Verein Brexbachtalbahn investiert in den Natur-und Klimaschutz
Fahrbarer Mulcher vereinfacht in Zukunft die Pflege der Gleise
Bendorf. Die Eisenbahn ist grün! Das zeigen neuste Zahlen des Umweltbundesamts (UBA), die kürzlich veröffentlicht wurden.
Demnach hat der Schienenverkehr seinen Vorsprung gegenüber Auto, Flugzeug und Lkw noch weiter ausgebaut. Der Anteil von Ökostrom und der Einsatz von energiesparenden Fahrzeugen und neuen Antriebstechnologien wie Akku oder Wasserstoff hat sich weiter erhöht. Was wie der Einstieg in das CO2-freie Zeitalter anmutet, ist bei der Bahn aber längst eine Selbstverständlichkeit, denn bereits vor 100 Jahren fuhr der erste Zug mit Strom aus Wasserkraft. Auch der Verkehrsweg Schiene ist deutlich umweltfreundlicher als jede Straße, da Gleise nicht wie diese versiegelt sind, sondern Lebensraum für Tiere und Pflanzen und Stahlräder auf Stahl keinen Abrieb und damit Feinstaub erzeugen. Trotzdem unterliegt auch die Bahninfrastruktur der Verkehrssicherheitspflicht, die mit regelmäßiger Vegetationskontrolle gewährleistet werden muss. Dabei sind Landschaftspflege und Artenschutz zu berücksichtigen. Die Arbeiten dafür umfassen die Sicherheit, die Sicherstellung der Fahrwegsverfügbarkeit und die dazu notwendigen Sichtverhältnisse. Dem Naturschutz und den waldrechtlichen Belangen ist dabei Rechnung zu tragen.
In der Regel kommen dafür bisher behördlich zugelassene, genehmigte und naturverträglich Spritzmittel zum Einsatz, die den Aufwuchs im Gleis präventiv bekämpfen. Doch das führt immer wieder zu Diskussionen mit Anliegern, obwohl der Verein die Strecke durch das Brexbachtal seit Jahren nahezu komplett händisch bearbeitet. Um dem nun vorzubeugen, hat der Verein wiederholt einen fünfstelligen Betrag in das Projekt investiert und einen fahrbaren Mulcher angeschafft.
Geholfen haben dabei die Mittel aus dem Bürgerprojektpreis des Lions-Clubs Vallendar für besonderes Engagement in der Region, mit dem die Aktiven in diesem Jahr ausgezeichnet worden sind. Mit diesem mobilen Gerät kann man den beiden Anforderungen der Verkehrssicherheit und des besonderen Gebietsschutzes jetzt auf professionelle Weise gerecht werden und Vegetationsarbeiten nachhaltig durchführen. Es ist wieder ein gutes Beispiel einer guten Tat für weitsichtiges Handeln im Klima-und Umweltschutz und von Bürgern für Bürger. Denn die Verkehrswende kann nur gelingen, wenn jeder seinen Beitrag leistet. Wie dringend nötig das ist, zeigt der aktuelle Blick auf den Rhein, die Wetterkarten und die brennenden Wälder auch in Deutschland.
