Gedenkveranstaltung in Brohl
Erinnern und Mahnen nach 80 Jahren
Brohl. Zum Gedenken an die Gefallenen und zivilen Opfer der Gemeinde Brohl-Lützing laden die Ortsgemeinde, die St. Matthias Schützenbruderschaft und der Kulturverein „Katharina“ zu einer Gedenkveranstaltung ein.
Das Totengedenken soll zugleich als Mahnung gegen Faschismus und Nationalsozialismus verstanden werden. Am 10. und 11. März 1945 rückten amerikanische Truppen über das Hellersloch und das Lammertal von Niederlützingen nach Brohl vor und beendeten die Kriegshandlungen im Ort. Der endgültige Waffenstillstand trat am 7. Mai 1945 in Kraft.
Im Februar und März 1945 war Brohl mehrfach Ziel von Angriffen, die kriegswichtigen Einrichtungen wie der Bahn, dem Hafen und den örtlichen Fabriken galten. Dabei kamen auch Zivilisten ums Leben. Tragischerweise wurden am letzten Kriegstag in Brohl noch fünf weitere Menschen Opfer der Kampfhandlungen.
Das Gedenken an die Ereignisse vor 80 Jahren findet am 8. März 2025 um 18:00 Uhr am Ehrenmal vor der Kirche statt. Der Musikverein Bad Hönningen begleitet die Veranstaltung musikalisch. Anschließend beginnt um 18:30 Uhr eine Messe in der Brohler Pfarrkirche St. Johannes d. T.
Aus diesem Anlass wurde die vom Heimatforscher Werner Fußhöller erstellte Broschüre „BROHL am Ende des II. Weltkrieges“ neu aufgelegt. Sie ist beim Autor, in der Postfiliale in Brohl (Brohltalstraße) sowie am Rande der Gedenkveranstaltung erhältlich.
BA
