Allgemeine Berichte | 16.03.2026, 16:16 Uhr

Bürgermeister Andreas Geron fordert weniger Reglungen für Vereine

Weniger Bürokratie für Sinziger Vereine

 Weniger Bürokratie für Sinziger Vereine
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Sinzig. „Zusammen macht‘s mehr – Sinzig“, unter diesem Motto trafen sich 50 Vertreter von Vereinen aus allen Sinziger Stadtteilen im Rathaus und erlebten eine Begrüßung der anderen Art. Bürgermeister Andreas Geron zerriss demonstrativ seine vorgefertigte Begrüßungsrede und präsentierte stattdessen das 1150 Setiten starke „Handbuch des Vereinsrechts“: „Mit diesem ganzen Kram müssen sie sich rumschlagen.“ Ohne Vereine laufe in der Stadt nichts, aber für viele seien die ganzen Regelungen des Handbuches nicht zu leisten. Geron forderte „schlankere Regelungen“, denn allzu oft seien die unzähligen Vorschriften „ein Hemmschuh für Kreativität in den Vereinen“. Beifall.

Wie Vereinen geholfen werden kann, machten daher unter Moderation von Michael Lambert vom Sinziger Bürgerforum Referenten der Veranstaltung mit dem Themenschwerpunkt Vereinsförderung klar. Gäste waren Alexander Kochs und Christian Schmitt von „Die Vereinsagenten“ aus Remagen, Larissa Zeidler von der Abteilung , Förderung des ehrenamtlichen Vereinswesens der Kreisverwaltung Ahrweiler, Christine Brüning vom Citymanagement Sinzig und Oliver Göbel von der Stadt Sinzig, als Ansprechpartner zum Thema LEADER-Förderprogramme.

Tipps zu Förderungen

„Die Vereinsagenten“ sind laut Schmitt „ein Verein für Vereine zwischen Oberwinter und Sinzig“. Ihr Ziel ist es, die Zusammenarbeit innerhalb der Vereinslandschaft zu stärken, den Austausch untereinander zu fördern und gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen, die ein einzelner Verein allein kaum umsetzen könnte. „Auf diese Weise leisten die Vereinsagenten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des kulturellen, sportlichen und sozialen Lebens.“ Im Mittelpunkt stehe dabei die Idee, Ressourcen zu bündeln und Synergien zu nutzen. Darüber hinaus verstehen sich die „Vereinsagenten“, so der Referent, „als Plattform, über die Informationen zu Fördermöglichkeiten von Stiftungen, Veranstaltungen und Bedarfen schnell und unkompliziert ausgetauscht werden können“.

Larissa Zeidler ging aus die Vereinsförderung des Kreises Ahrweiler ein. Die Vereinsförderung des Kreises hat demnach vier Säulen. Die Förderung ehrenamtlicher Seniorenarbeit, die Förderung des ehrenamtlichen Vereinswesens, die Förderung struktureller dörflicher Projekte und die Förderung von Kulturprojekten. Für all dies gebe es, so Zeidler, niederschwellige Förderanträge: „Ob finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung neuer Gerätschaften, Um- oder Neubau von Vereinsheimen oder ein dringend benötigter Zuschuss für Fortbildungen – unsere Vereinsförderung unterstützt insbesondere Vereine, bürgerschaftliche Initiativen und Gruppierungen.“ Zudem gebe es die Ehrenamtsschule des Kreises mit Seminaren für Vorstände, zum Thema Finanzen oder Öffentlichkeitsarbeit.

Das Citymanagement Sinzig hat, so Referentin Christine Brüning einen Verfügungsfonds mit „Geld für gute Ideen in der Sinziger Innenstadt“. Bürgerschaftliches Engagement für öffentlich zugängliche Projekte ohne Gewinnzweck könnten mit bis zu 10000 Euro gefördert werden. Aus Mitteln der Städtebauförderung stehen dafür, so Brüning, bis 2028 insgesamt 240000 Euro zur Verfügung.

Und aus dem EU-Förderprogramm LEADER zur Entwicklung des ländlichen Raums gibt es ebenfalls Fördermöglichkeiten für Projekte vom sozialen Miteinander bis zum Klimaschutz. Oliver Göbel nannte bei ehrenamtlichen Bürgerprojekten eine 100-prozentige Förderung bis 2000 Euro, machte aber auch auf Vorfinanzierung und „bürokratischen Aufwand“ aufmerksam. Aber, so Göbel: „Die Vereine trauen sich immer mehr ran.“

GS

Die Veranstaltung zur Vereinsförderung im Sinziger Rathaus stieß auf großes Interesse. Foto: GS

Die Veranstaltung zur Vereinsförderung im Sinziger Rathaus stieß auf großes Interesse. Foto: GS

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