Alte Mühle in Kattenes wurde Opfer der Flammen
Einsatzkräfte bergen Leiche
Mangelnde Wasserversorgung behinderte Löscharbeiten
Kattenes. Am Dienstagvormittag, 5. April, war eine alte Mühle im Mühltal in Brand geraten. Als die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettung am Einsatzort eintrafen, stand noch nicht fest, ob sich noch eine Person im Inneren des alten Hauses befindet. Der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel, Michael Gohmann beschrieb die Lage vor Ort: „Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das ganze Gebäude bereits im Vollbrand. Eine Person wurde vermisst. Sowohl aus dem Erdgeschoss, wie auch aus dem Dachgeschoss, überall kamen die Flammen heraus.“ Die Löscharbeiten wurden aufgrund der fehlenden Versorgung mit Löschwasser erheblich beeinträchtigt.
„Die Wasserversorgung hier im Außenbereich ist ein großes Problem. Wir haben hier einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet“, so Wehrleiter Gohmann. Gegen Mittag hatte die Feuerwehr den Brand weitestgehend unter Kontrolle. Das Haus konnte jedoch immer noch nicht betreten werden, da dieses einsturzgefährdet war. Die Giebelseite der alten Mühle drohte einzustürzen und wurde daher durch die Feuerwehr abgetragen. Zur Klärung der Brandursache waren auch die Brandermittler der Kriminalpolizei Koblenz vor Ort. Die Feuerwehr war über den Tag damit beschäftigt, die immer wieder teilweise aufglimmenden Glutnester im Haus unter Kontrolle zu bringen. Aus diesem Grund war es den Einsatzkräften weiterhin unmöglich, das Haus zu betreten und nach der vermissten 75-jährigen Bewohnerin zu suchen. Tragischerweise musste aus dem am Tag darauf mittlerweile abgesicherten, allerdings bei dem Brand fast völlig zerstörten Haus im Mühltal eine tote Person geborgen werden. Nachdem die Feuerwehr die zahlreichen Glutnester im Anwesen unter Kontrolle brachte und gemeinsam mit dem THW die Sicherungsmaßnahmen gegen das vom Einsturz bedrohte Haus vorgenommen hatte, konnten die Einsatzkräfte am Mittwoch, 6. April, die alte Mühle betreten. In einem der Wohnräume musste eine leblose Person geborgen werden. Da die Identität der Leiche noch nicht eindeutig geklärt ist, wird eine Obduktion durchgeführt. Die Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe dauern noch an.
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>> 05.04..2016 - Wohnhaus fast völlig abgebrannt
Einen Tag nach dem Brand konnten die Einsatzkräfte erst damit beginnen nach der vermissten Bewohnerin zu suchen.
Die Feuerwehr hat den Dachgiebel der bewohnten Mühle abgetragen, da dieser einzustürzen drohte.
