Bürgergesellschaft Hemmessen feierte nach dreijähriger Unterbrechung wieder Kirmes
Erfolgreiches Comeback einer langen Tradition
Bad Neuenahr/Hemmessen. Wie so viele Traditionsveranstaltungen, musste auch die althergebrachte Hemmessener Kirmes der Bürgergesellschaft Hemmessen aus bekannten Gründen eine lange Zwangspause einlegen. Jetzt, nach drei Jahren, konnte rund um den Hemmessener Dom endlich wieder zu Ehren der Schutzpatrone St. Sebastianus und St. Antonius gefeiert werden, wenn auch in etwas veränderter Form im Vergleich zu früher. Anstatt wie sonst an zwei Tagen, gab es in diesem Jahr „nur“ den Kirmes-Sonntag, der mit einem Gottesdienst samt Totengedenken in der Kirche St. Willibrord seinen Auftakt nahm. Wegen der immer noch starken Flutschäden konnte dieser jedoch nicht wie gewohnt in der Antonius-Kapelle - auch bekannt als „Hemmessener Dom“ - stattfinden. Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis in dem altehrwürdigen Gotteshaus alle Schäden beseitig sind. Es folgte die Kranzniederlegung am Ehrenmal unter der Hemmessener Linde. Dabei wurde sowohl der Kriegstoten der beiden Weltkriege, als auch der Gefallenen der Bundeswehr gedacht, die bei Einsätzen, im Dienst und in Friedensmissionen ihr Leben verloren.
Flutopfer-Gedenkstätte im „Hemmessener Dom“
Ebenso richtete sich der Fokus des Gedenkens auf die Opfer der Flutkatastrophe vom Juli 2021. Für die Hemmessener Flutopfer gibt es in der Antonius-Kapelle sogar eine kleine Gedenkstätte. Anschließend lieferte der Vorsitzende der Bürgergesellschaft Hemmessen, Friedrich Moßmann, den zahlreichen Gästen noch einige interessante historische Details zum „Hemmessener Dom“ und dem Naturdenkmal Hemmessener Linde, bevor sich der Festumzug, musikalisch flankiert von den „Rheintalern“, auf den Weg durch Hemmessen begab und an den „Altärchen“ der Bürger willkommene Stärkung vorfand. Beim Umzug wie immer mit von der Partie war auch der „Kirmesmann“, der zum Kirmes-Abschluss nach altem Brauch in Flammen aufging. Einen gelungenen und überaus geselligen Abschluss fand das erfolgreiche Kirmes-Comeback schließlich auf der Hemmessener Hütte.
Am Naturdenkmal Hemmessener Linde wurde der Kranz im Gedenken an die Gefallenen der Weltkriege niedergelegt.
