Allgemeine Berichte | 16.08.2022

Am Teilstandort Altendorf der KGS Meckenheim wurden 22 neue Kinder eingeschult

Eine Schule auch für Wolf und Froschkönig

Die Schulgemeinschaft empfing die Schulneulinge und ihre Familien in großer Runde auf dem Schulhof. Foto: privat

Altendorf.„Die Frage ist doch, ob ich als zotteliges Raubtier mit spitzen Zähnen - und ohne Schultüte - hier an der Altendorfer Schule eine Chance hab“, zweifelte der Wolf. Zusammen mit Rotkäppchen, der Königstochter und dem Froschkönig war er aus dem Märchenbuch geklettert, um sich einschulen zu lassen. Der Froschkönig hoffte auf reichlich Fliegenkompott in den Schultüten, die Königstochter fürchtete anstrengende Arbeit und bedauerte, dass es die Süßigkeiten nur im Lehrerzimmer gebe („Vielleicht ist das hier auch nichts für mich…“). Rotkäppchen hielt eine flammende Rede, in der sie die Schule lobte, weil man nur so „der Enge der elterlichen Behausung entfliehen“ könne, und der Wolf wollte unbedingt schreiben lernen, damit er endlich das Ende seines Märchens mit einem „besseren Ende, mein liebes, leckeres Rotkäppchen“ versehen kann. Nach viel heiterem Gekabbel zwischen den Vieren luden Lenni, Ben, Lena und Jonas die Märchenfiguren in ihre jeweilige Klasse ein. So kam der Froschkönig beispielsweise in die Fledermausklasse – „Wir stehen auch auf Insekten, so wie du!“ - und der Wolf in die Bärenklasse („Wir kennen uns mit spitzen Zähnen aus.“) Die Botschaft hinter dem Klamauk des Stücks aus der Feder von Lehrer Gerd Engel: Wir nehmen hier jeden so, wie er ist.

Natürlich wurde im Schatten der alten Bäume auch reichlich gesungen: einen mehrsprachigen Begrüßungskanon, das traditionelle Altendorfer Einschulungslied über „22 tolle Kinder“ und das Mitmach-Bewegungslied „Obstsalat“, bei der Lehrerin Claudia Dickopp Schulneulinge und Eltern erfolgreich animierte mitzumachen.Je zwei Paten holten anschließend die Kinder ab, und es ging zur ersten Schulstunde in die vier jahrgangsgemischten Klassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Anspannung bei den meisten Ex-Kindergartenkinder schon längst gelöst. Während drinnen der erste Buchstabe gelernt wurde, konnten sich die neuen Familien gemütlich austauschen. Die Eltern der Stufe 2 hatten auf dem Schulhof ein kleines Buffet vorbereitet, und so verging die Wartezeit wie im Flug. Natürlich waren alle auch auf den Inhalt der Schultüten gespannt. Ein Großvater wusste zu berichten, dass es bei seiner Einschulung im Jahr 1948 erstens „genau eine Schultüte“ gegeben habe, „die zweitens dem Schulfotografen gehörte und drittens leer war.“ Wie sich die Zeiten ändern.

Die Schulgemeinschaft empfing die Schulneulinge und ihre Familien in großer Runde auf dem Schulhof. Foto: privat

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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