Katholisches Familienzentrum Unkel - „Tonwerkstatt - Erfahrungen mit Ton“
Erfahrungen mit einem besonderen Bastelmaterial
Katholische Familienzentrum hatte zu zwei Treffen für Eltern mit ihren Kindern eingeladen
Unkel. „Den Ton hier müssen wir jetzt erst mal klopfen, dann schlagen und dann kannst du etwas daraus formen oder ausstechen“. Geduldig erklärte Heidi Schierz den Kindern bei der Tonwerkstatt, wie der Ton bearbeitet werden muss, damit das fertige Kunstwerk dann auch beim Brennen nicht kaputt geht. Die Kinder, die zwischen fünf und neun Jahren alt waren, hatten ihre Freude daran, nach der fachgerechten Vorbereitung des braunen Tons daraus Tannenbaumanhänger, Schalen und Figuren zu formen, während die Eltern sich daran machten, die beim ersten Treffen aus weißem Ton geformten Schalen und Figuren zu glasieren. „Seht ihr, dieser Ton wird nach dem Brennen ganz rot“ zeigte Heidi Schierz einen bereits gebrannten Tannenbaumanhänger aus rotem Ton, „und weil wir uns heute das letzte Mal treffen, arbeiten wir heute auch nur mit diesem Ton, denn wir haben ja keine Zeit mehr, noch Farbe darauf zu machen und dann wieder zu brennen.“
Einladung zu zwei Treffen
Das Katholische Familienzentrum hatte zu zwei Treffen eingeladen, bei denen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern Erfahrungen mit Ton sammeln konnten. „Eltern verbringen heute oft wenig Zeit mit ihren Kindern – und wenn sie einmal Zeit haben, fehlen ihnen oft die Ideen, was man miteinander tun kann“, sagt Gemeindereferentin Rita Cosler, die das Angebot organisiert hatte. Beim Arbeiten mit Ton müsse man nicht perfekt arbeiten. Die Kreativität der Kinder werde durch die Geschicklichkeit der Eltern (oder umgedreht) wunderbar ergänzt, fügte Heidi Schierz, die im Übrigen auch in der Kita St. Pantaleon arbeitet, hinzu. Eltern und Kinder erleben sich in dieser Zeit als gutes und kreatives Team.
War beim ersten Treffen noch viel Unterstützung nötig, weil Kinder und Eltern viele Unklarheiten und Fragen hatten, so war an diesem Samstag die Atmosphäre einerseits sehr entspannt, andererseits aber auch hoch konzentriert. Die Kinder schlugen, formten, rollten, modellierten und experimentierten, während ihre Eltern mit Bewunderung feststellten, was für Künstler in ihren Kindern verborgen sind. So entstanden nicht nur Anhänger für den Weihnachtsbaum, auch der Stall von Betlehem, das Jesuskind, Maria und Josef wurden geschickt geformt und zum Brennen bereit gestellt. Ob der kleine Zwerg der jüngsten Teilnehmerin Weihnachten wohl auch an der Krippe steht oder vielleicht doch eher – kunstvoll in Geschenkpapier gewickelt – bei Oma und Opa auf dem Gabentisch landet?
Die Kreativität der Kinder wird durch die Geschicklichkeit der Eltern (oder umgedreht) wunderbar ergänzt.
