Allgemeine Berichte | 23.08.2017

40 Jahre Leben auf dem Steinbüchel in Merl

Eine feine Adresse

Prof. Dr. Helmut Pütz (re.), hier mit dem stellvertretenden Bürgermeister Michael Sperling (li.) und Ortsvorsteher Michael Sell, bei der Eröffnung des Straßenfestes.privat

Merl. Unter dem Motto „40 Jahre Mirabellenstraße – 40 Jahre Leben auf dem Steinbüchel (1977 – 2017)“, feierten über 60 Anwohner, „Ur-Einwohner“ und Hinzugezogene, mit ihren Kindern und Nachbarn übers Wochenende wieder einmal vor ihren Häusern das beliebte Straßenfest. Unter der Regie des neuen „Mirabellenbürgermeisters“ Günter Willinek, der in straffer Regie für die zügige Ausführung der umfangreichen Vorarbeiten gesorgt und in seinem Garten wieder die eigens gefertigte Mirabellenfahne gehisst hatte, versammelte man sich am Samstagnachmittag zum nachbarschaftlichen Gespräch unter den Dächern der Zelte und Pavillons, die ausreichend Schutz gegen den zuweilen einsetzenden Nieselregen boten. Prof. Dr. Helmut Pütz konnte neben den Anwohnern gleich zwei Ehrengäste begrüßen: den stellvertretenden Meckenheimer Bürgermeister Michael Sperling und den Ortsvorsteher von Merl, Michael Sell. Ein besonderer Gruß galt dem derzeit einzigen Mirabellenbaby Luisa Wilhelmi mit Eltern.

Positives Resümee der Entwicklung im Viertel

In seiner launigen Eröffnungsrede zog Professor Pütz ein sehr positives Resümee der Entwicklung im Viertel: nicht nur die Anwohner der Mirabellenstraße seien aktiv geworden und hätten ihre Häuser renoviert, unter anderem mit einem neuen farbenfreudigen Anstrich, sondern auch die Wohnqualität im Steinbüchel habe sich insgesamt verbessert. So präsentiere sich jetzt gegenüber die neue Henry-Dunant-Siedlung mit ihrem Kinderspielplatz recht freundlich. Vor allem aber die Nahversorgung am neuen Gottschalk-Platz mit Supermarkt und Discounter bedeute eine wesentliche Verbesserung und gelte aufgrund des reichhaltigen Angebots in der ganzen Stadt wie auch in der Umgebung als ein echter Renner – ein neuer Schwerpunkt in Meckenheim. Die Anwesenheit der Kommunalpolitiker nutzte Pütz jedoch über den zwanglosen Plausch hinaus auch als ernsthafte „Bürgersprechstunde“, indem er den Ehrengästen die Sorgen der Mirabellensträßler bezüglich der Verkehrssituation vortrug. Dabei forderte er die Stadtverwaltung auf, dass für die Straße „Auf dem Steinbüchel“ eine Durchfahrtssperre für die riesigen Lastwagen und Transporter gestellt wird, „denn Lkws aus aller Herren Länder, die sich verfahren haben oder nach dem Tanken bei Shell von ihren Navis durch unser Wohngebiet gelenkt werden, verderben unser Wohl- und Wohngefühl“.

Eine weitere Forderung der Steinbücheler: Das Über-Nacht-Parken von Lastwagen sollte verboten werden, „denn morgendliches Zähneputzen und Wasserlassen in den Gebüschen verdirbt einigen von uns die morgendliche Erwachensfreude“. Stellvertretender Bürgermeister Michael Sperling und Ortsvorsteher Michael Sell hörten Prof. Pütz aufmerksam zu und versprachen eine Prüfung der Vorschläge. Im Übrigen zeigten sie sich beeindruckt von dem nunmehr vierzigjährigen festen Zusammenhalt der Bürger. Dieser vermittle sicherlich ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit.

Bei Kaffee und Kuchen, insbesondere aber beim gemeinsamen Grillen und dem Anstich mehrerer Fässchen Bier sowie bei vielen Gesprächen in wechselnder Runde vertiefte man nach dem obligaten Absingen der Mirabellenstraßen-Hymne das Zusammengehörigkeitsgefühl. Eine große farbige Bilderwand mit historischen Fotos und eine neue, hervorragend gestaltete Farbbild-Broschüre sowie eine Video-Dokumentation riefen vier Jahrzehnte Wohnen in der Mirabellenstraße in die Erinnerung zurück. Für die Kinder hatte man Spiele organisiert. Mit einem Stammtisch am Sonntagmittag ging das Fest zu Ende.

Nachwuchs für die Straße: „Mirabellenbaby Luisa Wilhelmi mit ihren Eltern.

Nachwuchs für die Straße: „Mirabellenbaby Luisa Wilhelmi mit ihren Eltern.

