Allgemeine Berichte | 08.10.2021

Wandergruppe der Seniorengemeinschaft Hümmerich

Einmal ganz anders gewandert

Bei der Stadtwanderung erfuhren die Senioren vieles über die Geschichte von Neuwied. Foto: privat

Hümmerich. Die Wandergruppe der Seniorengemeinschaft Hümmerich ist bei ihrer Oktoberwanderung einmal ganz anders gewandert. Für 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab eine geführte Stadtwanderung in Neuwied.

Es begann am 1712 erbauten Schloss, dem heutigen Sitz des Fürsten zu Wied und seinem prächtigen Eingangstor von 1877 mit dem Fürsten Wappen. Weiter ging es vorbei am Schlosstheater und dem Maximilian zu Wied Denkmal zum Mahnmal Synagoge, die in Reichsprodomnacht 1938 durch die Nationalsozialisten zerstört wurde. Halt gemacht wurde am Zollhaus, dem alten Brauhaus und dem historischen Rathaus. Ein alter Wasserbrunnen mit 7,5 mtr. Tiefe fand große Aufmerksamkeit. Er war einer der 16 Brunnen, welche die barocke Residenzstadt Neuwied damals mit Trinkwasser versorgten. Ein besonderes Highlight der Stadtwanderung war der Besuch des Herrnhuter Viertels. Seit 1750 ist die Herrnhutergemeine in Neuwied ansässig und hat die Entwicklung der Stadt mit Wohnviertel, Gotteshaus, Altenheim und Kindergartenund vielen Aktivitäten mitgeprägt.

Die Food akademie Neuwied GmbH, als ehemalige Zinzendorfschule der Herrnhuter Brüdergemeine 1870 in schwarzem Basaltlave erbaut, fällt jedem Neuwied Besucher in`s Auge. Seit 1936 beherbergt das Gebäude die bundesweit bekannte Fachschule für den Lebensmittelhandel. Danach führte der Weg zum Roentgenmuseum, 1928 im sogenannten Heimatstil erbaut, beinhaltet es eine Sammlung von Möbeln des David Roentgen und darüber hinaus immer wechselnde Ausstellungen zum Thema Raiffeisen.

Weiter ging es über den Deich beginnend am Neuwieder Wahrzeichen dem Pegelturm. 1928 – 1931 wurde mit immensem Aufwand der Neuwieder Deich gebaut, der mit einer Länge von 7,5km, für Hochwasser bis 11.20 mtr. ausgelegt ist und die Stadt und ihre Bürger vor Hochwasser schützt. Die Baugeschichte und die Funktion des Deiches wird den Besuchern am Deichinformationszentrum bestens erklärt. Den Abschluss der Wanderung bildete dann der Besuch des Schärjer Denkmals in der unteren Mittelstraße. Es erinnert an die damalige, mühevolle Tätigkeit der Hafenarbeiter, die die Rheinschiffe mit Bimssteinen beluden. Die Name Schärjer steht heute für die Neuwieder Bürger. Über mehrere historischen Persönlichkeiten, wie Friedrich Wilhelm Raiffeisen, Robert Krups, David Roentgen, Freiherr von Fallersleben informierte der Gästeführer Herr Zenger ebenfalls ausführlich.

Nach vielem Gesehenen, Informationen und Erlebnissen in der Stadt Neuwied ging es zurück nach Hümmerich, wo gemeinsam im Gasthof Dreydoppel ein zünftiges Abendbrot mit Dämmerschoppen eingenommen wurde.

Bei der Stadtwanderung erfuhren die Senioren vieles über die Geschichte von Neuwied. Foto: privat

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