Rathauserstürmung bei der Verbandsgemeinde Mendig
Erst an Aschermittwoch ist alles vorbei
Mendig. Den Schlüssel der Stadt Mendig hatte Prinz Alexander I., stolzer Gardist mit Herzblut und Pfiff, schon länger in seinem Besitz. Nun konnte der Spielmacher des Frohsinns auch das Rathaus der Verbandsgemeinde Mendig in seine Hand bringen. Mit seinem Hofstaat und allen karnevalistischen Korporationen der Stadt und der Verbandsgemeinde Mendig erstürmte Prinz Alexander I. das Rathaus. Bis Aschermittwoch übernimmt er die Macht.
Die Verteidigungsstrategie der Hausherren, die sich der Unterstützung einer Abwehrreihe der Beller Stadtsoldaten sicher sein konnten, setzte dabei auf jede Menge Kreativität, denn ohne Hingabe und Treffsicherheit würde es den karnevalistischen „Angreifern“ nicht gelingen, das entscheidende Tor zu erzielen und ins Rathaus einzuziehen. Da reichte ein Konfettiregen aus der Fankurve sicher nicht aus.
„Unsere Türsteher sind international erfahrene Einlass-Verhinderer, aber ihr seid doch nur ein Karnevalsverein“, warf Jörg Lempertz, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, Prinz Alexander I. entgegen. „Lieber Rathaus-Kapitän, wir werden euer Stadion ruckzuck stürmen. Ich kann dir nur sagen, dass keine Mauer auf Dauer steht und wir die Regeln der Fünften Jahreszeit auf unserer Seite haben. Drum haben sich mein Hofstaat und meine Untertanen mir angeschlossen“, erklärte der Prinz.
Aus dem Bürgermeisterzimmer regnete es Bälle. Die Verteidiger motivierten die Legion der Beller Stadtsoldaten, standhaft zu bleiben und das Rathaus zu schützen. „Ihr seid die Lebensversicherung unseres Tores. Und denkt daran: Die Karnevalisten können alles außer Fußball“, verdeutlichte Lempertz. „In der Karnevalszeit und auf dem Platz gelten unsere Gesetze. Da seid selbst ihr, verehrter Rathaus-Kapitän, in unserer und in der Hand des Video-Assistenten im Lavakeller, der allmächtig 30 Meter unter uns über unsere Regeln wacht“, hatte wiederum der Prinz das letzte Wort.
Prinzengarde und Stadtsoldaten Mendig sorgten nacheinander für weiteren Konfettiregen, anschließend folgte ein Angriff der Säbelträger, die mit viel Ahoi in Richtung Mauer stürmten. Ein Zauberpass von Prinz Alexander leitete das Finale der Erstürmung ein. Seine Treffsicherheit an der Torwand ließ alle Angreifer frei vor dem Tor auftauchen, so dass sie ohne Probleme das Rathaus einnehmen konnten. Kapitän Lempertz ergab sich mit dem Schwenken der Weißen Flagge. Das Friedensabkommen wurde anschließend in der Laacher-See-Halle gemeinsam gefeiert.
SK
Die BrauZwerge hatten viel Vulkanbier mit im Gepäck.
In den oberen Räumen ging es eng zu.
Alle Karnevalisten waren guter Laune
