Marion Eickhoff erhielt den karnevalistischen Verdienstordens der Stadt Mayen
Eine Persönlichkeit, die den Mayener Karneval in ihrem Herzen trägt
Junge Alte Große feierte Jubiläum „Zwei mal 11 Jahre“
Mayen. Der große Sitzungssaal im Mayener Rathaus war am vergangenen Sonntagmorgen gut gefüllt, als sich alles, was im Mayener Karneval Rang und Namen hat, zum Gardistenfrühstück traf. Dies war natürlich für den Präsidenten der Alten Großen, Christoph Schwab, der herzlich begrüßte, ein toller Start am Jahresbeginn. Er ließ während seiner Moderation auch vieles Bemerkenswerte Revue passieren und bat die Anwesenden, auch in der neuen Session, wenn auch ohne Tollität, echten Mayener Karneval zu feiern. Hierzu übergab er den Vorsitzenden aller karnevalstreibenden Vereine und der städtischen Beigeordneten Martina Luig-Kaspari, die OB Wolfgang Treis vertrat, den neuen, noch vom verstorbenen Künstler Walter Schäfer gestalteten Sessionsorden.
Verleihung des karnevalistischen Verdienst- ordens der Stadt Mayen
Schwab stellte aber auch den Stellenwert des beim gleichen Anlass verliehenen karnevalistischen Verdienstorden der Stadt Mayen heraus: „Ich finde es toll, wenn von höchster Stelle unsere Arbeit und unser Einsatz honoriert werden. Wenn auch symbolisch nur eine Persönlichkeit jährlich in den Genuss kommt. Menschen, die in der Eifelstadt förmlich mit Leib und Seele für dieses rheinische Brauchtum leben.“ Dies ist zu einer schönen Tradition geworden, dass in jeder Session einem besonderen Karnevalisten oder einer Karnevalistin der „Städtische Fastnachtsorden“ verliehen wird. In diesem Jahre war eine Persönlichkeit dafür ausgewählt worden, die sich seit Langem, mit viel Herzblut für die „Mayener Faasenacht“ engagiert, eine Persönlichkeit, die aus dem karnevalistischen Leben nicht mehr wegzudenken ist. Martina Luig-Kaspari machte es allerdings im Beisein der vielen in den „Narrhalla-Sitzungssaal“ geeilten Närrinnen und Narren innerhalb ihrer Laudatio sehr spannend, als sie scheibchenweise das Leben und Wirken der auszuzeichnenden Person beschrieb: „Sie engagiert sich seit Jahrzehnten für die Mayener Faasenacht, ihr Großvater war schon in der Prinzengarde, sie ist sehr beliebt bei Vereinskollegen, übernimmt im Hintergrund viel Organisation, die Karnevalisten können sich hundertprozentig auf sie verlassen, war 2008/2009 Pagin bei Markus und Gitti, hatte karnevalistische Aufgaben bei Pierre Wagner, und ihr Organisationstalent wird nicht nur vom Vorsitzenden der Jungen Alten Großen, Thorsten Draeger, geschätzt“. Wer es bisher noch nicht wusste, merkte spätestens jetzt, dass die neue Ordensträgerin Marion Eickhoff, ihres Zeichens 2. Vorsitzende der Jungen Alten Großen, hieß. „Und ein solche Dame hat auch diese hohe Ehrung mit dem städtischen Verdienstorden verdient“, so Martina Luig-Kaspri bei der Übergabe des Ordens und der Urkunde. Sichtlich gerührt, aber total baff bedankte sich Marion Eickhoff in Richtung aller Mitstreiter mit dem Zusatz: „Ihr habt mich nach besten Kräften unterstützt und hinter mir gestanden“.
„Die ganze Mayener Faasenacht steckt voller Überraschungen“
Nun, die Überraschung war für die Geehrte und die anwesenden Narren sehr groß. Eine große Gratulationscour der anwesenden Fastnachter schloss sich an für die „Karnevalistin mit Herzblut“, die diese hohe Auszeichnung verdient hatte, denn die Mayener Faasenaacht braucht Aktive, die mit dem Herzen bei der Sache sind. Ist doch klar: Solche Menschen braucht das „Karnevalsland“. Ein ganz besonderes Ereignis bei diesem Anlass und eines der Highlights des Tages war wohl das Jubiläum der den Mutterverein nach besten Kräften unterstützenden quirligen und engagierten Mitglieder der „Jungen Alten Großen“. Vor genau „zwei mal 11 Jahren“, im Jahre 1994, ergriff Joachim Ebertz, der Prinz der damals bevorstehenden Session die Initiative, trat an die Alte Große mit dem Vorschlag, einen Verein zur Nachwuchsförderung zu gründen heran. Dem wurde stattgegeben und die Vereinigung bekam den Namen „Junge Alte Große“. Und die karnevalistische „Saat“ ist – im wahrsten Sinne des Wortes – aufgegangen. Von ehemals 18 Gründungsmitgliedern ist der Verein bis heute auf über 120 Mitglieder herangewachsen. Neben den bisherigen Vorsitzenden Ralf Falterbaum, Theo Ganser, Markus Kalenborn, Harry Mußweiler und Thorsten Draeger freuen sich alle Mitglieder über die vielen aktiven Tollitäten aus ihren Reihen. Dies waren Joachim II. (1995), Harry I. (1997), Michael I. (1998), Erich I. & Beate I. (1999), Walter I. (2001), Christoph I. (2002), Werner I. (2004), Markus I. & Gitti I. (2009), Sierk I. (2010), Andreas I. (2011), und Sascha I. (2013). Dazu die aus den inaktiven Mitgliedern resultierenden Prinzen: Jimmy I. (2003), sowie Peter I. (2007). Was ging nicht alles aus dieser „Jungen Garde“ hervor ? Die Tanzgruppe, die Kindertanzgruppe, die Balottejänger entstanden aus der „Jungen Alten Großen“, die von Beginn an mit einem Prunkwagen im Mayener Rosenmontagszug vertreten ist. Außerdem sind die „Mayna Junge un Mayna Mädcha“ bei der jeweiligen Tollitätenbegleitung im Einsatz. Überhaupt unterstützen die „Jungen Narren“ die „Älteren Narren“ bei vielen Aktivitäten. Das ehrenamtliche Engagement bei vielen Anlässen, die Nachwuchsförderung und vor allem der „Spaß an der Freud“ bei der Tradition „Mayener Faasenacht“ ist weiterhin hehres Ziel der Akteure. So war es auch am vergangenen Sonntag wieder: Dazu der Vorsitzende Thorsten Draeger zu „BLICK aktuell“: „Aus lauter Freude über unser Jubiläum ‚2 mal 11 Jahre‘ haben wir ‚Jungen Karnevalisten‘ die heutige Veranstaltung organisiert und durchgeführt“. Er brachte gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Marion Eickhoff die Zeit ihres Vereinslebens gekonnt in Reimform herüber, ehe er den gesamten Vorstand und den
Präsidenten Christoph Schwab
mit ihrem Jubel-Orden auszeichnete. Schön, wenn es junge Menschen gibt, die den großen Gedanken des echten Rheinischen Karnevals auch in der Eifelstadt hochhalten, in der Stadt, von der es heißt: „Dau kanns dech drähe üm un üm – dau fins kaan aanzech Stadt.“ Und das konnten alle beim anschließenden Umzug durch die Stadt und dem Gardeappell am Alten Rathaus bestens unter Beweis stellen. BS
