Allgemeine Berichte | 11.01.2023

Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V.

Eisiger Einsatz schließt herausforderndes Jahr ab

Eisiger Einsatz (von links Irmgard Thater-Deeb, Anita Andres, Sergej Perschin, Maron Schmitz). Foto: privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Auch wenn abends unsere Finger steif gefroren waren“, erinnert sich Anita Andres, 1. Vorsitzende des Katzenschutzvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V., „der Einsatz an den vier kalten Adventswochenenden hat sich gelohnt“ und strahlt dabei. „Der Verein hat nicht nur durch den Verkauf von Weihnachtsartikeln, selbst gemachten Marmeladen und Plätzchen sowie Selbstgestricktem einen ordentlichen Erlös erzielt, sondern auch neue Mitglieder gewonnen. Wir konnten einige Tiere vermitteln und natürlich viele Fragen beantworteten“.

Häufige Themen waren Ernährung, Haltung und plötzliche Unsauberkeit. Und die Frage, wie man Futterhäuschen für Singvögel vor Katzen schützen kann. „Wichtig ist es, das Häuschen an einem übersichtlichen Ort so aufzustellen, dass sich anschleichende Katzen bemerkt werden und eine Sprungattacke, z.B. aus dem Gebüsch oder von einem Zaun, nicht möglich ist. Hilfreich kann es auch sein, einige Streifen Alufolie unterhalb des Häuschens anzubringen, sodass die Vögel nicht gestört werden“, verrät Anita Andres, „das metallische Geräusch mögen Katzen nicht“.

Dankbar ist der Verein vor allem Sergej Perschin, Inhaber von FutterMix Tierbedarf in Gelsdorf, der den Platz vor seinem Ladenlokal unentgeltlich zur Verfügung stellte, sodass die Einnahmen zu 100% den Schützlingen des Vereins zufließen konnten. „Bei Tierschutz kann ich nicht nein sagen“ lacht Sergej Perschin, „für mich war es selbstverständlich mit einer Standfläche zu helfen und im Geschäft einen Wunschzettelbaum aufzustellen.“

Im Übrigen hat das Jahr 2022 den Helfern des Vereins nicht viel weniger abverlangt als die von Corona und der Flut im Ahrtal geprägten Vorjahre. So ist die Zahl an Abgabe- und Fundtieren regelrecht explodiert, was eine permanente Überfüllung der Pflegestellen zur Folge hatte. Der Verein erlebte 2022 eine regelrechte Schwemme von Babykatzen, die irgendwo verlassen in Flur und Feld gefunden wurden, aber offenbar an Menschen gewöhnt waren und ausgesetzt wurden. Die ausgesetzten Tiere verstärken das Problem der sich unkontrolliert vermehrenden Straßenkatzen noch zusätzlich. „Die Leute stellen jetzt fest, dass die während der Coronakrise unüberlegt angeschafften Kätzchen dauerhaft Fürsorge und Aufmerksamkeit benötigen. Hinzu kommt, dass Futter- und Tierarztkosten steigen,“ so Anita Andres, „da fällt leider vielen nichts anderes ein, als das Tier auszusetzen. Leider passiert das oft auch, wenn die Kätzin trächtig ist oder ihre Babys wenige Wochen alt sind und zusätzlich Futter gekauft werden müsste.“

Nachdrücklich bittet sie darum, die örtliche Tierschutzorganisation einzuschalten, wenn es Probleme gibt. „Wir finden eine Lösung“, verspricht Anita Andres und appelliert noch einmal an die Verantwortlichen in der Politik, auch im Ahrtal eine Kastrationspflicht einzuführen. „Das ist die einzige Lösung für ein Eindämmen der unkontrollierten Katzenflut“, so Anita Andres, „der Verein wird daher auch im Frühjahr 2023 wieder eine Kastrationsaktion starten, in der wir Kastrationen bezuschussen. Die genauen Daten werden rechtzeitig in den Medien bekanntgegeben.“

Eisiger Einsatz (von links Irmgard Thater-Deeb, Anita Andres, Sergej Perschin, Maron Schmitz). Foto: privat

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