Hatzenporter Möhnen proklamierten eine neue Obermöhn
Eine Bühne voll Weiber mit sprühend guter Laune und viele silberne Schuhe
Beste Stimmung bei anschließender 80er Party
Hatzenport. Eva Nehring ist schon lange Mitglied beim Hatzenporter Möhnenverein 1951 e.V.. Die Frohnatur ist in Alken geboren und wohnt in Gierschnach.
Doch trotzdem zählt sie Hatzenport zu ihrem Zuhause: „Hier fühle ich mich wohl, hier bin ich Zuhause!“ ließ sie die Gäste im Saal des Gasthauses „Zur Traube“ wissen, die gekommen waren, ihre Proklamation zur neuen Obermöhn mit zu erleben. Dem Voraus ging der Abschied von der scheidenden Obermöhn Uschi I., die mit einem lachenden und einem weinenden Auge ihren Abschied verkündete: „Ich danke allen, die mich begleitet und unterstützt haben. Es war eine wunderschöne Zeit!“ Und eine solche Zeit zu erleben, wünschte sie auch der „Neuen“. Unter den Gästen waren Möhnen aus Löf, Kattenes und Polch, sowie die Herren der Karnevalsgesellschaft Hatzenport 1892 e.V. Sie waren gespannt auf den Einzug von Eva I., die mit viel Applaus empfangen wurde.
Ein eigens für sie kreiertes Lied und die Besengarde begleitete sie auf die Bühne. Dort stand sie dann und musste zugeben: „Ich habe Herzflattern, bin überwältigt und aufgeregt. Gut, dass ich nicht alleine auf der Bühne bin.“ Denn nicht nur die Mitgliederinnen des Möhnenvereins standen ihr zur Seite, unterstützt wurde sie auch von ihrem Gefolge, bestehend aus Sabine Melchior und Marion Müller.
Krönung von Eva I.
Dann war es soweit, Uschi I. krönte Eva I., die fortan den Namen „Eva I. vom silbernen Schuh“ führt. Ausstaffiert mit einem weißen Hut aus zartem Stoff und einem Zepter, verziert mit einer Barbiepuppe, nahm sie die Gratulationen entgegen. Die Gratulanten stürmten die Bühne, viele Blumensträuße fanden neue Besitzerinnen und viele Orden ihren Platz an so mancher Brust. Nette Menschen, nette Begegnungen, die Tradition Karneval zu leben und Frohsinn zu verbreiten, waren vier von vielen guten Wünschen für die Amtszeit der Obermöhn. Die Herren der KG baten um Hilfe bei der Suche nach einem Karnevalsprinzen, denn: „Wir sind neidisch, weil ihr immer so schöne Obermöhnen findet!“ Ortsbürgermeister Albrecht Gietzen, der einen Karton Wein für die nächste Feier mitbrachte, betonte seine Freude und Dankbarkeit darüber, dass die Hatzenporter Möhnen diese Tradition erhalten: „Ihr könnt mit der Unterstützung der Gemeinde rechnen“, versprach er.
Nach dem offiziellen Teil folgte die 80er Jahre Party
Nach dem offiziellen Teil des abends, gab es noch ein karnevalistisches Programm mit Tanz, Vorträgen und Gesang. Bei der anschließenden 80er Jahre Party, feierten die Närrinnen und Narren bei bester Stimmung bis in die frühen Morgenstunden. Letztendlich gilt es aber noch, das Geheimnis, um die silbernen Schuhe zu lüften, die im Namen der Obermöhn Eva I. und im Bühnenschmuck eine große Rolle spielten. Da kommt auch die Zahl 80 wieder ins Spiel: Eva Nehring war vier Jahre alt, als 1980 ihre Großmutter Inge in Alken als Obermöhn fungierte. „Schusters Inge“ = so genannt, verrät der Name, dass ihre Eltern die Inhaber eines Schuhgeschäftes waren. Auch die Großmutter nannte sich „vom silbernen Schuh“ und ihr Gefolge bestand aus Schusterjungen, ausstaffiert mit Schlips und roten Perücken. Rückblickend auf die Möhnenzeit ihrer Oma, infiziert mit dem närrischen Virus, konnte und kann Eva Nehring nicht anders, als die Tradition fortzusetzen und sie zu leben.
EP
Die scheidende Obermöhn krönte die neue Obermöhn Eva I. vom silbernen Schuh.
Viele Gäste wollten die Proklamation miterleben, unter ihnen die Möhnen aus Löf und die Herren der KG Hatzenport.
