Allgemeine Berichte | 15.07.2022

Verbandsgemeinde Mendig zum ersten Jahrestag nach der Flutkatastrophe im Ahrtal

Erinnerungen an einen großen Akt der Solidarität nach dem Hochwasser

„Keiner wurde gerufen und trotzdem waren alle da“ – das Team der Verbandsgemeinde bei den Aufräumarbeiten kurz nach der Flutkatastrophe im Ahrtal vor dem Modegeschäft „C’est Madame“ in der Poststraße in Bad Neuenahr.  Fotos: VG Mendig

VG Mendig. In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 regnete es so viel, dass kleine Flüsse und Bäche zu reißenden Strömen wurden und das Leben von Tausenden Menschen im Land für immer veränderten. Hunderte Häuser wurden weggespült, ganze Dörfer in nur einer Nacht zerstört, jahrzehntelang aufgebaute Infrastruktur kaputtgemacht und am schlimmsten: 134 Menschen starben in den Wassermassen. Die Informationen und Bilder, die aus dem benachbarten Ahrtal kamen, schockten nicht nur ganz Deutschland, sondern auch viele Bürgerinnen und Bürger in der Verbandsgemeinde Mendig.

„Welche unglaubliche Solidarität noch in dieser verhängnisvollen Nacht, spätestens am Morgen danach in der Bevölkerung zu spüren war, übertrifft das vielleicht durch die Corona-Pandemie verloren geglaubte Miteinander“, erinnert sich Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, an die kaum in Worte zu fassende Hilfsbereitschaft. Aus den tief sitzenden Erinnerungen dieser existenziellen Katastrophe berichtet er, dass sich schon in den frühen Morgenstunden unzählige Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Verbandsgemeindegebiet eigenständig organisiert und mit Eimern, Schaufeln und wichtigen Versorgungsgütern des täglichen Bedarfs ausgestattet auf den Weg ins Ahrtal gemacht haben, um zu helfen. Die Not auf der einen Seite und die Hilfsbereitschaft auf der anderen Seite brachten die Inhaber Claudia Kessel-Schwammkrug und Jörg Schwammkrug des Modegeschäfts „C’est Madame“ in der Poststraße in Bad Neuenahr und die freiwilligen Helferinnen und Helfer der Verbandsgemeindeverwaltung zusammen. Das Team der Verwaltung hat sich wie viele weitere Bürgerinnen und Bürger ohne zu zögern formiert, um Soforthilfe im Nachbarkreis zu leisten. Fast ein Jahr später ist das Modegeschäft immer noch geschlossen, berichtet Familie Schwammkrug jetzt bei ihrem Besuch im Rathaus der Verbandsgemeinde. „Dennoch gebe man nicht auf und setze alle Kraft in den Wiederaufbau der Immobilie“, lautet die Devise der Geschäftsleute ein Jahr nach der Flut, die alle viel Kraft gekostet hat.

„Den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sei man zu größtem Dank verpflichtet. Keiner wurde gerufen und trotzdem waren alle da“, erzählte Jörg Schwammkrug während seines Besuchs bei Bürgermeister Lempertz. Mit einer kleinen Geste wolle die Familie Schwammkrug jetzt stellvertretend für alle betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner des Ahrtals gegenüber den unzähligen „Helferinnen und Helfern der ersten Stunde“ ihren Dank zum Ausdruck bringen.

„In der Krise wachsen Menschen über sich hinaus und rücken näher zusammen. Neben der großen Katastrophe habe ich diese unglaubliche Solidarität aus den Hilfsaktionen im Ahrtal mitgenommen“, freut sich Lempertz über den Besuch von der Ahr und die steten Fortschritte beim Wiederbau.

Pressemitteilung

Verbandsgemeinde Mendig

v.l.n.r.: Caroline Hamann, Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Mendig, Jörg Schwammkrug„ Geschäftsführer C’est Madame“ Bad Neuenahr und Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig bei der Danksagung und Überreichung eines Geschenkkorbes für die Helfer.

v.l.n.r.: Caroline Hamann, Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Mendig, Jörg Schwammkrug„ Geschäftsführer C’est Madame“ Bad Neuenahr und Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig bei der Danksagung und Überreichung eines Geschenkkorbes für die Helfer.

„Keiner wurde gerufen und trotzdem waren alle da“ – das Team der Verbandsgemeinde bei den Aufräumarbeiten kurz nach der Flutkatastrophe im Ahrtal vor dem Modegeschäft „C’est Madame“ in der Poststraße in Bad Neuenahr. Fotos: VG Mendig

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  • Anne: Ein Faustschlag mitten ins Gesicht und ein Dolchstoß mitten ins Herz aller Flutopfer…nicht nur der Toten und deren Angehörigen und Freunden, sondern insbesondere der unzählig vielen traumatisierten Menschen...
  • Betroffener: Wiedermal ein Totalversagen der Justiz und es werden Täter geschützt ! Inzwischen darf man sich wirklich fragen ob diese Justiz überhaupt noch der Gerechtigkeit und dem Volk dient oder einfach nur noch die Politiker zu schützen versucht !
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