Freundeskreises Schultheis-Brauerei Koblenz/Weissenthurm
Erlebnisreiche Jahresfahrt ging nach Thüringen
„Auf den Spuren von Martin Luther“ anläßlich des Jubiläum
Koblenz. Am ersten Besuchstag ging es in Eisenach auf die Wartburg, wo die „Nationale Sonderausstellung Luther und die Deutschen“ sehr beeindruckte.
Hier, wo Martin Luther die Bibel in die deutsche Sprache übersetzte, waren in mehreren Räumen eine Vielzahl von Exponaten aus der Zeit der Reformation zu bestaunen. Aber auch die zwiespältige Bewertung der Person des Mönches Martin Luther über die Jahrhunderte wird aufgezeigt. So sieht man Dokumente aus der Nazi-Zeit und aus der DDR-Periode, wo der Reformator jeweils politisch vereinnahmt wurde.
Bei bestem Wetter besuchte man danach die stattliche Residenzstadt Gotha. Das barocke Schloß Friedenstein erstrahlte dabei im renovierten Glanz. Vom gewaltigen Kyffhäuser-Denkmal im Kyffhäuser-Gebirge waren die Rheinländer sehr beeindruckt, berichtet die Sage ja nicht nur vom alten Kaiser Barbarossa, sondern zeigt hier auch den Kaiser Wilhelm I. auf hohem Ross.
Die Lutherstadt Eisleben war ebenfalls ein Kernpunkt der Reise. Eine sehr versierte Stadtführerin zeigte die historische Stadt, mit alten Gassen und Häusern aus der Zeit Luthers.
Das Geburts- und Sterbehaus des Priesters schlug alle in seinen Bann. Besichtig wurde auch die Andreas-Kirche, wo z. B. die Kanzel des Predigers noch unversehrt zu sehen ist, ebenso ist das Original-Taufbecken erhalten. Von den blutigen Bauernkriegen berichtet das viel besuchte Panorama-Museum in Bad Frankenhausen. Der Freundeskreis staunte erschüttert über ein riesiges Kolossalgemälde, welches die Grausamkeiten des von den Fürsten brutal niedergeschlagenen Bauernaufstandes darstellt. Hier erkennt man, dass die gut gemeinten Schriften des Reformators letztlich nicht nur die Kirchenspaltung auslösten, sondern auch die Bauernaufstände in Deutschland anno 1525.
Die Bustour der Brauergruppe führte dann nach Waltershausen, wo die sehr sehenswerte Stadtkirche (Modell für den Bau der Liebfrauenkirche in Dresden) bewundert wurde. In der heimlichen Partnerschaft Sondershausen begrüßte Bürgermeister Krayer die Gäste aus Koblenz ganz besonders und würdigte die vielfältige Hilfe von dort nach der Wende. Ein Buchpräsent vom Baudezernenten Bert Flöck und ein alter Brauereikrug aus Weißenthurm wurden von Peter Wings übergeben.
Joachim Krayer spendierte Eis für alle und führte die Besucher dann sehr engagiert durch seine (wieder) schöne Stadt mit Schloß und herrlichen Kirchen. Mit vielfältigen geschichtlichen und kulturellen Eindrücken fuhr der Freundeskreis nun unter Organisator Martin Kleinsteuber ins Rheinland zurück.
