Jugendgruppe Essig veranstaltete alljährliches Skatturnier
Eine rundum gelungene Veranstaltung
Essig. Im November finden sich alljährlich Skatspielerinnen und Skatspieler in Essig zusammen, um ihrer Spielleidenschaft zu frönen. Dann sitzen drei oder vier Spieler an einem Tisch zusammen, einer mischt die 32 Karten und teilt diese nach einem speziellen Ritus an die Mitspieler aus. Nach dem Sortieren der an die drei Spieler ausgeteilten je zehn Karten versuchen die Beteiligten, durch sogenanntes „Reizen“ noch zwei weitere Karten, den „Stock“, zu erhalten. Für den Laien sind die vom Ansager genannten „18, 20, 22, Null“ böhmische Dörfer, die jedoch von den Eingeweihten verstanden und gegebenenfalls durch ein lautes „Hab ich“ gekontert werden. Können die Mitspieler nicht mehr mithalten, erhält derjenige, der die höchste Zahl genannt oder gehalten hat, das Spiel und kann sich entscheiden, ob er die zwei Karten des Stocks aufnimmt und dann zwei andere Karten wieder ablegt. Dann sagt er das Spiel an, die Karten der drei Spieler werden abwechselnd aufgespielt und fallen übereinander, sodass dann der Spieler mit der besten Karte den sogenannten Stich macht. Der Rest ist schnell erzählt: Bei normalen Spielen sollte der Gewinner mehr als 60 Punkte haben, bei Null- oder Null-ouvert-Spielen jedoch keinen Stich bekommen. Mit mehr als dreißig Teilnehmern, dabei auch fünf jüngere Mitspieler, war das diesjährige Turnier zwar wieder gut besucht, aber die Jugendgruppe Essig freut sich immer auch über neue Mitspieler. Diesjähriger Gewinner des Essiger Skatturnieres war Willi Schier, der ein frisch geschossenes Reh als Preis mit nach Hause nehmen konnte. Zweiter Sieger wurde Christian Breuer, der sich über einen weihnachtlichen Präsentkorb ebenso freute wie der dritte Preisträger, Skatschwester Anja Großer. Die inoffizielle Essiger Dorfmeisterschaft gewann in diesem Jahr Skatbruder Chris Bolde, der im Gesamtklassement als bester Essiger den siebten Platz erreichte. Der Vorsitzende der Jugendgruppe, Hans Mich Schugt, bedankte sich bei den Teilnehmern und den Helfern, die für die Versorgung mit Getränken und leckeren Röggelchen während des rund fünfstündigen Turniers gesorgt haben, sodass auch durch die Einnahmen ein kleiner Gewinn für die Jugendarbeit in Essig verbleibt.
