Eindrucksvolle Friedensgedenkfeier
Montabaur. Viele Mitwirkende gestalteten auf eindrucksvolle Weise den diesjährigen Volkstrauertag auf dem Friedhof in Montabaur. Gabi Wieland, in Personalunion als Stadtbürgermeisterin und Kreisbeigeordnete, gedachte in ihrer Gedenkrede nicht nur der über 1000 Opfer von Ideologie, Nationalismus und Rassismus, die auf dem Ehrenhain 1939/45 begraben sind, „jedes der über 1000 Lichter, diesmal angezündet von der Jungen und Mädchen der Pfadfinder Montabaur, steht für ein Opfer des II. Weltkriegs“, sondern auch der Millionen von Opfern der beiden Weltkriegen, überall auf der Welt.
Die AG Volkstrauertag mit Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 des Landesmusikgymnasiums unter der Leitung des Geschichtslehrers Claus Peter Beuttenmüller, spannte den Bogen von der Jugend von heute, mit ihren Problemen hin zu den jungen Menschen, die damals in den Krieg ziehen mussten und sehr oft nicht mehr nach Hause kamen: „Wir gedenken der Briefe, die nie geschrieben wurden, Briefe von Hoffnung, von Freude…Liebesbriefe“. Die Texte und Recherchen zu Einzelschicksalen von hier begrabenen Opfern, musikalisch umrahmt vom Posaunentrio, ließen niemanden unberührt.
Zum Totengedenken hielten die Schützengesellschaft St. Sebastianus und die Freiwillige Feuerwehr Montabaur die Ehrenwache. Anschließend sprach die ev. Pfarrerin Anne Pollmächer ein Gebet.
Musikalisch gestalteten das KlangQuartett mit mehrstimmigem Gesang sowie der Musikverein Horressen den feierlichen Rahmen auf dem mit Fackeln und Strahlern stimmungsvoll beleuchteten Friedhof. Einen eindrucksvollen Film mit Ausschnitten der Veranstaltung hat Olaf Nitz zusammengestellt. Er ist unter dem Link https://youtu.be/YW-18GSgHgs und auf der Web-Site der Stadt Montabaur unter www.montabaur.de anzusehen.
Gegen das Vergessen
Aufruf und herzliche Bitte der AG Volkstrauertag des Landesmusikgymnasiums. Die AG Volkstrauertag des Landesmusikgymnasiums unter der Leitung von Claus Peter Beuttenmüller sucht weiterhin nach Angehörigen oder Bekannten von auf dem Ehrenhain liegenden Personen. Viele Einzelschicksale konnten von Schülerinnen und Schülern bereits recherchiert und den Toten somit ein Gesicht gegeben werden. Diese wertvolle Aufgabe möchte die Stadt Montabaur gerne unterstützen. Wer Angehörige auf dem Ehrenhain 1939/45 in Montabaur liegen hat oder jemanden kennt, der etwas zu den Opfern sagen kann, kann sich gerne an die Stadt Montabaur wenden. Mail: mdecker@montabaur.de, Telefon: 02602/126-272 oder Landesmusikgymnasium: C. P. Beuttenmüller, Mail: beuttenmueller@musikgymnasium.de, Telefon: 02602 13498-0.
Pressemitteilung Stadt Montabaur
