Einblicke in ein Land, das kaum jemand kennt
Elvira Flamms Jahre in Surinam
Veranstaltung am Freitag, den 16. Februar
Sinzig. Anfang März wird rund um die Welt ein Gottesdienst gefeiert, den jeweils Frauen aus einem Land der Erde vorbereiten. Manchmal kennt man die Länder ganz gut – manchmal hat man noch nie von ihnen gehört, weiß auch gar nicht genau, wo sie liegen. So ist es mit dem Land, das in diesem Jahr Gastgeber ist: Surinam an der Nordküste Südamerikas. In den Niederlanden kennt jede und jeder Surinam, denn Surinam war bis in die 70er Jahre eine niederländische Kolonie.
In Surinam kommt viel zusammen: eine Hauptstadt an der Küste mit Hafen und Universität – und ein riesiges, zum Teil undurchdringliches tropisches Regelwaldgebiet im Inland. Vor allem aber kommen in Surinam viele Völker und Nationen, viele Sprachen und Kulturen zusammen. Im Land leben indigene Völker, Niederländer und die Nachfahren von Menschen aus Indien, China und Indonesien. In Surinam leben Christen, Juden, Hindus und Muslime miteinander – meist friedlich. Surinam ist damit so etwas wie ein globales Dorf. Die Fauna und Flora in Surinam sind überbordend. Das Bild Surinams, das von außen paradiesisch anmutet, bekommt, schaut man genauer hin, jedoch Risse. Für viele Menschen ist es schwer, in Surinam zu leben: So wird zum Beispiel an vielen Stellen im Grenzgebiet zu Brasilien illegal Gold abgebaut. Das bringt hohe Belastungen für Menschen und Umwelt mit sich. Die Camps ziehen Menschenhändler an, denen Mädchen und junge Frauen zum Opfer fallen. Der Menschenhandel blüht.
Im Evangelischen Gemeindehaus Sinzig ist am Freitag, den 16. Februar, Elvira Flamm zu Gast, die viele Jahre in Surinam gelebt hat. Sie wird vom Leben in Surinam berichten. Die Sinziger Konfirmandinnen und Konfirmanden werden dazu surinamische Fingerfood und Getränke anbieten. Der Abend beginnt um 19 Uhr. Ort: Dreifaltigkeitsweg 26. Der Eintritt ist frei, die Jugendlichen freuen sich über Spenden für die Projekte, die sie in Surinam unterstützen.
