Freiwillige Feuerwehr Dieblich
Familientag war ein voller Erfolg
Dieblich. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Dieblich wurden am vergangenen Wochenende alle Tore geöffnet. Für den Familientag war von den Verantwortlichen wieder ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt zusammengestellt worden. Wehrführer Björn Diehl sowie Dirk Jung als Vorsitzender des Fördervereins eröffneten um kurz nach 11 Uhr offiziell den Festtag. Neben den befreundeten Wehren hieß der Wehrführer auch den Dienstherrn der Feuerwehr, Bürgermeister Bruno Seibeld, willkommen. In seiner Ansprache betonte Seibeld, dass die Dieblicher Wehr gut aufgestellt sei. Sie verfüge derzeit über 32 aktive Mitglieder sowie 15 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr, die eine gute Basis für den Nachwuchs sei und dafür sorge, dass die Altersstruktur in der Wehr stimme.
Anschließend nahm der Bürgermeister einige Ernennungen und Beförderungen vor. Claudia Hörter wurde nach Abschluss ihrer Grundausbildung zur Feuerwehrfrau ernannt. Christian Hain und Maria Urmersbach wurden zu Oberfeuerwehrleuten, Denise Kutzinsky und Peter Urmersbach zu Hauptfeuerwehrleuten befördert. Walter Kries wurde zum Löschmeister befördert, Lukas Hain nach erfolgreicher Gruppenführerausbildung an der Landesfeuerwehrschule zum Brandmeister ernannt. Zum Schluss wurde Herbert Sauerborn nach 45 Jahren im aktiven Feuerwehrdienst auf eigenen Wunsch in die Alten- und Ehrenabteilung verabschiedet.
Vor der Fahrzeughalle stand das neue Mannschaftstransportfahrzeug der Wehr, das nun offiziell in Dienst gestellt und eingesegnet werden sollte. Dirk Jung sprach an, dass er sehr froh und stolz sei, dass es dem Förderverein gelungen war, innerhalb von nur zwei Jahren die notwendigen Mittel für dieses Fahrzeug zu beschaffen. Er bedankte sich bei der Verbandsgemeinde und der Ortsgemeinde Dieblich, die durch ihre Zuschüsse etwa die Hälfte finanziert hatten. Dieblicher Firmen und letztlich die fördernden Mitglieder der Wehr hatten den stolzen Betrag von rund 37.000 Euro zusammengebracht.
Er unterstrich den Nutzen, den dieses Fahrzeug sowohl für die aktive Wehr als auch für die Jugendfeuerwehr habe. Anschließend überreichte er mit dem Wunsch, dass dieses Fahrzeug immer wieder gut aus den Einsätzen und Übungen zurückkehren möge, den Schlüssel an Wehrführer Björn Diehl. Der zeigte sich sichtlich erfreut über das Fahrzeug und sprach an, dass hierdurch die Wehr wieder einen weiteren Schritt nach vorn gemacht habe.
Anschließend begrüßte er den Notfallseelsorger des Landkreises Mayen-Koblenz, Rainer Gotter, und bat ihn, das Fahrzeug zu segnen, was Gotter gern übernahm. Nachdem alle gut gestärkt waren, begann vor dem Zelt die Vorführung der Jugendfeuerwehr. Der Nachwuchs demonstrierte einen Löschangriff nach der Feuerwehrdienstvorschrift. Die Jugendlichen richteten eine Wasserentnahme her, rollten Schläuche aus und rückten so dem fiktiven Brand zu Leibe. Björn Diehl kommentierte die Übung und stellte anschließend das Betreuerteam und die Jugendfeuerwehrmitglieder vor. Bei der nächsten Übung der Jugendfeuerwehr ging es um ein Kinderspielgerät. Mit Mitteln, die auf dem Löschfahrzeug verladen sind, wurde eine Schaukel gebaut. Jugendwart Jonathan Sauer erläuterte, dass die Jugendlichen so spielerisch viele verschiedene Knoten lernen und was sie alles mit einer Steckleiter machen können. Beim nächsten Programmpunkt waren die aktiven Feuerwehrmitglieder gefragt. Um 15.30 Uhr heulte die Sirene am Gerätehaus auf und kündigte die Schauübung an. Auf der Kreuzung zur Römerstraße war die Ladung eines Traktoranhängers in Brand geraten. Dichter Rauch quoll unter der Abdeckplane hervor. Nach dem Eintreffen des Löschfahrzeugs erkundete Gruppenführer Dirk Jung die Lage und gab seiner Mannschaft den Einsatzbefehl. Der Melder, das zurzeit älteste aktive Mitglied Herbert Klause, betreute den Fahrer des Traktors bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Während der Angriffstrupp unter Atemschutz bereits zum Löschangriff vorging, rückten weitere Feuerwehrkameraden mit dem Mannschaftstransporter nach. Sie unterstützten den Aufbau der Wasserversorgung, die von einem weiter entfernten Hydranten hergestellt werden musste, und sicherten die Unfallstelle ab. Mit vereinten Kräften konnte das Feuer schnell abgelöscht werden und dem Wehrführer, der auch diese Übung für die vielen Zuschauer kommentierte, „Feuer aus“ gemeldet werden. Björn Diehl stellte abschließend die bei der Übung eingesetzten Wehrleute vor.
