Bistum Trier
Eine besondere Ehre
Prof. Ewerhart aus Wassenach erhält Auszeichnung von Papst Franziskus
Wassenach. Eine besondere Auszeichnung hat Prof. Dr. Rudolf Ewerhart aus Wassenach aus den Händen des Trierer Bischofs Dr. Stephan Ackermann erhalten: Der Musikwissenschaftler erhält den Orden des Heiligen Gregors des Großen; kurz Gregoriusorden. Dieser ist eine der höchsten Auszeichnungen, die der Papst an Laien vergibt und somit herausragende Verdienste für die katholische Kirche würdigt.
„Als der Bischof am Telefon war und mitteilte, dass ich den Orden erhalte, war ich sehr überrascht und zu Tränen gerührt“, berichtet Ewerhart von seinen Emotionen. Die Auszeichnung sieht der Kirchenmusiker auch als Lob und Dank für seine Zunft. „Ich bedanke mich ganz, ganz herzlich“.In Lebach (Saarland) 1928 geboren, wuchs er in Trier auf und sang als Jugendlicher im Chor der Trierer Domsingknaben. Nach dem Krieg studierte Ewerhart katholische Kirchenmusik an der Musikhochschule Köln, woran sich das Studium der Musikwissenschaften mit dem Abschluss der Promotion anschloss. Er war an Hunderten von Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen beteiligt – als Dirigent oder Musiker. Zudem dirigierte Ewerhart jahrzehntelang den Trierer Motettenchor und den Santini-Kammerchor Münster/Köln. Der Experte für Musikhandschriften war Leiter des Kirchenmusikinstituts des Bistums Münster und anschließend als Professor Leiter der katholischen Kirchenmusikabteilung der Hochschule für Musik in Köln. Durch diese Tätigkeiten und als Herausgeber von Reihen zur praktischen Kirchenmusik hat er ganze Generationen von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern geprägt. Somit hat sein Wirken unmittelbare Auswirkungen auch auf viele Gemeinden im Bistum Trier, obwohl er insbesondere in der Erzdiözese Köln tätig war.
Ende der 80er Jahre hat der Kenner der Barock-Musik in der Burg Wassenach eine bedeutende Sammlung historischer Tasteninstrumente ausgestellt; darunter viele Orgeln.
Ewerhart hat bereits den Gregoriusorden im Rang eines Ritters in den 80er Jahren erhalten. „Das zeigt, dass Sie sich nicht auf dieser Auszeichnung ausgeruht, sondern weiter editiert, geforscht und gesammelt haben“, betont Bischof Ackermann. Ewerhart widme sich mit seiner Arbeit gegen das Vergessen musikalischen Kulturgutes. Nun steigt Ewerhart in den zweiten Rang als Komtur auf. Sichtbar wird das durch einen Orden, der am Hals getragen wird.
Seine sieben Kinder, Freunde sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Erzdiözese Köln waren bei diesem besonderen Augenblick ebenfalls zu Gast.
Der „Ordine Equestre Pontificio di San Gregorio Magno“, so die offizielle Bezeichnung des Ordens, wurde von Papst Gregor XVI. im Jahr 1831 gestiftet.
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