Initiative VerA: Fachleute im Ruhestand helfen Auszubildenden
Erfahrungsaustausch in Koblenz
Koblenz / Bonn. Die Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen stand im Mittelpunkt eines Erfahrungsaustauschs in der Industrie- und Handelskammer Koblenz. Zu dem Treffen kamen rund 40 der in der Region Koblenz aktiven VerA-Coaches zusammen. Zu Gast waren zudem mehrere Vertreterinnen und Vertreter der IHK sowie der Berufsschule JWS Koblenz. VerA ist ein bundesweites Mentorenprogramm des Senior Experten Service (SES) für junge Menschen in der Berufsausbildung und -vorbereitung. In der Region Koblenz engagieren sich rund 80 ehrenamtliche Fachleute im Ruhestand für die Initiative.
Weitere Unterstützung wird dringend gesucht. „Wir können uns vor Anfragen kaum retten“, sagt VerA-Koordinatorin Stefanie Köpping. „Die Nachfrage ist so hoch, dass wir händeringend neue Ausbildungsbegleiterinnen und -begleiter suchen.“
Wer sich für diese Aufgabe interessiert, sollte Berufs- und Lebenserfahrung mitbringen und im Ruhestand sein. Eine weitere Voraussetzung ist die Registrierung als Senior Expertin oder Experte beim SES und die Teilnahme an einer zweitägigen Schulung. Beides ist selbstverständlich kostenlos. Treffen wie das in Koblenz finden mehrmals im Jahr in allen Regionen Deutschlands statt. Diskutiert werden Themen wie der richtige Umgang mit Lernschwierigkeiten, Konflikten in Berufsschule, Ausbildungsbetrieb oder im privaten Umfeld der Auszubildenden. Im Rahmen der Veranstaltung hörten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch einen Vortrag von Ines Rudolph-Rödle von der Berufsschule JWS Koblenz, die die Gäste über Möglichkeiten der Unterstützung von Auszubildenden im Bereich Altenpflege(hilfe) informierte.
Die Initiative VerA ist ein überaus erfolgreiches Angebot für Auszubildende, die sich Unterstützung durch einen persönlichen Coach wünschen. Es ist für Auszubildende und Betriebe kostenfrei. Seit Ende 2008 haben bundesweit weit mehr als 10.000 junge Menschen eine Ausbildungsbegleitung in Anspruch genommen – über 80 Prozent von ihnen mit Erfolg.
Pressemitteilung der
Initiative VerA
