Allgemeine Berichte | 03.11.2017, 13:04 Uhr

Erster Ermittlungserfolg nach Diebstahl von medizinischen Geräten in Rheinland-Pfalz

Endoskope im Wert von fast einer Million Euro gestohlen

Haftbefehl gegen 42 und 30 Jahre alte Kolumbianer erlassen

Endoskope im Wert von fast einer Million Euro gestohlen
132

Mainz. Im Zusammenhang mit der andauernden bundesweiten Diebstahl-Serie von Endoskopiegeräten hat die rheinland-pfälzische Polizei am 1. November in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Trier zwei Männer im Alter von 30 und 42 Jahren in Ludwigshafen festgenommen. Sie wurden am 2. November dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier vorgeführt, der Haftbefehl gegen beide erließ.

Seit Ende Juli 2017 entwendeten unbekannte Täter aus sechs Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz endoskopische Geräte. In einem weiteren Fall scheiterten die Unbekannten. Aufgrund der Häufung der Vorfälle warnte das Landeskriminalamt bereits im August Krankenhäuser, Kliniken und Arztpraxen in einem Informationsbrief vor diesem neuen Kriminalitätsphänomen und gab Verhaltenstipps. Zeitgleich übertrug das Landeskriminalamt dem Fachbereich für Bandenkriminalität (AG Bandenkriminalität) der Kriminalpolizei Trier die zentrale Ermittlungsführung für dieses Phänomen in Rheinland-Pfalz. Korrespondierend dazu hat die Staatsanwaltschaft Trier die Leitung der entsprechenden Ermittlungsverfahren übernommen. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass die Täter die medizinischen Geräte im Ausland weiterverkaufen.

Kripo nimmt Tatverdächtige fest

Umfangreiche Ermittlungen der Trierer AG Bandenkriminalität und der Staatsanwaltschaft Trier zusammen mit dem Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz, Spezialeinheiten der Polizei und dem Gemeinsamen Zentrum Luxemburg führten am Mittwoch, 1. November, zur Festnahme der 42 und 30 Jahre alten Kolumbianer. Sie hatten zuvor versucht, Endoskope aus einem Krankenhaus in Ludwigshafen zu entwenden und waren an der Sicherung gescheitert. Nach bisherigen Erkenntnissen stehen die beiden Männer darüber hinaus im Verdacht, am 22. Oktober in Lampertheim (Hessen), am 1. Oktober in Hermeskeil und am 3. September in Lebach (Saarland) Endoskope im Gesamtwert von 940.000 Euro entwendet zu haben. Sie sind außerdem verdächtig, am 29. Oktober in einem Krankenhaus in Speyer einen weiteren Diebstahl entsprechender Geräte erfolglos versucht zu haben.

Ob die Täter für weitere Taten verantwortlich sind, wird im Rahmen

der weiteren Ermittlungen zu klären sein. Im Jahr 2017 kam es bundesweit bisher bereits zu 42 Taten mit einer Schadenssumme von über zehn Millionen Euro. In Rheinland-Pfalz sind bisher insgesamt zehn Fälle (inklusive drei Versuche) registriert worden. Am Donnerstag, 2. November, wurden die Tatverdächtigen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl gegen die 42 und 30 Jahre alten mutmaßlichen Diebe erließ.

Pressemitteilung Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Image Anzeige
Daueranzeige 2026
Image
Jahreskampagne 6. Anzeige - Herbstvergnügen
Heimat aktiv
Empfohlene Artikel
Chancenpatin Caroline Albert-Woll begleitet seit 2024 eine Familie aus Syrien auf ihrem Weg in ein neues Leben in Deutschland. Aus ehrenamtlicher Unterstützung ist mittlerweile Freundschaft geworden - eine herzliche Begrüßung mit Umarmung inklusive.
27

In der Verbandsgemeinde Montabaur gibt es das Projekt der Chancenpatenschaften, das darauf abzielt, geflüchtete Familien in ihrem neuen Leben in Deutschland zu unterstützen. Diese Patenschaften bieten den Familien Hilfe bei Alltagsfragen und tragen entscheidend zur Integration bei. Das Projekt richtet sich an Geflüchtete in der Region, steht aber grundsätzlich allen offen, die Orientierung und Unterstützung im Alltag suchen.

Weiterlesen

Gruppenfoto im Wald
31

Der Kreiswaldbauverein/Forstbetriebsgemeinschaft (KWBV) hatte zu einem umfangreichen Waldbildungstag in die Engelsburg nach Hausen und anschließend zu einer Pflanzaktion auf den Malberg eingeladen. Nach der obligatorischen Begrüßung und Einführung in das Thema durch den Vorsitzenden Uwe Werner übergab dieser das Wort an Justus Schmidt, den bisherigen Betreuer für den Privatwald, der künftig für das Forstamt Kastellaun tätig sein wird.

Weiterlesen

Beim Waldbegang mit Revierförster Steffen Koch (Mitte) und Stadtbürgermeisterin Melanie Leicher (hat hier fotografiert) informierten sich die Mitglieder der städtischen Gremien über die aktuelle Situation im Stadtwald, insbesondere nach dem Tornado im August.
42

Die Auswirkungen des Tornados auf den Stadtwald und die Entwicklung der geschädigten Flächen standen im Mittelpunkt eines Waldbegangs, an dem Mitglieder des Umweltausschusses, der AG Wald und des Montabaurer Stadtrates teilnahmen. Gemeinsam mit Revierförster Steffen Koch und Stadtbürgermeisterin Melanie Leicher verschafften sich die Teilnehmer ein Bild von den durch den Tornado im August verursachten Schäden.

Weiterlesen

Weitere Artikel