Förderverein Mahnmal lud zur Filmvorführung
Eindrücke eines bewegten Lebens
Koblenz. Es war im Jahr 2009, als der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal mit dem damals 81-jährigen Werner Appel und Schülerinnen der Julius-Wegeler-Schule durch Koblenz spazierte. Werner Appel war gebürtiger Koblenzer und bei dem Rundgang durch Koblenz machte er Halt an verschiedenen Stationen, die sein Leben im Koblenz der dreißiger- und beginnenden vierziger Jahre prägten. Als Halbjude erlebte Appel das Erstarken, die Machtübernahme und schlussendlich auch die Verfolgung durch die Nationalsozialisten hautnah. „Werner Appel hat uns damals mit auf eine Reise durch eine dunkle Zeit genommen“, erläutert Hennig.
Aus dem Rundgang der Schülerinnen mit Werner Appel entstand ein Dokumentarfilm, den der Förderverein Mahnmal im Rahmen des Gedenkens anlässlich des 27. Januar, des Holocaust-Gedenktages, in den Räumen des Kurt-Esser-Hauses präsentierte. Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Dr. Martin Schlüter führte Joachim Hennig in die Thematik ein und stand nach den eindrucksvollen Bildern des knapp einstündigen Filmes für Fragen zur Verfügung. „Es ist wichtig, mit solchen dokumentarisch aufgearbeiteten Lebensgeschichten die Erinnerung an das, was passiert ist, wach zu halten, damit sich dieses dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte nicht noch einmal wiederholt“, so Schlüter.
Informationen zu Werner Appel finden sich auch auf der Homepage des Fördervereins unter www.mahnmalkoblenz.de.
Pressemitteilung des
Fördervereins Mahnmal
