Barbarossadenkmal im Sinziger Lunapark vermessen
Erster Schritt hin zum Skulpturenweg
Sinzig. Das Barbarossadenkmal im Sinziger Lunapark wurde von Kopf bis Fuß vermessen. Bei der Vermessung kamen aber weder Hightech-Laser oder ähnliches Gerät zum Einsatz. Architekt Mario Görres und Formenbauer Stefan Weber, von der Bonner Fachfirma Moch, schritten mit Maßband und Zollstock zur Tat. Immerhin waren die beiden mit der puren Handarbeit am rund 4,5 Meter hohen Barbarossadenkmal in Sinzig fast zwei Stunden beschäftigt. Entstehen wird eine rund 1,90 Meter große Barbarossafigur, die dann als Vorlage für die Gussform dient. Denn beim großen Stadtjubiläum „750 Jahre Stadtrechte“ im nächsten Jahr planen das Bürgerforum und die Stadt Sinzig den Bau eines Barbarossas-Skulpturen Weges. Die Statuen sollen in der ganzen Stadt präsent sein und von Künstlern ganz individuell gestaltet werden. Rund einen Monat wird das Bonner Familienunternehmen nun mit dem Formenbau beschäftigt sein. Die ersten Barbarossafiguren sollen dann beim Frühlingserwachen im März 2017 im Stadtbild auftauchen.
Das Barbarossa-Denkmal, das im Luna-Park unterhalb des Sinziger Rathauses steht, wurde im Jahr 1875 auf Privatinitiative geschaffen. Die Eheleute Gustav und Adele Bunge Erbauer des Sinziger Schlosses, erhielten die Kaiser-Statue 1875 von ihren Kindern, die das Standbild von dem Kölner Bildhauer Wilhelm Albermann anfertigen ließen, als Geschenk zur Silberhochzeit. Die Auftraggeber wollten damit an die Staufer und an Barbarossa erinnern. Im Jahr 1951 bekam die Stadt das Barbarossadenkmal geschenkt und stellte es mit großen Feierlichkeiten am jetzigen Standort auf. Bis dahin hat es von der Öffentlichkeit eher unbemerkt im Park des Sinziger Schlosses gestanden.
Kunstwettbewerb
Im Sinziger Jubiläumsjahr 2017 soll Kaiser Barbarossa überall in der Stadt sichtbar werden. Das Bürgerforum Sinzig hat als kulturelles Projekt der 750-Jahr-Feier einen Barbarossa-Skulpturenweg vorgeschlagen. Die Gestaltung der einzelnen Figuren soll aber jeweils individuell erfolgen und in einem Kunstwettbewerb entschieden werden. Dabei sollen mindestens ein Drittel der Figuren möglichst von Sinziger Künstlern gestaltet werden. Unter allen Skulpturen wird zudem ein Publikumspreis vergeben. Die Stadt Sinzig, der Stadtrat und der Festausschuss stehen voll und ganz hinter diesem Kunstprojekt, das auch über das Jubiläumsjahr hinaus die Innenstadt schmücken soll.
Sponsoren gesucht
Die Herstellung der Form wird aus dem Budget des Jubiläumsjahres finanziert. Für die einzelnen Figuren hingegen werden Sponsoren gesucht. Gefragt sind Unternehmen, Institutionen, Vereine und Privatpersonen, die den Barbarossa-Skulpturenweg finanziell unterstützen und damit ihre Verbundenheit mit der Stadt Sinzig dokumentieren wollen. Auch Sponsoren-Gemeinschaften sind möglich. Acht Skulpturen sind bereits fest vergeben, wenigstens ein Dutzend sollen es für die Kernstadt werden. BL
So könnte sich eine Barbarossaskulptur präsentieren. Montage Bürgerforum
