Allgemeine Berichte | 13.06.2016

Katholische studierende Jugend (KSJ)

Europa am Tiefpunkt: Verdun 1916

Ausstellung in der Pallottikirche Vallendar vom 26. Juni bis 10. Juli

Vallendar. Im Juni 1916 war längst allen beteiligten „Masters of War“ klar, dass die Schlachten um Verdun nicht zu gewinnen waren; der Grabenkrieg hatte sich festgefahren. Prestige der Militärs und mangelnde politische Einsicht auf beiden Seiten waren die Gründe dafür, mit diesem wahnsinnigen Morden hunderttausender junger Menschen weiterzumachen. Verdun wurde zum Symbol für einen Tiefpunkt Europas, der wenige Jahre später von Auschwitz noch übertroffen werden sollte.

Die Bilder und Fotos, die zu sehen sind, wurden von den Teilnehmenden der KSJ-Sommerfahrt 2014 erstellt. Die Jugendgruppe hat eine ganze Woche mitten in den ehemaligen Schlachtfeldern gezeltet und Exkursionen ins Gelände unternommen.

Jeder Tag war angefüllt mit Besuchen von untergegangenen Dörfern, Soldatenfriedhöfen, ehemaligen Forts, Ausstellungen in der Umgebung, Filmen und Diskussionen über Krieg und Frieden. Die Ausstellung kann nur einen kleinen Einblick in die Erfahrungen und Auseinandersetzungen geben.

Generationenübergreifende Schädigungen

Sie möchte die Mahnung, die von Verdun ausgeht, verstärken und zur Achtsamkeit heute beitragen.

Die Jugendlichen laden gleichzeitig ein, in der eigenen Familie auf Spurensuche zu gehen: War vielleicht ein Urgroßvater oder Uronkel Opfer einer der unzähligen Schlachten des Ersten Weltkrieges?

Gibt es noch Fotos oder Briefe oder ein Wissen in der Familie darüber?

Die Gruppe hat einige Zeugnisse aus ihrem Umfeld zusammengetragen und dabei gemerkt, wie tief und generationenübergreifend Schädigungen durch Kriegserfahrungen sind.

Die Idee eines solidarischen und friedliebenden Europas ist heute wieder bedroht.

Die Ausstellung versteht sich auch als Beitrag zur Mahnung für ein menschliches Europa heute.

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 26. Juni im Rahmen des Gottesdienstes für ausgeschlafene ChristInnen um 11.30 Uhr, Pallottikirche an Haus Wasserburg, Vallendar. 13 Uhr: Kurze Ein-Führung mit Jutta Lehnert.

Fahrt nach Verdun am 2. Juli

Begleitend zur Ausstellung: Fahrt nach Verdun am Samstag, 2. Juli.

Die Hauptausstellung beim großen Gräberfeld von Douaumont wurde überarbeitet; weg von der Ideologie des „Großen Krieges“ und der Stilisierung der Soldaten als „Helden der Nation“ hin zum gemeinsam erlittenen Leid auf beiden Seiten.

Da sie erst vor wenigen Wochen eröffnet wurde, soll eine Fahrt nach Verdun stattfinden. Mit VW-Bus(sen) um 7 Uhr losfahren (Start Parkplatz Haus Wasserburg), Besuch der neuen Ausstellung, Besuch von Fort Douaumont und dem Gräberfeld und der Kathedrale von Verdun. Rückkehr etwa 21 Uhr. Kosten: Etwa 30 Euro.

Info und Anmeldung: Jutta Lehnert, Dekanat Koblenz, jutta.ksj@gmail.com.

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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