Prof. Dr. Helmut Pütz (re.), hier mit dem stellvertretenden Bürgermeister Michael Sperling (li.) und Ortsvorsteher Michael Sell, bei der Eröffnung des Straßenfestes.Fotos: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Dauerauftrag 2025
Holz Loth-Entsorgung
Rund ums Haus
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
10 Jahre NoWi Bau
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Anzeige Show Alive
Gebrauchtwagenanzeige
Empfohlene Artikel
Der Vorstand der Gewerbegemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler, von links Patrick Küpper (Schatzmeister), Markus Zednik (1. Vorsitzender), Alexander Petkovski (2. Vorsitzender) und Thorsten Hermann (Schriftführer). Fotos: DU
51

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Rück- und Ausblicke, aber auch wichtige Personalien bot unlängst die Mitgliederversammlung der Gewerbegemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler im Hemmessener „Dom-Café“. Was hier als „Personalien“ ziemlich allgemein klingt, war das Ende einer langen Ära: nach 25 Jahren als Vorstandsmitglied, davon 14 Jahre als 1. Vorsitzender der Werbegemeinschaft Aktivkreis Bad Neuenahr, bzw. der...

Weiterlesen

Symbolbild.
76

Region. Die DB InfraGO startet in knapp zwei Monaten mit der Korridorsanierung der Bahnstrecke am rechten Rheinufer zwischen Troisdorf und Wiesbaden. In der Zeit vom 10. Juli bis zum 12. Dezember 2026 bündeln die Bauteams entlang der rund 160 Kilometer langen Strecke zahlreiche Arbeiten, die die Infrastruktur langfristig leistungsfähiger und weniger störanfällig machen.

Weiterlesen

Symbolbild.
62

Vulkaneifel. Nach umfassender Prüfung des Antrags hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord nun grünes Licht gegeben: Die „wpd Windpark Sarmersbach Repowering GmbH & Co. KG“ darf auf dem Gebiet der Gemeinde Sarmersbach im Kreis Vulkaneifel vier neue Windenergieanlagen bauen und betreiben. Die fünf bestehenden Anlagen sollen zurückgebaut werden. Um mögliche Auswirkungen auf die Umwelt zu berücksichtigen, wurden 27 Fachstellen befragt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
9

Bonn/Meckenheim. Nicht einmal Graupelschauer und Aprilwetter konnten die gute Stimmung an diesem Tag vermiesen: Ulla Schmidt besuchte im März den Unternehmensverbund der Lebenshilfe Bonn. Konkret stand ein Rundgang durch das Werk Meckenheim der Bonner Werkstätten auf dem Programm. Drei Stunden nahm sich die Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe Zeit, um sich verschiedene Arbeitsbereiche zeigen zu lassen.

Weiterlesen

Symbolbild.
167

36-jähriger Autofahrer verliert bei Starkregen die Kontrolle über sein Fahrzeug

04.05.: Dramatisher Unfall auf der B 56: Motorradfahrer schwer verletzt

Lohmar. Am Montag, den 4. Mai, ereignete sich in Lohmar ein schwerer Verkehrsunfall, als zwei Fahrzeuge im Gegenverkehr kollidierten. Dabei erlitt ein Motorradfahrer schwere Verletzungen. Gegen 16:00 Uhr fuhr ein 36-jähriger Mann aus Siegburg mit seinem Pkw auf der Bundesstraße 56 von Siegburg nach Lohmar. Bei starkem Regen verlor er im Ortsteil Heide aus bisher ungeklärten Gründen die Kontrolle über seinen Mercedes-Benz.

Weiterlesen

Symbolbild.
136

Spielschein wurde ohne Kundenkarte in einer Annahmestelle abgegeben

Glückspilz aus dem Westerwald gewinnt über 680.000 Euro im Eurojackpot

Region. Ein Spielteilnehmer oder eine Spielteilnehmerin aus dem Westerwald hatte am vergangenen Freitag allen Grund zur Freude: Mit einem Tippschein für die europäische Lotterie Eurojackpot, den er oder sie in einer Annahmestelle von Lotto Rheinland-Pfalz gespielt hatte, gewann er oder sie in der Gewinnklasse 2 über 681.000 Euro.

Weiterlesen

Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Werksverkauf Anhausen
Industriemechaniker
Maikirmes Franken
10 Jahre NoWi
Aktionstage 5.-7. Mai
Heizöl/Diesel/Holzpellets
Zukunft trifft Tradition KW 18
Zukunft trifft Tradition KW 18
Innovatives rund um Andernach
Zukunft trifft Tradition KW 18
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Biergarteneröffnung
Jubiläum
Innovatives rund um Andernach
Anzeige neuer Mitarbeiter Jürgen Paaß
Stellenanzeige Bauingenieur Trinkwasserversorgung/Abwasserbeseitigung