Allgemeine Berichte | 04.02.2020

Streuobstwiesenverein Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. packt an

Engagierter Umweltschutz an der Ahr

Acht Baumpaten konnten nun ihren Schützling pflanzen

Bernd Walther schaufelte die Löcher, in die die Paten ihre Bäume setzten, und trotzte jedem Regenguss.Fotos: LFR

Bachem. Auch in Bachem sind immer mehr Veränderungen im Zusammenhang mit der 5. Landesgartenschau 2022 zu sehen. Dabei geht es aber nicht um Baumfällungen. Im Gegenteil: Der Streuobstwiesenverein Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V., der in Bachem gegründet wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Fläche zwischen Jugendgästehaus, Kindergarten Rappelkiste und Ahr zu bepflanzen. Das Grundstück, das im Besitz der Stadt ist, wird vom Verein gepachtet und versorgt. Im Konkreten bedeutete dies im Winter 2018/19 erstmal die Rodung der Fläche, um dann im November 2019 mit den ersten Pflanzungen beginnen zu können. Seitdem zieren sechs verschiedene Apfelbaumsorten, weitere Obstsorten wie die Maulbeere und Wildgehölze das Gelände.

Dabei erhielten die ehrenamtlich arbeitenden Vereinsmitglieder nicht nur finanzielle Hilfe durch den Kreis Ahrweiler und Unterstützung durch den städtischen Bauhof, sondern auch durch die Kinder des Kindergartens Rappelkiste. Jedes der 92 Kinder durfte einen Schlehdorn Busch (Wildgehölze) pflanzen, was den noch jungen Naturliebhabern große Freude bereitete. Insgesamt 150 Schlehen wachsen nun im unteren Bereich der Fläche weiter. Dass sie den Kontakt der Kinder zur weiteren Bepflanzung des Geländes nicht verlieren, ist den Mitgliedern ein großes Anliegen. Man hofft zwar, dass die Bäume bis zur LaGa eine ansehnliche Größe haben werden, allerdings denken die Ehrenamtlichen schon weiter voraus. Immerhin investierten diese 2019 bereits 222 Stunden Arbeit in das Projekt.

Baumpatenschaft kommt an

Und das Engagement der Mitglieder kennt kein Ende. Nun wurde die Aktion „Baumpatenschaft“ ins Leben gerufen. Die Idee des ersten Vorsitzenden, Bernd Walther, sorgte dafür, dass acht weitere Bäume gepflanzt werden konnten. Trotz Wind und Wetter ließen es sich die Baumpaten nicht nehmen, bei der ersten Pflanzaktion „ihrer“ Bäume dabei zu sein. Paten wurden neben dem Theaterverein Lätitia Bachem e.V. auch die Nachbarschaft Konsgasse, Uwe Hölger, Regina und Karl-Heinz Roth, Emily Bauer und Laura-Marie Bauer. Ulrike Bäumler widmete einen Baum gar ihren Enkeln. „Gute Luise“, „Rote Williams Christ“, „Pastorenbirne“ und „Nordhäuser Winterforelle“- diese Obstbaumsorten wurden mit drei weiteren auf der Wiese in den Boden gesetzt. Und dabei konnte jeder, der wollte, anpacken. Neben den Paten und Mitgliedern des Vereins blieb auch Ortsvorsteher Uli Stieber dem Geschehen nicht fern und freute sich über den regen Zuspruch der Aktion. Er machte klar, dass man stolz sei und sich darüber freue, zwischen Neuenahr und Ahrweiler einen solchen Beitrag zur Landesgartenschau beitragen zu können. Martin Jung, Landschaftsarchitekt bei der Stadtverwaltung Bad Neuenahr- Ahrweiler, der ebenfalls im Vorstand des Streuobstwiesenvereins ist, beobachtete die Pflanzaktion mit Zuversicht.

Sollten die Bäume nicht wie erwartet wachsen und absterben - trotz hohem Maß an Schädlingsresistenz- ist das kein Grund zur Trauer. Ganz im Sinne des ganzheitlichen Umweltschutzes sollen die Bäume dann als Nistmöglichkeiten für Vögel stehen bleiben oder als Wildbienenhotel dienen. Da es sich immerhin um eine Streuobstwiese handelt, obliegt es dem Streuobstwiesenverein auch, die Ernte der Bäume weiter zu verwerten. Nach dem Roden, Pflanzen und Pflegen der Bäume wird dies den Mitgliedern wohl ein großes Vergnügen sein.

