Allgemeine Berichte | 04.05.2020

Corona: Unterstützungsangebote bei häuslicher Gewalt weiterhin erreichbar

Fallzahlen häuslicher Gewalt könnten steigen

Auch nahestehende Bezugspersonen können sich melden

Kreis Ahrweiler. Durch das derzeitige Kontaktverbot aufgrund der Corona-Pandemie und der teilweisen Schließung von öffentlichen Einrichtungen sind Menschen mehr als sonst auf ihr häusliches Umfeld angewiesen. Die sozialen Kontakte sind häufig sehr eingeschränkt bis überhaupt gar nicht möglich. Für die meist weiblichen Opfer häuslicher Gewalt ist die Lage durch diese Isolation besonders brisant. Es ist zu befürchten, dass in der Corona-Krise auch bei uns die Fallzahlen der häuslichen Gewalt steigen könnten, etwa wie in China oder Spanien. Darum möchte der Runde Tisch gegen Gewalt Kreis Ahrweiler darauf hinweisen, dass die Hilfsangebote in der Region auch weiterhin erreichbar sind. An die Beratungsstellen können sich auch nahestehende Bezugspersonen der Betroffenen wenden.

Frauenberatungsstelle/Frauenhaus: Telefon 0 26 33/47 05 88, E-Mail beratungsladen@t-online.de, auch außerhalb der regulären Bürozeiten können Nachrichten hinterlassen werden, wie und wann eine Kontaktaufnahme möglich ist.

Frauennotruf: Für Frauen und jugendliche Mädchen bei sexuellen Übergriffen, Telefon 02 61/35 000 montags-freitags 9-12 Uhr, verschlüsselte Onlineberatung unter www.frauennotruf-koblenz.de

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: Bundesweit, kostenfreie Nummer, auch ohne Guthaben auf dem Handy erreichbar, 0 80 00 116 016, täglich 24 Stunden, Beratung in 17 Sprachen, Onlineberatung und Sofort-Chat unter www.hilfetelefon.de

WEISSER RING: Außenstelle Ahrweiler, Telefon 0151/55 16 48 21, bundesweites kostenfreies Opfertelefon 11 60 06, täglich 7-22 Uhr, www.weisser-ring.de

Vertrauliche Spurensicherung: Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler, Krankenhaus Maria Hilf, Dahlienweg 3 in Bad Neuenahr, Telefon 0 26 41/83-0, für Opfer sexueller Gewalt auch ohne Anzeige bei der Polizei

Traumaambulanz: Dr. von Ehrenwall’sche Klinik Ahrweiler, für Opfer einer Straftat im Sinne eines Gewaltverbrechens (Ambulanz nach dem Opferentschädigungsgesetz), Telefon 0 26 41/38 61 19, Informationen und Zugangsmöglichkeiten unter www.ehrenwall.de

Täterarbeitseinrichtung: „Contra häusliche Gewalt!“, Hovelstraße 22, 56073 Koblenz, Telefon 02 61/20 16 98 7, Mobil: 01 60/94 92 97 27, E-Mail: TAE.koblenz@web.de bietet Hilfe für gewalttätige Menschen

Polizeiliche Opferberatung: Telefon 02 61/103-1, E-Mail opferschutz.ppkoblenz@polizei.rlp.de

Polizei: 110 oder 0 26 41/97 4-0 (Ahrweiler), 0 26 91/92 5-0 (Adenau), 0 26 42/93 82-0 (Remagen)

Koordination des Runden Tisches gegen Gewalt Kreis Ahrweiler: Gleichstellungsbeauftragte Rita Gilles, Telefon 0 26 41/9 75-3 49, E-Mail rita.gilles@kreis-ahrweiler.de Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

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