Fairtrade-Stadt Remagen möchte ein Zeichen gegen Kinderarbeit setzen
„Faire Schultüten“
Remagen. Die Einschulung ist für Kinder ein markantes Ereignis, das den Beginn eines neuen Lebensabschnitts signalisiert. Um die Erstklässlerinnen und Erstklässler in Remagen zu diesem wichtigen Anlass zu beglückwünschen, initiierte die Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt eine besondere Aktion. Unter dem Motto „Faire Schultüten“ wurden Schultüten von verschiedenen lokalen Akteuren, darunter Walburga Greiner vom Weltladen Remagen-Sinzig und Lisa Althoff vom Stadtmarketing Remagen, gemeinsam mit Bürgermeister Björn Ingendahl und weiteren Ortsvorstehern verteilt.
„Kinder im Grundschulalter haben bereits ein erstaunlich hohes Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz. Wir möchten die Kinder daher früh im positiven Sinne mit diesen Themen in Berührung bringen“, erläuterte Bürgermeister Björn Ingendahl.
Die fairen Überraschungen in den Schultüten dienten nicht nur der Freude der Kinder, sondern verfolgten auch einen höheren sozialen Zweck. Weltweit haben viele Kinder nicht die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen und Bildung zu erlangen, da sie ihre Familien finanziell unterstützen müssen. Fairtrade setzt sich deshalb zum Ziel, Kinderarbeit und die zugrundeliegende Armut zu bekämpfen. Dazu gehören Maßnahmen wie existenzsichernde Löhne, stabile Mindestpreise und der Bau von Schulen.
Die Stadt Remagen, die im Jahr 2021 die Zertifizierung als Fairtrade-Stadt erhielt, möchte ebenfalls ihren Beitrag leisten. Unter dem Leitspruch „Global denken, lokal handeln“ arbeiten Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft zusammen, um den fairen Handel auf kommunaler Ebene zu fördern. Die Hoffnung ist, dass durch solche Bemühungen bald mehr Kinder weltweit Zugang zu Bildung erhalten können.
BA