Doch bis dahin wird es sicherlich auch noch einige Pflanzaktionen geben, an denen sich neue Paten beteiligen können - ob zur Verschönerung des Geländes für die Landesgartenschau oder für zukünftige Obstmarmeladen und Obstbrände oder einfach nur für die Umwelt. Mit der Umwandlung eines ungenutzten Stückes Land in eine vielfach nutzbare Streuobstwiese haben die Ehrenamtler großes Engagement und Liebe zur Natur bewiesen, was vor allem denen als Vorbild dienen kann, die jeden Morgen aus den Fenstern des Kindergartens Rappelkiste schauen - den Umweltschützern von Übermorgen.

„Alle packen an“- eine wichtige Botschaft, die der Verein schon den Kleinsten vermitteln kann.

„Alle packen an“- eine wichtige Botschaft, die der Verein schon den Kleinsten vermitteln kann.

Bernd Walther schaufelte die Löcher, in die die Paten ihre Bäume setzten, und trotzte jedem Regenguss.Fotos: LFR

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
  • Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
  • Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
Imageanzeige
Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus "Baustellen / Wertstoffhöfe"
Rund ums Haus Daueranzeige
Heizölanzeige
Schulhausmeister
Handwerkerhaus
Anzeige 35-jähriges Jubiläum
Kirmes in Löhndorf
Empfohlene Artikel
Die aktuelle und die kommende Brunnenkönigin.
125

Bad Breisig. Während noch einige Gäste der Römerthermen ein Kaltgetränk genossen, fanden sich nach und nach Repräsentanten und bekannte Gesichter der Stadt Bad Breisig im Römer-Bistro ein, eine aufmerksame Spannung machte sich breit. Bürgermeister Marcel Caspers begrüßte die Anwesenden, darunter Vertreter der Kommunalpolitik, Sponsoren des Brunnenfestes, Mitglieder der Karnevalsgesellschaft und weitere...

Weiterlesen

Bereits jetzt freut sich Landrat Marko Boos, den MYK-Pokal zum ersten Mal an eine Gemeinde oder Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz überreichen zu können. Wie der neue Preis genau aussieht, bleibt bis zur Verleihung allerdings noch ein gut gehütetes Geheimnis. Foto: Foto: Kreisverwaltung MYK/teilweise KI-generiert
31

Kreis MYK. Der Landkreis Mayen-Koblenz setzt ein starkes Zeichen für bürgerschaftliches Engagement: Erstmals wird im Jahr 2026 der MYK-Pokal verliehen. Mit dieser neuen Auszeichnung sollen Ortsgemeinden und Städte gewürdigt werden, die sich in besonderem Maße für das Gemeinwohl einsetzen und mit ihren Projekten eine nachhaltige Wirkung über die eigene Kommune hinaus entfalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Helfermannschaft mit dem neuen Spielhaus auf dem Hof der KiTa Immendorf. Foto: SCH
9

Verein Abenteuer Helfen e.V. erledigte einige Renovierungsarbeiten im Kindergarten St. Christophorus Immendorf und baute für die Kinder eine neue Spielhütte auf

Freizeit ist Helferzeit

Koblenz-Immendorf. Der Verein Abenteuer Helfen e.V. hat sich zur Aufgabe gestellt, mit kleinen und großen Aktionen zum Beispiel Kindertagesstätten, Jugendzentren, Tierheimen und Gnadenbrothöfen praktische Hilfe zu leisten. Hierbei ist das Ziel, organisatorische und handwerkliche Probleme für soziale Einrichtungen zu lösen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
32

Nach mehreren Fällen von getöteten, verletzten oder verschwundenen Tieren liefert DNA-Untersuchung Klarheit

Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied: Mehrere Wolfsangriffe bestätigt

Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied. Am Mittwoch, dem 18.03.26 wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 3 toten, 2 verletzten und 1 verschwundenen Schafen aus dem Gemeindegebiet Mammelzen, Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld (Kreis Altenkirchen) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation - nachgewiesen.

Weiterlesen

Das Feuer in einer Kleingartenanlage konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht werden. Foto: Freiwillige Feuerwehr Königswinter
17

Rauchsäule wies den Feuerwehrleuten den Weg zum Einsatzort

17.04.: Feuer in Kleingartenanlage: Hütte stand in Vollbrand

Königswinter. Eine Rauchsäule wies den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter am Freitagabend den Weg zu einer brennenden Gartenhütte in Oberdollendorf. Das Feuer in einer Kleingartenanlage am Reihbäumer Weg konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht und eine Ausdehnung auf Vegetation und andere Hütten in der Umgebung verhindert werden.

Weiterlesen

neue Heizung?
Werksverkauf Anhausen
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Rund ums Haus
Kirmes Polch
Dachdecker (m/w/d)
Anzeige Uhren Vintage
Praxis an neuem Standort
Kirmes in Löhndorf
Kirmes Löhndorf
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Titelanzeige
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen Heimersheim
Kooperationsgeschäft