Allgemeine Berichte | 26.05.2026, 10:42 Uhr

FDP Westerwald fordert Transparenz bei geplanter Doppelspitze von Lotto Rheinland-Pfalz

Symbolbild.
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Kreis Westerwald. Der FDP-Kreisverband Westerwald zeigt sich angesichts aktueller Medienberichte über die geplante Erweiterung der Geschäftsführung bei Lotto Rheinland-Pfalz irritiert und fordert umfassende Aufklärung. Demnach soll neben dem bereits vorgesehenen Wechsel des ehemaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden Christian Baldauf an die Spitze der landeseigenen Gesellschaft ein weiterer Geschäftsführerposten geschaffen werden – offenbar für den ehemaligen Landtagspräsidenten Hendrik Hering.

Die Kreisvorsitzende des FDP-Kreisverbandes Westerwald, Jana Gräf, erklärt dazu: „Wenn Führungsstrukturen verändert werden, muss nachvollziehbar erklärt werden, welche fachlichen und organisatorischen Gründe dafür sprechen.“

Mit Blick auf die konkrete Situation ergänzt sie: „Lotto Rheinland-Pfalz wurde über Jahre mit einer Geschäftsführung geführt. Deshalb ist die Frage berechtigt, warum es plötzlich eine zweite Spitze braucht und warum genau jetzt.“

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Patrick Häbel betont zudem die Verantwortung im Umgang mit öffentlichen Mitteln:

„Die Einnahmen von Lotto Rheinland-Pfalz fließen in wichtige gesellschaftliche Bereiche – vom Sport über das Ehrenamt bis hin zu sozialen Projekten. Jeder zusätzliche Euro für Verwaltung und Spitzengehälter fehlt potenziell genau dort, wo er konkret gebraucht wird.“

Auch der stellvertretende Kreisvorsitzende Kay Ortseifen sieht ein problematisches Signal: „Vertrauen entsteht durch nachvollziehbare Entscheidungen. Wer neue Führungsstrukturen schafft, muss klar darlegen können, welchen konkreten Mehrwert diese für das Unternehmen und letztlich für die Bürger bringen.“

Mit Blick auf die politischen Ankündigungen der Landesregierung sieht die FDP Westerwald zudem einen deutlichen Widerspruch. Ministerpräsident Gordon Schnieder hatte angekündigt, Bürokratieabbau zur Chefsache zu machen und staatliche Abläufe effizienter zu gestalten.

Jana Gräf dazu:„Wer effizientere Strukturen und weniger Bürokratie verspricht, muss sich auch daran messen lassen. Wenn gleichzeitig zusätzliche Spitzenposten in landesnahen Unternehmen entstehen, wirkt das auf viele Menschen wie das Gegenteil dessen, was angekündigt wurde.“

Die Liberalen betonen ausdrücklich, dass es nicht um persönliche Bewertungen einzelner Personen gehe, sondern um Grundsätze verantwortungsvoller Politik.

„Es geht um Transparenz, Nachvollziehbarkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Strukturen. Rheinland-Pfalz darf nicht den Eindruck vermitteln, politische Netzwerke seien wichtiger als Leistung und klare Kriterien.“

Der FDP-Kreisverband Westerwald fordert daher eine vollständige Offenlegung der Entscheidungsgrundlagen, insbesondere zu Aufgabenprofil, Kostenstruktur und Notwendigkeit der geplanten Doppelspitze.

„Gerade in Zeiten knapper Kassen braucht es Vertrauen in staatliches Handeln. Dieses Vertrauen entsteht nur durch klare, überprüfbare Entscheidungen, nicht durch zusätzliche Posten“, so Gräf abschließend.

Pressemitteilung FDP-Kreisverbands Westerwald

Symbolbild. Foto: pixabay.com

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