Tag der Offenen Tür der Alice-Salomon-Schule
„Entdecke dich selbst“ – Eine Schule, zwei Standorte und viele Möglichkeiten“
Linz. Unter dem Motto „Entdecke dich selbst“ – Eine Schule, zwei Standorte und viele Möglichkeiten“ fand kürzlich an der Alice Salomon Schule der erste analoge Tag der offenen Tür nach der Corona-Pandemie statt. Dieser Tag bot die Möglichkeit, dass sich interessierte Eltern, Mitbürger*innen sowie potenzielle neue Schüler*innen der angrenzenden Schulen umfassend über das Bildungsangebot informieren konnten.
Hierzu präsentierten die Schüler*innen in den Klassenräumen des gesamten Schulgebäudes Handlungsprodukte aus ihren Bildungsgängen und informierten die Interessierten ganz konkret über die Unterrichtsinhalte. Die Schüler*innen standen neben den Lehrkräften für Rückfragen zur Verfügung, sodass ein multiperspektivischer und authentischer Einblick in die Schulformen sowie die Lehr- und Lernangebote ermöglicht wurde. Vertiefende Einblicke konnten die Besucher*innen im Rahmen der angebotenen Schnupperunterrichte in allen Bildungsgängen oder durch die Bildungsgangpräsentationen in einem separaten Raum erlangen.
Der Tag ist in der Öffentlichkeit auf große Resonanz gestoßen. So freute es die Schulleiterin, Frau Schulte-Schwering, besonders, die Ehrengäste begrüßen zu können. Der Schulträger, vertreten durch Herrn Landrat Achim Hallerbach, Herrn Michael Mahlert, Frau Mechthild Laupichler und Frau Andrea Oosterdyck, Michael Devesa von der ADD Koblenz, die Stadt und Verbandsgemeinde Linz, vertreten durch Helmuth Muthers und Herrn Frank Becker, sowie die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth waren beeindruckt und begeistert von dem, was sie erleben konnten.
Das Berufsvorbereitungsjahr stellte diverse Werkstücke aus der Metall- sowie Holzwerkstatt sowie textile Produkte aus dem Unterricht vor und verkaufte diese zum Teil. Besonders beliebt waren hier die Lavendelsäckchen mit Lavendel aus dem Schulgarten. Zudem wurde eindrucksvoll gezeigt, wie 14 verschiedene Nationen zusammen Deutsch lernen. Zugleich erhielten die Gäste hier unter dem Slogan „Einmal um die Welt“ Einblicke, wie Schule in den Herkunftsländern unserer Schüler*innen ist.
Die Berufsfachschulen setzen sich verstärkt für das körperliche Wohlergehen in der Gesellschaft ein und informierten über verschiedene Möglichkeiten der Stressreduktion. Die Schüler*innen zeigen, dass jeder ein Retter sein kann – egal ob im neu gegründeten Sanitätsdienst der Schule, der am Tag der offenen Tür vorgestellt wurde, oder durch eine DKMS Typisierungsaktion.
Die Sozialpädagogischen Berufszweige boten zahlreiche Mitmachaktionen an. So zeigten die Sozialassistent*innen Einblicke in das Spielmaterial der Montessoripädagogik und luden die Gäste ein, Mathematik und Informatik mit den Augen von Kindern zu erleben. Zudem zeigten sie, wie wichtig IT-Kompetenzen in ihrem späteren Berufsalltag sind. Darüber hinaus luden die Schüler*innen die Gäste zum philosophischen Diskurs unter dem Motto „Wer bin ich und was macht mich aus?“ ein und boten weiterführend an, eigene Spiegel zu gestalten, denn „in jedem Spiegel blickst du der Welt ins Antlitz“. An dieser Stelle schließt sich der Kreis im Austausch mit den Schüler*innen über Projekte aus dem Unterrichtsfach „Verantwortung“, mittels welcher sie Verantwortung für ein gesellschaftliches Problem übernehmen werden und auch bereits übernommen haben.
Bei den Erzieher*innen konnten die Gäste durch verschiedene Mitmachangebote die Selbsterfahrung machen, dass „das Spiel die Arbeit des Kindes“ ist. Zudem wurde ein Kreativworkshop angeboten. Hier entstanden mittels des Siebdruckverfahrens individualisierte Statement-Jutebeutel. Zusätzlich konnten sich die Gäste über verschiedene Unterhaltungs- und Mitmachangebote, wie Musik- und Gesangseinlagen sowie Einblicke in das Kunsttherapeutische Arbeiten freuen. Auch eine Premiere wurde am Tag der offenen Tür zelebriert: der Film zum Demokratie-Projekttag vom 9. November 2022 wurde zum ersten Mal abgespielt und bildet das vielfältige Engagement der Schüler*innen ab.
Vor allem für die Schüler*innen war der Stand des Erasmus Plus Teams eine begehrte Anlaufstelle. Hier wurde durch Kolleg*innen erläutert, wie mithilfe von Erasmus PLUS, einem Programm der Europäischen Union, ein Praktikum im Ausland realisiert werden kann. Im Kulturkeller konnten sich die Gäste in diesem Jahr erstmals über einen Markt der Möglichkeiten freuen, an dem sich neben der Fachhochschule Koblenz auch potentielle Arbeitgeber aus der Pflege und Heilerziehungspflege den Schüler*innen vorstellten.
Mit einer großen Auswahl an Kuchen, belegten Brötchen und warmen Speisen wie Suppen und Chilli con Carne sowie Getränken war für das leibliche Wohl der Gäste im „Café Alice“ gesorgt. Hier versammelten sich die Gäste, der Ehemaligen-Stammtisch sowie die Schulgemeinschaft, saßen gemütlich beisammen und unterhielten sich über die vielfältigen Eindrücke, die sie sammeln konnten, sowie über das tolle gastronomische Angebot, sodass sich hier auch die Möglichkeit ergab, über Karrierewege in der Hauswirtschaft ins Gespräch zu kommen.
Die Fachschule für Altenpflege/-hilfe simulierte mit den Gästen an ihrem Infostand „Instant Aging“ den Prozess des Alterns. Unter dem Motto „Für zehn Minuten 80 sein“ wurden die Gäste damit konfrontiert, wie es sich anfühlt zu altern und wie sehr das Alter bei der Bewältigung des Alltags einschränkt. Darüber hinaus wurden verschiedene Aktivierungsmöglichkeiten sowie die Biographiearbeit in der Pflege vorgestellt.
Ein besonderes Highlight am Tag der offenen Tür war die Vorführung der digitalen Pflegepuppe „Anne“, die vom neuen stellverstretenden Schulleiter, Herrn Waldecker, unter Hilfestellung und tatkräftiger Unterstützung der Ehrengäste, untersucht und verarztet wurde. Herr Mahlert schloss die Untersuchung mit den aufmunternden Worten „Das wird schon wieder, liebe Anne!“ ab.
Letztlich konnten die Besucher die pädagogische Arbeit der Schule anhand von verschiedenen interaktiven Angeboten besser kennenlernen. Für die Gäste wurde erfahrbar, dass das aktive Mitmachen und Mitgestalten nicht nur am Tag der offenen Tür gelebt wurde, sondern auch im täglichen Miteinander Ausdruck unserer Schulkultur ist.
Die Schule konnte auch zahlreiche Ehrengäste zu ihrem Tag der Offenen Tür begrüßen. Foto: Jutta Doering doering@airpost.ne
