Allgemeine Berichte | 16.03.2026, 16:58 Uhr

Prävention auf der Autobahn: Erhöhtes Entdeckungsrisiko durch mobile Kontrollen

Erfolgreiche Fahndungstage: Sicherheitskräfte gegen internationale Kriminalität

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Koblenz. Am 10. und 11. März 2026 fanden auf den Bundesautobahnen im Bereich der Verkehrsdirektion Koblenz die "Mobilen Kontrolltage" statt. Diese Aktion, die bereits zum achten Mal mit internationaler Beteiligung durchgeführt wurde, diente der kriminalistischen Erkenntnisgewinnung, der Erhöhung der Verkehrssicherheit und dem Erfahrungsaustausch der beteiligten Polizeikräfte. Die Bundesautobahnen 3, 61 und 48 im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz stellen bedeutende Transitrouten für den Güter- und Personenverkehr dar. Leider werden sie auch für internationalen Menschenhandel und den Transfer gestohlener Fahrzeuge genutzt. Regelmäßig kommt es entlang dieser Routen zu großen Ladungsdiebstählen und Dieseldiebstählen aus parkenden Lastkraftwagen. Das Autobahnnetz spielt zudem eine wichtige Rolle bei den weiterhin vorkommenden Geldautomatensprengungen in Rheinland-Pfalz und den umliegenden Bundesländern. Schnell agierende, international tätige Tätergruppen nutzen diese Wege für Ein- und Ausreisen. Während der täglichen Kontrollen auf den Autobahnen werden den Polizeikräften oft gefälschte Dokumente wie Führerscheine, Ausweise und Aufenthaltstitel vorgelegt. Auch darauf wurde während der Kontrolltage besonderes Augenmerk gelegt.

Zusätzlich zur stationären Kontrollstelle auf der Tank- und Rastanlage Heiligenroth an der BAB 3 fanden von 10 bis 18 Uhr umfangreiche mobile Kontrollen durch zivile Kräfte von Polizei und Zoll auf allen Autobahnen im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz statt.

Sowohl Fahrzeug- als auch Personenkontrollen wurden umfassend durchgeführt. An beiden Tagen führten die Einsatzkräfte 47 Strafanzeigen durch. Diese betrafen unter anderem 16 Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, fünf Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und drei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Ebenso wurden drei Fälle von Kennzeichenmissbrauch und fünf wegen Urkundenfälschung entdeckt. In fünf Fällen verstießen die Kontrollierten gegen das Aufenthaltsgesetz. Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz, Geldwäschegesetz sowie das Tabak- und Alkoholsteuergesetz wurden ebenfalls angezeigt.

Darüber hinaus wurden 16 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, die vorwiegend den gewerblichen Personen- und Güterverkehr betrafen. Diese Verstöße standen im Zusammenhang mit Lenk- und Ruhezeiten, Überladung der Fahrzeuge oder einem unzureichenden technischen Zustand. Die meisten betroffenen Fahrzeugführer konnten nach Behebung der Mängel ihre Fahrt fortsetzen.

Insgesamt wurden 38 Sicherstellungen durchgeführt, darunter Fahrzeuge, Fahrzeugschlüssel, gefälschte Dokumente, Kennzeichen und Betäubungsmittel. Zudem erfolgten drei freiheitsentziehende Maßnahmen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Aufenthaltsgesetz. Zur Sicherstellung der Verfahren wurden sieben Sicherheitsleistungen erhoben.

Der Einsatzleiter zog eine positive Bilanz und hob die erfolgreiche länderübergreifende Zusammenarbeit als wichtigen Beitrag zur Bekämpfung überregionaler und internationaler Kriminalität hervor. Die Fahndungstage stärkten auch den präventiven Ansatz, indem sie das Entdeckungsrisiko sowohl im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung als auch im Sinne der Verkehrssicherheit erhöhten.

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