Historisches Feuerwehr-Spritzenhaus soll rausgeputzt werden
Erste Ergebnisse der Dorfmoderation in Giershofen zeichnen sich ab
Arbeitskreis „Ortsbild“ will auch die Ortseingänge verschönern
Giershofen. Im Rahmen der beantragten und genehmigten Dorfmoderation machen sich die Bürgerinnen und Bürger von Giershofen seit einiger Zeit Gedanken, wie sie die Lebensbedingungen im Ort noch verbessern können. Nach mehreren Treffen und einem Ortsrundgang zusammen mit dem betreuenden Planungsbüro Stadt-Land-Plus aus Boppard trafen sich jüngst wieder die engagierten Einwohner mit Sophie Guhl von Stadt-Land-plus im Dorfgemeinschaftshaus von Giershofen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Fest steht schon: Das alte, unter Denkmalschutz stehende Feuerwehrhaus in der Vordergasse soll grundlegend saniert und künftig auch wieder mehr genutzt werden.
Rundgang durch Giershofen
Beim Rundgang durch Giershofen besichtigte die Gruppe Stationen wie den Spielplatz, den Jugendraum im Dorfgemeinschaftshaus, den Bolzplatz, das Feuerwehrhaus, die Alte Schule mit der kleinen Parkfläche davor sowie die Schulwege Richtung Dierdorf.
Ortsvorsteher Wilfried Ehrenstein empfand es als positiv, dass bisher viele Einwohner an den Treffen und am Ortsrundgang teilnahmen und dass dabei viele Anregungen vorgebracht wurden. Darüber werde in den Ausschusssitzungen beraten, die alle im Dorfgemeinschaftshaus stattfinden. Am 8. November um 19 Uhr trifft sich der Ausschuss „Verkehr und Tourismus“, am 15. November um 19 Uhr der Ausschuss „Soziales und Miteinander“. Dem Arbeitskreis „Ortsbild“, der zuerst tagte, hatten sich rund ein Dutzend Aktive angeschlossen. Was sich als das zentrale Anliegen der Bürger herauskristallisierte, ließ sich schon nach den ersten Begegnungen erkennen. Wilfried
Ehrenstein: „Das Hauptthema wird wohl die Sanierung des historischen Feuerwehr-Spritzenhauses sein. Als nächstes war der Weg von Giershofen zur Schule ein großes Thema. Dann haben wir uns die Dorfplätze angesehen. Das Denkmal an der Ecke Bochowstraße/Denkmalstraße ist in Ordnung, das haben wir schon voriges Jahr saniert.
Dann haben wir noch den Sahm’s Platz gegenüber der Alten Schule. Der ist an und für sich in Ordnung, wird nur schlecht angenommen, weil er auf einer Anhöhe liegt und weil die Zugangsstraße dahin sehr schlecht ist. Wünsche kamen bei der Ortsbegehung genug, jetzt müssen wir sehen, was erfüllbar ist.“
Feuerwehr-Spitzenhäuschen
Das Feuerwehr-Spritzenhäuschen ist schon sehr alt. Das genaue Baujahr konnte bisher nicht ermittelt werden. Von Architekten wurde die Zeit um das Jahr 1890 geschätzt. Genutzt wurde es bis in die 60-er Jahre, bevor Giershofen wie die anderen Stadtteile eingemeindet und von der Feuerwehr Dierdorf mit versorgt wurde. Nach der Restaurierung des Gebäudes soll das Gebäude nach dem Wunsch vieler Bürger auch wieder genutzt werden. Ortsvorsteher Ehrenstein: „Es kamen die tollsten Vorschläge: Backes, Treffpunkt für das Dorffest und anschließend an den Martinszug und ähnliches. Man muss natürlich berücksichtigen, dass dort keine Sanitärtechnik vorhanden ist.“ Vorstellbar ist auch eine Nutzung als Museum für zum Beispiel landwirtschaftliches Gerät oder Sachen von der Feuerwehr. Dies könnte ein kleines Schmuckstück mit schöner Lage direkt an dem Radweg werden, der an dem Spritzenhaus vorbeiführt.
Was auch noch gewünscht wurde, beim Rundgang waren Überquerungshilfen für die Schulkinder an den Straßen, besonders vom Neubaugebiet Am Schlimmberg kommend.
Dort wurden in den letzten Jahren rund 40 Häuser neu gebaut. Die Erwartungen an die Stadt, dass möglichst viel von den ins Auge gefassten Projekten im kommenden Jahr umgesetzt und aus dem Stadthaushalt finanziert werden, ist groß. Die Stadt muss hier in Vorleistung treten, bis die nicht unerheblichen Zuschüsse aus dem Landesetat für Dorferneuerung dem städtischen Haushalt wieder zufließen.
Im Treffen des Arbeitskreises Ortsbild wurde auch besprochen, die von vielen als unattraktiv angesehenen Ortseingänge schöner zu gestalten.
Dort sollen zum Beispiel schön gestaltete Begrüßungstafeln aufgestellt werden mit Schrift
zügen wie zum Beispiel „Willkommen in
Giershofen“. Diese Schilder müssen noch angefertigt werden. Im Ortsbeirat soll demnächst beschlossen werden, ob die Tafeln aus Holz oder Edelstahl gefertigt werden.
Zur Sprache kam auch, ob bei der Sanierung des Spritzenhäuschens eventuell noch Zuschüsse aus dem Denkmalschutz einbezogen werden können.
