Allgemeine Berichte | 01.10.2018

Faire Woche 2018 in Linz

Faires Frühstück und Quinoa-Vorträge rahmen Faire Woche ein

Nelson Perez, Präsident von Anapqui, ein Zusammenschluss von Quinoa-Bauern des bolivianischen Hochlandes, berichtete über die Schwierigkeiten beim Quinoa-Anbau auf rund 3.700 m Höhe und über die Folgen des Klimawandels.Hans-Joachim Schmitz

Linz. Mit einem reichhaltigen „Fairen Frühstück“, zu dem der Weltladen Linz die Bevölkerung auf den Platz vor der Sparkasse eingeladen hatte, wurde wie im Vorjahr die Faire Woche eröffnet.

Im Angebot, das kostenfrei genutzt werden konnte, waren Kaffee, Tee, Säfte, Brot, verschiedene Brotaufstriche, Frischkäse sowie weitere leckere fair gehandelte Produkte aus dem Sortiment des Weltladens. Gerne wurde im Laufe des Vormittags das von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Weltladens aufgebaute Frühstücks-Angebot von Bürgerinnen und Bürgern angenommen.

Während des Fairen Frühstücks wurde vom Vorsitzenden des Vereins Eine-Welt Linz e.V., Hans-Joachim Schmitz, die Faire Woche 2018 offiziell eröffnet. Unter den Gästen konnte er, das CDU-Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags, Ellen Demuth, begrüßen. „Nach wie vor ist es für uns eine Herausforderung, großen Teilen der Bevölkerung die Vorteile des Einkaufs im Fairen Handel zu verdeutlichen“, sagte Hans-Joachim Schmitz, Vorsitzender des Vereins Eine-Welt Linz.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Weltladens werden nicht müde, immer wieder herauszustellen, dass die Menschen, die im Weltladen fair gehandelte Produkte einkaufen, zur spürbaren Verbesserung der Lebensbedingungen vieler Menschen in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika beitragen.

„Da der Faire Handel keine Hungerlöhne kennt, hilft der Einkauf im Weltladen den Menschen in strukturarmen Gebieten, dass sie von ihrer Arbeit leben können“.

Vortrag des Bolivianers Nelson Perez stieß auf großes Interesse

In Linz endete die Faire Woche mit dem Besuch des Bolivianers Nelson Perez in der Robert-Koch-Schule Linz.

Auf Einladung des Vereins Eine-Welt Linz berichtete Nelson Perez, der Präsident von Anapqui, ein Zusammenschluss von Quinoa-Bauern aus dem bolivianischen Hochlande ist, vor rund 40 Schülerinnen und Schülern über die Schwierigkeiten beim Anbau von Quinoa auf einer Höhe von rund 3.700 m sowie die Folgen des Klimawandels.

Die vielen Fragen der Schülerinnen udn Schüler, die Nele Nopper für Nelson Perez übersetzte, waren der beste Beweis dafür, dass der Vortrag mit viel Interesse aufgenommen wurde.

Am Tag vorher war Nelson Perez zu einem Vortrag im Katharinenhof der evangelischen Kirche Linz, wo seine Ausführungen vor rund 30 Besuchern ebenfalls ein großes Interesse fanden.

Das glutenfreie Wunderkorn Quinoa, das als eines der gesündesten Lebensmittel der Welt gilt, wird in einer Höhe von rund 3.700 m unter extremen klimatischen Bedingungen angebaut: Viel Sonne, starker Wind und kaum Feuchtigkeit lassen wenig andere Pflanzen gedeihen. Außer dem Anbau von Quinoa bietet die karge Landschaft kaum andere Einkommensmöglichkeiten.

Über 60 Besucher konnte sich der Verein Eine-Welt Linz auch bei der Multivisionsshow „Im Reich der Maya“ freuen, zu der während der Fairen Woche in die Stadthalle eingeladen wurde.

Vorsitzender Hans-Joachim Schmitz hätte sich gerne mehr Besucher gewünscht, da die beeindruckenden Fotos aus den Ländern Südmexiko, Belize, Guatemala und El Salvador, die von den Frankfurter Fotojournalisten Jutta Ulmer und Michael Wolfsteiner gemacht wurden, zum letzten Mal gezeigt wurden.

Ihr nächstes Projekt ist eine Weltreise, von der sie bestimmt viele neue atemberaubende Fotos für ihre neue Multivisionsshow mitbringen werden.

Nelson Perez, Präsident von Anapqui, ein Zusammenschluss von Quinoa-Bauern des bolivianischen Hochlandes, berichtete über die Schwierigkeiten beim Quinoa-Anbau auf rund 3.700 m Höhe und über die Folgen des Klimawandels.Foto: Hans-Joachim Schmitz

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