Sitzungspräsidentin Monika Schmitz wieder einmal hervorragende Arbeit geleistet und ein Jubiläumsprogramm auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen konnte. Zunächst gab sie den Startschuss für die Männer der KGO, die traditionsgemäß auch den Kaffee in der Pause einschenken mit den Worten: „Sekt für alle!“, den Auftrag, den Frauen im Saal ein Glas Sekt einzuschenken, um dann mit ihnen auf die vergangenen 33 Jahre anzustoßen.

Nach einer herzlichen Begrüßungsrede kündigte sie den Auftritt der Kindergarde an, die sich in temperamentvolle „Rock´n roll-Kids“ verwandelt hatten und unter der Leitung von Caroline Hamann, Angi Müller und Barbara Gwordzek-Müller eine tolle Tanzdarbietung präsentieren. Jutta Syre-Gross, die von 2002 bis 2013 als Protokollarius amtierte, hielt einen Rückblick auf die Highlights und vielen Aktionen der Möhnen aus ihrer Amtszeit.

Als dann die Kellbachfunken die Bühne enterten, um einen unter der Leitung von Sonja Mohr und Chiara Centonze einstudierten Gardetanz zu präsentieren, bedankte das närrische Publikum sich mit brausendem Beifall.

Vor der Pause stieg dann Monika Müller in die Bütt und punktete mit den neuesten Geschichten über ihren „schönen Pfiffi“.

Narrenvolk völlig aus dem Häuschen

Die zweite Hälfte der Sitzung eröffneten Horst Pütz, Joachim Stahl und Felix Schneider mit bekannten Karnevalsschlagern und stimmten das jecke Weibervolk im Saal auf Sofia Stahl und Chiara Centonze ein, die sich als Stewardessen die Ehre gaben und mit köstlichen Geschichten aus ihrem Berufsleben aufwarteten. Beim Einmarsch des Mendiger Dreigestirns Prinz Nico I. von den 11 singenden Husaren, Bauer Luki - Husarenkanonier von de Wasserschöpp und Jungfrau Marvin - Elferrätin von der Hobelbank mit seinem sympathischen Hofstaat gerieten die herrlich kostümierten Frauen im Saal völlig aus dem Häuschen. Der Stimmungspegel steigerte sich jedoch fast bis zum Anschlag, als Prinz Nico I. mit seiner ausdrucksstarken Stimme die beiden Prinzenlieder „Mennesch Ahoi“ und „Heut stäht de Welt stöll“ anstimmte und mit seinem Gefolge zum Mitsingen aufforderte.

Nicht enden wollenden Beifall gab es anschließend auch für den Tanz der Möhnen, die in die Rolle von Pierrots geschlüpft waren und sich unter anderem . als temperamentvolle Rock’n‘Rollerinnen erwiesen. Marion Schmitz, ohne die eine Möhnensitzung in Obermendig nicht denkbar wäre, begeisterte mit ihren bekannten „Ohrwürmern“, wie „Ich will keine Schokolade“ oder „Heute Abend hab‘ ich Kopfweh“. Mit einem romantisch anmutenden Tanz punkteten auch die 13 Tänzerinnen und drei Tänzer der Gruppe „Highstone Dancers“, die das Narrenvolk mit einer unter der Leitung von Sabine Schubach und Steffi Schmitt einstudierten Choreografie unter dem Titel „Marry me“ restlos verzauberten. Dass es auch ohne Worte sehr lustig zugehen kann, bewiesen die beiden „Pantomimen“ Christiane Welsch und Irmgard Finkenstein, deren nonverbale Vorstellung nach einer bekannten Melodie ebenfalls begeisterten Applaus auslöste.

Musikalischer und tänzerischer Augen- und Ohrenschmaus

Die Stauseemücken, eine Gesangsgruppe der KGO-Möhnen, heizten die Stimmung im Saal mit ihren besten Liedern der vergangenen 15 Jahre ein. Imposant wie immer war der Einmarsch des Husarencorps „Jack von der Wasserschöpp“ (Kommandeur: Frank Neideck, Regimentskapellmeister: German Heuft, Tanzcorpsleiterin: Ulrike Niederelz), das anlässlich seines Jubiläums (2 x 11 Jahre) einen musikalischen und tänzerischen Augen- und Ohrenschmaus einstudiert hatte. Sodann strapazierten Gretel Stoll und Susi Schlich die Lachmuskeln des Publikums mit ihren herrlichen Erlebnissen in einer Wellness-Oase.

Nach dem faszinierenden Show-Tanz „Gladiatoren erobern das alte Rom“ der 15 ambitionierten Tänzerinnen der „Owemagics“ (Trainerin Sandra Finkenstein) ernteten auch die beiden Ur-Karnevalistinnen Ruth Franzen und Petra Hasse mit ihrem Vortrag begeisterten Applaus. Die Stimmung im Saal hatte ihren Siedepunkt erreicht, als die 22 Tänzer der „Johannishöfer“ – unter der Leitung von Judith Fuchs – das Publikum in die Welt der Zauberei, Voodoo und Magie entführten. Das professionell aufeinander eingespielte Ensemble hat mit seiner herausragenden Choreographie „World of Magic-Zauberei, Voodoo & Magie“ erst kürzlich beim 26. Männerballett-Festival des Carneval-Comités Oberlahnstein den 2. Platz belegt. Mit ihrer akrobatischen Leistung gaben sie den Startschuss für ein Finale, bei dem die Möhnen zum Teil in Kostümen von anno dazumal einmarschierten und gemeinsam mit allen Akteuren des Nachmittags ein Finale-Feuerwerk der Extraklasse zündeten!

Da anschließend kaum jemand nach Hause gehen wollte, wurde bis in den späten Abend im Festsaal und in der Sektbar ausgelassen gefeiert. FRE

Unter den wachen Augen des Elferrates feierten die Frauenin Mendig den Tag vom Morgen bis in die Nacht. Fotos: SOT

Unter den wachen Augen des Elferrates feierten die Frauen in Mendig den Tag vom Morgen bis in die Nacht. Fotos: SOT

Frank Neideck war als Sohn der Mitgründerin der Mendiger Möhnen, Reni Neideck, prädestiniert, die Veranstaltung zu eröffnen.

Frank Neideck war als Sohn der Mitgründerin der Mendiger Möhnen, Reni Neideck, prädestiniert, die Veranstaltung zu eröffnen.

Ein närrisches Feuerwerk der Extraklasse

Die Möhnen zeigten, was sie tänzerisch drauf hatten und kamen ohne eine Zugabe nicht davon.

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