Brand im Pfarrhaus Liebfrauen
Ermittlungen und Instandsetzung laufen
Koblenz. Fast einen Monat liegt der Brand im Pfarrhaus Liebfrauen in der Koblenzer Altstadt zurück. In der Nacht vom 9. auf den 10. Januar war ein Feuer im Hauptgebäude ausgebrochen. Aufgrund der schnellen Reaktion eines Bewohners und des unmittelbaren Eintreffens der Feuerwehr wurden keine Personen in dem historischen Bauwerk verletzt, das als Büro- und Wohnhaus genutzt wird. Die Schäden im Treppenhaus, in den Büros und an Kunstwerken sind trotzdem immens, berichtet Pfarrer Stephan Wolff. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen unter Hochdruck, so Friedhelm Georg vom Polizeipräsidium Koblenz.
Es ist von einem technischen Defekt auszugehen, berichten der stellvertretende Dechant Wolff und Guido Goliasch, der die Arbeiten koordiniert. Um dies vollständig zu klären, wurden Untersuchungen aufgenommen. „Es erfolgte eine Begehung durch Brandermittler der Kriminaldirektion Koblenz“, berichtet Georg. Zudem wurden Brandgutachter eingeschaltet und Proben genommen, um die Ursache des Brandes festzustellen. Ein Ergebnis liegt derzeit noch nicht vor.
Derweil laufen im Inneren die Instandsetzungsarbeiten. Die stark verrußten Kunstwerke werden in Werkstätten wieder aufbereitet und restauriert. Eine Firma für Aktenrettung versucht die betroffenen Kirchenbücher, in denen Familienregister, Taufen, Hochzeiten und Todesfälle, aber auch kirchliche Verwaltungsabläufe aufgezeichnet sind, zu retten. „Doch vieles ist verloren“, weiß Pfarrer Wolff.
Elektroleitungen müssen geprüft und gegebenenfalls neu gelegt werden, so auch die Gasversorgung für die Heizung, hinzu kommen die Reinigung der Räume und der Ersatz von Einrichtungsgegenstände in den Büros – auf eine Zeitspanne bis Bewohnerinnen und Bewohner und Angestellte die Räumlichkeiten wieder vollumfassend nutzen können, möchte und kann sich Pfarrer Wolff nicht festlegen. Einiges müsse zudem, unabhängig vom Brandschaden, erneuert und modernisiert werden. Teile des Gebäudes gehen noch auf die Römerzeit zurück.
Goliasch und Wolff rechnen mit einer hohen sechsstelligen Summe, die investiert werden müsse. Für die Schäden, die durch den Brand verursacht wurden, kommt eine Versicherung auf.
In dem Haus in der Koblenzer Altstadt befinden sich das Pfarrbüro Liebfrauen und die Büros des Dekanats Koblenz, der katholischen Erwachsenenbildung, dem Kolpingwerk, der Koblenzer Redaktion der Bischöfliche Pressestelle Trier und Probenräume der „Singschule Koblenz an der Liebfrauenkirche“ sowie Wohneinheiten.
Pressemitteilung des
Bistums Trier
Das Hauptgebäude mit den Büros der Pfarrgemeinde und des Dekanats dürfen momentan nicht betreten werden.
