Allgemeine Berichte | 29.05.2019

Aktion Herzkissen beim Muddy Angel Run am Muttertag

Eine saubere Sache

Diana Retterath vom Seniorenstift St. Katharina Treis-Karden ist beim „Muddy Angel“-Schlammrennen für den guten Zweck gelaufen

Diana Retterath (links) und ihre Schwester.Copyright: Diana Retterath

Treis-Karden. Sie waten durch den Schlamm, robben durch tiefe Matschpfützen und klettern auf allen vieren über Netze in luftiger Höhe – den Kinderwagen muss derweil der Mann durch den Schlamm ziehen: Beim „Muddy Angel“-Run, der in diesem Jahr zum ersten Mal auch in Bad Hönningen am Rhein stattgefunden hat, bewältigen Frauen aller Altersgruppen gemeinsam einen fünf Kilometer langen Hindernisparcours mit allerlei matschigen Schikanen.

Mit der Startnummer 100955 zum ersten Mal dabei: Diana Retterath, Mitarbeiterin im Seniorenstift St. Katharina Treis-Karden, und ihre Mitstreiterin von der Aktion Herzkissen Rhein-Mosel-Lahn.

Die 39-jährige arbeitet als Sozialpädagogin im Seniorenstift St. Katharina in Treis-Karden und hat dort eine Nähgruppe gegründet, die mit der Herstellung von herzförmigen Kissen Frauen unterstützt, die an Brustkrebs erkrankt sind.

2017 war Diana Retterath selbst an Brustkrebs erkrankt und hatte im Krankenhaus eines der bunten Kissen erhalten. Nachdem sie die Krankheit überstanden hatte, war es ihr ein Bedürfnis, sich ebenfalls zu engagieren. Deshalb hat sie 2018 mit Bewohnern und Bewohnerinnen des Seniorenstifts St. Katharina eine Außenstelle der Herzkissenaktion gestartet. Bei regelmäßigen Treffen werden seitdem in der Senioreneinrichtung kleine und große Herzkissen genäht, die Frauen nach einer Brust-OP helfen, z. B. beim Schlafen den Druckschmerz zu lindern. Um noch mehr Menschen auf die Aktion aufmerksam zu machen, hat sie am Lauf der „Schlammengel“ teilgenommen. „Zum einen wollte ich mal etwas Verrücktes machen und zum anderen ist es mir ein Anliegen, mich für Brustkrebsinitiativen zu engagieren“, sagt Retterath. „Dass das Thema durch so eine Aktion mehr Aufmerksamkeit bekommt, finde ich toll.“

Beim Lauf am Muttertag waren insgesamt rund 2000 Läuferinnen am Start. In pink-schwarzen Sportoutfits ging es nach einem kurzen Aufwärmen auf die Hindernisstrecke – fünf Kilometer durch Schlammpfützen, die bis zur Hüfte reichen, über drehende Rollen und Stapel von Autoreifen. Auch die 30 Frauen der Herzkissengruppe um Diana Retterath sind von oben bis unten in Schlamm gebadet, als sie gemeinsam ins Ziel einlaufen.

Ausgestattet mit Herzkissen-Shirt, Stirnband und „Schlammtaucherbrille“ hat jede der Läuferinnen ein Mini-Herzkissen mit auf die Strecke genommen – und alle haben es wohlbehalten ins Ziel gebracht. Diana Retterath ist begeistert: „Es war ein gutes Gefühl, in so einem tollen Team zu laufen und über seine Grenzen hinaus zu gehen. Ich bin richtig stolz, dass wir das gemeinsam geschafft haben, und hoffe, dass wir noch mehr Menschen motivieren können, sich zu engagieren.“ Die Unterstützung der Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenstifts St. Katharina hat sie auf jeden Fall und bei der nächsten Nährunde wird sie ihnen ausführlich vom Lauf der Schlammengel berichten.

Das Seniorenstift St. Katharina ist eine Einrichtung der Marien-Gruppe. Hierzu gehören in der Region das Marienkrankenhaus Cochem, das Medizinische Versorgungszentrum Cochem-Zell (VitaMed GmbH), die Physio-, Ergo- und Sporttherapiepraxis astralvital Cochem sowie das Seniorenzentrum St. Hedwig in Cochem. Die Idee für die Herzkissen wurde 2006 von der dänischen Krankenschwester Nancy Friis-Jensen aus den USA mitgebracht. Mittlerweile gibt es auf der ganzen Welt „Heart Pillow Projects“. Seit 2011 näht auch die Herzkissengruppe Rhein-Mosel-Lahn in Braubach und spendet die Herzen an Krankenhäuser in der Region.

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann – auch ohne Vorkenntnisse – mitnähen, Kissen stopfen oder Stoff spenden. Weitere Informationen dazu finden Interessenten unter: www.HerzkissenRheinMoselLahn.blogspot.de.

Diana Retterath (links) und ihre Schwester.Copyright: Diana Retterath

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