Allgemeine Berichte | 28.06.2023

27. Stiftslesung mit Anja Balschun am 21. Juli im Kardener Museum

Eine literarisch- kriminalistische Serientäterin

Anja Balschun.  Foto: Fotostudio S. Mellwig

Treis-Karden. Mit Anja Balschun, Krimiautorin aus Koblenz, setzt die Ortsgemeinde TreisKarden die 2015 begonnene Reihe der Kardener Stiftslesungen fort. Sie liest am Freitag, 21. Juli, 19.30 Uhr im Stiftsmuseum aus ihren Werken. Es ist bereits die 27. Lesung.

Anja Balschun entdeckte schon früh ihre Liebe zur Literatur und ist seit ihrer Kindheit eine echte Leseratte. Diese Leidenschaft führte dazu, dass sie bereits als Achtjährige ihren ersten Krimi verfasste, in dem es um eine gestohlene Vase ging. Das Manuskript ist leider verschollen, alles Suchen blieb bis jetzt erfolglos.

Bis zu ihrer ersten Veröffentlichung dauerte es dann eine Weile, nämlich bis zum Jahr 2002. Zu dieser Zeit schrieb Lotto Rheinland-Pfalz einen Literaturwettbewerb zum Thema Glück aus. Anja Balschuns Kurzgeschichte „Pikkolo“ gehörte zu den 30 Geschichten, die aus über 600 anonymen Einsendungen für die Anthologie ausgewählt wurden. Nach diesem Erfolg war ihre Schreibleidenschaft endgültig nicht mehr zu stoppen und schnell folgte die Veröffentlichung weiterer Kurzgeschichten. Unter anderem in den Anthologien von Lotto Rheinland-Pfalz und den Krimi-Anthologien des Odenwaldkreises. Einige ihrer Beiträge wurden mit Preisen bedacht.

Im Jahre 2010 wurde der erste Kriminalroman um die Koblenzer Kommissare Jana und Achim mit dem Titel „Nonnen(m)orden anders!“ aus der Feder der Autorin veröffentlicht. Es folgten „Flaschenkinder“ (2011), „Dunkelgeld“ (2012), „Statt-Theater“ (2013) und „Öko-Schwein“ (2014), „R(h)einfahrt in den Tod“ (2016), „Narrensicher in den Tod“ (2018) und „Gute Kirschen essen“ (2021).

Vorstellen wird sie in der Lesung ihre Krimi-Reihe „Erst beschatten, dann bestatten“ und mit ihr zwei ungewöhnliche Hobby-Detektive, nämlich Bestatter Hannes Bengel, von Natur aus mit wenig Neigung zu Verbrechen jeglicher Art gesegnet, und seinen deutlich neugierigeren, abenteuerlustigen Assistenten Max Sasse. Die beiden völlig unterschiedlichen Charaktere bekommen es in „Ein Nachmittagstod“, „Die Rheinischen Disharmonists“, „Der innere Esel“ und „Auf bald, Miss Goodbye“ immer wieder mit rätselhaften Todesfällen zu tun. Die Lesung wird abgerundet durch zwei Kurzgeschichten nicht-krimineller Natur. Mit „Der frühe Vogel“ und „Ein grüner Zweig“ zeigt die vielseitige Autorin, dass sie auch die leisen Töne beherrscht.

Anja Balschuns literarische Palette ist breit gefächert und umfasst neben mörderischen Ereignissen auch Gedichte, sowie Geschichten in Kowelenzer Platt. Alle ihre Texte zeichnen sich durch überraschende Wendungen und den teils ironisch feinen, teils deftigen Humor aus.

Zusammen mit ihrer zierlichen Katzendame Summer wohnt sie in Koblenz mitten im Grünen. Die Samtpfote ist ihrem Frauchen oftmals Vorbild und Inspiration zugleich. Ist sie doch - so die Autorin über ihr Haustier - eine Meisterin der scharfen Beobachtung, des geduldigen Lauerns, des geräuschlosen Anschleichens und des energischen Zuschlagens.

Ortsbürgermeister Josef Bleser und die Mitglieder des Arbeitskreises (Marlies Michels, Cornelia Layaa Laulhé, Dorothee Brachtendorf und Jürgen Claßen) hoffen auf eine gute Resonanz.

Auch die weiteren Stiftslesungen finden mit Unterstützung der Cochemer Buchhandlung Layaa-Laulhé (Inhaberin Petra Görtz) und Café Belda in Burgen statt. Dort und in der TouristInformation Treis-Karden sind Karten erhältlich.

Anja Balschun. Foto: Fotostudio S. Mellwig

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