Allgemeine Berichte | 03.11.2017, 11:34 Uhr

Technisches Hilfswerk Ortsverband Sinzig nahm an Großübung „BASALTIN“ in Linz teil

Explosionen im alten Betonwerk: Sinziger Retter eilen zur Übung

Ein stillgelegtes Firmengelände bei Linz am Rhein erstrahlt im Licht von Explosionen und Scheinwerfern: Auslöser hierfür war die Großübung „BASALTIN“, für die 250 Einsatzkräfte alarmiert wurden

Beim Eintreffen der Sinziger Bergungshelfer stellte sich folgendes Szenario dar: Ein Bus war gegen einen Brückenpfeiler gefahren. Fotos:privat
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Sinzig/Linz. Am vergangenen Samstag wurde die friedliche Stadt Linz nicht nur durch Explosionen im nahe gelegenen Betonwerk aufgerüttelt, sondern auch durch das Echo der Blaulichter und Sirenen von rund 250 alarmierten Einsatzkräften des THW, DRK, der Freiwilligen Feuerwehr und der Polizei. Hier übten die versammelten Einsatzkräfte die Rettung von verschütteten Personen bei der Großübung „BASALTIN“.

Beim Eintreffen der Sinziger Bergungshelfer gab es einen Bus, welcher gegen einen Brückenpfeiler gefahren war. Hier mussten Personen aus dem Bus gerettet und die Bücke mittels Gerüstsystem in der Statik gesichert werden. Parallel wurde eine Personensuche im angrenzenden Waldgebiet gestartet, da zu diesem Zeitpunkt Personen aus dem Bus vermisst wurden. Der Zugtrupp aus Sinzig hatte zu dieser Phase die Einsatzleitung.

Im weiteren Übungsverlauf simulierte die Übungsleitung ein heftiges Unwetter, welches mehrere Zementstaubexplosionen im alten Betonwerk auslöste. Mitarbeiter des Unternehmens wurden hierbei verletzt und verschüttet. Für die Einsatzkräfte galt es nun aus den verschiedensten Übungsszenarien die Personen zu retten.

Als primäre Aufgabe der Bergungsgruppen des THW kam hierbei schweres Gerät zum Einsatz. Neben Arbeiten, die Trennjäger und Seilwinde erforderten, mussten Decken abgestützt und ausgesteift werden. Um die geschulten Verletztendarsteller zu retten, mussten massive Wände durchbrochen und Tunnel beräumt werden. Die Einheiten der Bergung wurden durch die Fachgruppen für Beleuchtung, Ortung und den Kräften der Höhenrettung und des ESS (Einsatzstellen-Sicherungs-System) unterstützt. Die SEG-Kräfte (Schnell-Einsatzgruppen) des DRK versorgten die zum Teil schwer verletzten Personen fachgerecht. Aufgrund gezielt ausgelöster Explosionen durch die Bundespolizei galt es für die freiwillige Feuerwehr entstehende Brände einzudämmen und zu löschen. Mit ihrer Drehleiter unterstützten sie die Höhenretter des THW bei der Rettung von Verletzten aus verschiedenen Ebenen.

Der OV Sinzig war mit 17 Helferinnen und Helfern aktiv an der Übung beteiligt, außerdem wurden Kräfte für die Pressebetreuung und als Übungsbeobachter gestellt.

In der Liegenschaft in Sinzig war die Verpflegungsgruppe aus Landau aktiv und hat die Verpflegung für die Übungsteilnehmer gekocht und mit der Fähre zum Übungsgelände transportiert.

Pressemitteilung

THW, Ortsverband Sinzig

Ein simuliertes heftiges Unwetter war Ursache mehrerer Zementstaubexplosionen im alten Betonwerk.

Ein simuliertes heftiges Unwetter war Ursache mehrerer Zementstaubexplosionen im alten Betonwerk.

Die THWler übten auch die Rettung aus einem Schachtsystem.

Die THWler übten auch die Rettung aus einem Schachtsystem.

Beim Eintreffen der Sinziger Bergungshelfer stellte sich folgendes Szenario dar: Ein Bus war gegen einen Brückenpfeiler gefahren. Fotos:privat

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