Neues Taekwondo-Sportzentrum in Buschhoven
Endlich professionelle Trainingsbedingungen
Vereinsmitglieder stellten Halle in Eigenregie fertig - Offizielle Eröffnung am Samstag, 25. Juni
Swisttal-Buschhoven. Dimitrios Lautenschläger, Vorsitzender und Chefrainer (1. Dan) des Swisttaler Taekwondo-Clubs, blickt zufrieden auf die rund 20 Jugendlichen, die sich auf den Wettkampfflächen für ihre Trainingseinheiten aufwärmen. Man sieht ihm nicht an, welche Strapazen in den letzten Monaten hinter ihm liegen. Aus einer alten, verschmutzten Gewerbehalle hat er mithilfe vieler Freiwilliger, überwiegend waren es Eltern der hier trainierenden Jugendlichen, ein modernes Leistungszentrum errichtet: Es gibt drei Wettkampfflächen, dazu Umkleide- und Sanitäreinrichtungen. Die Rückwand der Halle ist komplett verspiegelt, so können die Sportler ihre Bewegungsabläufe selbst kontrollieren.
Die Vorrichtungen für das elektronische Wertungssystem sind auch schon vorhanden. „Wir können jetzt erst richtig professionell trainieren. In den Sporthallen waren wir auf begrenzte und teilweise ungünstige Zeiten angewiesen, und der Auf- und Abbau der Matten etwa kostete schon einen Teil der Trainingszeiten“, erläutert Lautenschläger. Beim Besuch der Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner kamen diese Eigeninitiative und der Einsatz der Vereinsmitglieder noch einmal zur Sprache. „Acht Monate lang haben wir hier fast jeden Abend gearbeitet, von der Reinigung der Halle, den Malerarbeiten, dem Verfugen der großen Glasbausteinflächen, dem Einbau der Türen sowie der Umkleide- und Sanitäreinrichtungen. Nur den großzügig gestalteten Eingangsbereich mit Sitz- und Besprechungsmöglichkeiten fertigte die Firma Leitzke-Ladenbau aus Morenhoven. Die gesamte Finanzierung erfolgte ohne öffentliche Mittel, auch dies nötigte der Bürgermeisterin großen Respekt ab.
„Sport steht heute viel mehr im Focus als früher, und das Angebot ist erheblich breiter geworden, es konzentriert sich nicht mehr alles auf den traditionellen Fußball. Dies ist auch der Eigeninitiative der Sportler selbst zu verdanken, Swisttal kann stolz sein auf dieses neue Sportzentrum.“
Schule und Leistungssport im Einklang
„Der Grundgedanke unseres Vereins war und ist es, Kinder und Jugendliche über den Breitensport an den Leistungssport heranzuführen. Ziel soll es sein, die Sportler langfristig auf nationaler und internationaler Ebene und damit im Landes- und Bundeskader zu etablieren“, so der Cheftrainer. Wie sehr dies gelungen ist, zeigen die Erfolge der Swisttaler Taekwondosportler: Jugendweltmeisterin Yanna Schneider hat gerade erst bei den Austria Open in Innsbruck in ihrer Klasse die Goldmedaille gewonnen, insgesamt waren dort neun Swisttaler Sportlerinnen und Sportler am Start. Lucia Behr und Celina Proffen unterlagen erst in ihren Finalkämpfen und gewannen daher Silber, Raney Drebes erkämpfte sich ebenso wie Sebastian Oberski eine Bronzemedaille. Damit aber auch die Schulausbildung nicht zu kurz kommt, helfen drei Lehrer bei der Hausaufgabenbetreuung.
Bambinikurse, Fitness und Behindertensport
Künftig soll das Angebot im Taekwondoclub ausgebaut werden. „Wir möchten auch für die vier- bis sechsjährigen Kinder Kurse einrichten, ebenso wollen wir im Behindertensport aktiv werden“ erläutert Dimitrios Lautenschläger die nächsten Schritte des Vereins, „die Olympiasportart Taekwondo ist jetzt auch bei den Paralympics dabei. Dazu sollen auch Fitnesskurse kommen, schließlich wollen nicht alle Menschen Leistungssportler werden, aber sie möchten sich fit halten oder wieder fit werden. Hier ist dies demnächst möglich.“ Offizielle Eröffnung: Am Samstag, 25. Juni, ist das Taekwondozentrum, Swisttal-Buschhoven, Am Fienacker 5, ab 19 Uhr geöffnet.
RFW
