Allgemeine Berichte | 06.12.2016

Rhein-Lahn-Wirtschaftsforum

Fair-Trade-Schule stellte sich vor

Engagieren sich für den Fairen Handel (v. l.): Referentin Svenja Enke, Schulleiter Paul Arzheimer, die Schülerinnen Leslie Hein und Jenny Schaust, Landrat Frank Puchtler sowie Referentin Nina Labode.  Rhein-Lahn-Kreis

Rhein-Lahn-Kreis. „Der Faire Handel bietet Handelspartnerschaften für benachteiligte Produzenten, damit eine Entwicklung möglich ist“, so brachte es Nina Labode, Referentin beim „Rhein-Lahn-Wirtschaftsforum: Schulen und Fairer Handel“ im Kreishaus in Bad Ems, auf den Punkt. Zusammen mit Svenja Enke, der Vertreterin des Entwicklungspolitischen Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz/ELAN e.V., zeigten die beiden Möglichkeiten auf, wie globales Lernen und Fairer Handel auch in den Schulalltag integriert werden können.

Der Unterricht selbst, Schulfeste, Ausstellungen und Weltläden in der Region bieten – so die Referentinnen – eine Plattform, Schülerinnen und Schülern das Thema Fairer Handel näher zu bringen. Ganz konkret könne zum Beispiel ein fairer Schulkiosk aufgebaut oder Fachpromotoren für globales Lernen in die Schule eingeladen werden, die den Kindern und Jugendlichen das Thema „Fair Trade“ spielerisch näher bringen.

Als gutes Beispiel geht die Realschule plus Bad Ems/Nassau voran, die seit dem 14. November 2016 offiziell eine zertifizierte Fair-Trade-Schule ist. Schulleiter Paul Arzheimer stellte im Wirtschaftsforum dar, dass er es als Aufgabe von Schulen ansieht, für das Thema „Fair Trade“ zu sensibilisieren. Frieden fängt seinem Verständnis nach im Kleinen an. Die Schülerinnen Jenny Schaust und Leslie Hein, Mitglieder des Fair-Trade-Teams der Schule, stellten verschiedene Aktionen und Maßnahmen vor: Fair-Trade-Frühstücke, die Vergabe von Fair-Trade-Schoko-Nikoläusen, ein Patenkind in Costa Rica und Weihnachten im Schuhkarton.

Projektkoordinator David Schmidl erläuterte dann die fünf zu durchlaufenden Schritte, um als Fair-Trade-Schule zertifiziert zu werden. Als entscheidend sieht er dabei das Einbeziehen der regionalen Weltläden sowie die Nutzung moderner Kommunikationskanäle wie digitale Apps, Kurzfilme und Fair-Trade-Blogs an. Landrat Frank Puchtler war sich zum Abschluss der Rhein-Lahn-Wirtschaftsforums sicher, dass die Vorstellung des „Best practice“-Beispiels Realschule plus Bad Ems/Nassau die anwesenden Vertreter weiterer Schulen angeregt hat, dem guten Beispiel zu folgen.Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Rhein-Lahn

Engagieren sich für den Fairen Handel (v. l.): Referentin Svenja Enke, Schulleiter Paul Arzheimer, die Schülerinnen Leslie Hein und Jenny Schaust, Landrat Frank Puchtler sowie Referentin Nina Labode. Foto: Rhein-Lahn-Kreis

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