Sitzung des Jugendhilfeausschusses der Stadt Meckenheim
Ergebnisse des Jugendforums vorgestellt
Meckenheim. Mit dem Bericht des Jugendrates begann die jüngste Sitzung des Jugendhilfeausschusses der Stadt Meckenheim in der vergangenen Woche. Rafael Buttlies berichtete, dass man für den 8. Dezember 2018 einen Nachtflohmarkt für die Jugendlichen ab 14 Jahren in Zusammenarbeit mit der Stadt plane.
Unter dem Titel „MIT.REDEN! Das Jugendforum“ hatte die Stadt Meckenheim bereits am 7. Juni nichtöffentlich die Jugendlichen in die Jungholzhalle eingeladen, um zu erfahren, wo der Schuh drückt. Lisa Büscher von der Rheinflanke und Jennifer Berger stellten nun unter anderem die Ergebnisse vor. Dabei gaben sie auch einen Einblick in die offene Kinder- und Jugendarbeit, welche in Meckenheim stark vom Kulturhaus „Mosaik“ sowie der Rheinflanke getragen wird. Dies alles ist eine Pflichtaufgabe der Stadt, welche sich aus dem § 8 des 8. Buches des Sozialgesetzbuches ergibt. Die Jugendlichen sollen dabei eine Stärkung des Demokratieverständnisses erfahren und ihrerseits auch eine Möglichkeit der Partizipation haben. Die Wunschliste, welche auf dem Forum genannt und protokolliert wurde, ist dabei ziemlich lang geworden, wobei die Wünsche keinesfalls utopisch sind. So wünscht man sich neue Fitnessgeräte für das Mosaik. Die Stadt hat dies aufgenommen und je nach Finanzierung soll das in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Ebenfalls wünscht man sich für das Mosaik ein zusätzliches Fitnessprogramm für Mädchen, derzeit hat man hier kein Angebot und auch keine Trainer, dies soll ebenfalls im kommenden Frühjahr überprüft werden. Gerne hätte man auch einen zusätzlichen Trainingstag für den Bereich des Mädchenfußballs, auch dieser Wunsch scheitert derzeit an den vorhandenen Kapazitäten in der Halle und am fehlenden Personal. Das bisherige Angebot mit einem Trainingstag am Donnerstag wird hervorragend angenommen, bis zu 30 Mädchen kommen da und trainieren. Ebenfalls sehr gut angenommen wird die Möglichkeit des Mitternachtsfußballs, auch hier würde man sich über mehr Termine freuen.
Modernisierung des Schulcampus von allen Seiten gewünscht
Recht deckungsgleich sind die Wünsche der Schüler und der Verwaltung, was die Modernisierung des Schulcampus angeht. Dieser soll in den nächsten Jahren einer grundlegenden Modernisierung unterzogen werden. Bemängelt wurde von den Jugendlichen jedoch die unzureichende WLAN-Ausstattung der Schule. Man wünscht sich im Bereich der Internetkompetenz auch mehr Fortbildungen der Lehrer.
Gezielte Wünsche gab es auch für den Freizeitbereich, so hätte man gerne auch einen reinen Mädchen/Frauenschwimmbadtag oder ein Kino in Meckenheim. Auch die ÖPNV-Anbindungen nach Bonn sorgen immer wieder für Diskussionen, Gleiches gilt für den Wunsch nach einer Skaterbahn und das Thema Sauberkeit und Ordnung beschäftigt auch die Jugendlichen in Meckenheim.
Dass es hier an vielen Stellen noch einiges zu tun gibt, wurde im Verlauf der Sitzung ebenso deutlich, wie auch, dass sich hier schon vieles positiv verbessert hat. Gezeigt wurde ein Film aus der WDR-Lokalzeit Bonn vom 19.07.2018, wo die Bemühungen der Stadt geschildert wurden, durch eine gute Jugendsozialarbeit Vandalismus und Kriminalität in den Griff zu bekommen.
Und was ganz konkret gemacht wird im Mosaik, das kann man bis Ende des Jahres im Ratssaal bewundern, denn die Kinder hatten ein Fotoprojekt durchgeführt. Die Fotos sind derzeit im Ratssaal während der Sitzungen ausgestellt.
Der 1. Beigeordnete Holger Jung nutzte die Gelegenheit, diese Ausstellung vorzustellen und auch die Arbeit des Mosaik zu würdigen.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Kindertagesbetreuung in Meckenheim. Fazit der Stadt, derzeit gibt es für alle Kinder, ob U3 oder Ü3, einen entsprechenden Platz und alle Betreuungswünsche der Eltern können abgedeckt werden. Holger Jung fasste das in dem Satz „Alle bisherigen Kindern haben einen Platz“ zusammen. Fachbereichsleiter Andreas Jung erläuterte anhand des Zahlenwerkes, dass dies für die Stadt einen gewaltigen Kraftakt darstellt. Allerdings wird die Stadt immer wieder von ihrer eigenen Attraktivität überrascht. Denn aufgrund der Zahlen war man eigentlich zunächst von einem Rückgang des Bedarfs ausgegangen. Inzwischen kaufen auch Personen mit Kindern Häuser in Meckenheim aus dem Bestandsbereich und damit kommen zusätzliche Kinder im Vorschulalter in die Stadt. Auch hier laufen derzeit mittel- und langfristige Überlegungen, damit die Versorgungssituation weiterhin sichergestellt ist.
STF
