Allgemeine Berichte | 02.02.2021

Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V. im Dauereinsatz

Fangaktionen nehmen kein Ende

Immer wieder müssen Kitten gefangen werden. Foto: privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Das neue Jahr geht weiter, wie das alte Jahr aufgehört hat“, seufzt Anita Andres, 1. Vorsitzende des Katzenschutzvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V., „wir sind bei Fangaktionen im Dauereinsatz und unsere Pflegestellen sind überfüllt“. 2020 war für die Helfer des Vereins nicht nur wegen Corona ein Horror-Jahr. Nie in der über 40-jährigen Vereinsgeschichte wurden so viele verwilderte, ausgesetzte Kätzchen – krank, unterkühlt, ausgehungert, voller Parasiten und Flöhe – gefunden und mussten aufgepäppelt werden. Als Dauerbrenner entpuppt sich eine pfiffige Katzenmutter in der Grafschaft, die sich allen Versuchen sie einzufangen und zu kastrieren schon seit längerer Zeit entzieht: das heißt regelmäßig zweimal im Jahr ist eine neue Kinderschar – zuletzt waren es vier Kitten – einzufangen, aufzupäppeln und mit viel Geduld und Liebe an den Menschen zu gewöhnen – es sind ja Wildchen – bevor sie vermittelt werden können.

Weitere Fangaktionen wurden u.a. in Hilberath, Bengen, Berg und Brohl-Lützing mit Unterstützung tierlieber Menschen durchgeführt, in deren Nähe die Kätzchen gestrandet waren. Fangaktionen sind ein wesentlicher Beitrag, die Not der Straßen- und Streunerkatzen zu lindern. Statt sich weiter zu vermehren werden die Kätzchen kastriert und gechippt und werden geimpft, vermittelt, soweit sie noch jung genug sind um sich an den Menschen zu gewöhnen. Anderenfalls werden sie am Fundort wieder freigelassen und von Tierfreunden unter Mithilfe des Katzenschutzvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V. (Futter, Häuschen, Decken etc.) gefüttert und bei Bedarf tierärztlich versorgt. Insgesamt konnten so über 50 Tiere teilweise vermittelt und gerettet werden.

Zugenommen hat leider auch das Aussetzen von Tieren, nicht selten sogar von Rassekatzen. Die Gründe bleiben rätselhaft, aber häufig sind die Tiere krank, wenn der Verein sie aufnimmt, es bleibt also zu vermuten, dass schlichtweg der Gang zum Tierarzt und die damit verbundenen Kosten gescheut wurde. Besonders tragisch wird es, wenn eine Katzenmutter nicht mehr in der Lage ist, die Kätzchen zu füttern, z.B. weil sie selbst hungert und keine Milch mehr hat. Die Natur hat ihre eigenen Gesetze und so werden die Kitten dann sich selbst überlassen und haben keine Chance zu überleben. Ein Riesenglück, wenn dann ein aufmerksamer Spaziergänger das Kleine am Feldweg, am Straßenrand oder im eigenen Garten herumirren sieht und für Hilfe sorgt. In Bad Breisig konnten so zwei Kitten auf einem Reiterhof gerettet werden, für die Geschwister kam aber jede Hilfe zu spät. Heute tollen die beiden Rabauken übermütig und voller Lebensfreude durch ihr neues Zuhause – für die Helfer des Vereins eine wunderbare Belohnung für die geleistete Arbeit.

„Leider können wir wegen Corona weiterhin keine Veranstaltungen durchführen“, so Anita Andres. „Daher wird auch unser beliebtes Frühlingsfest im März ausfallen müssen. Das schmerzt uns sehr, denn zum einen finanzieren wir uns ja hauptsächlich über Spenden und die Veranstaltungen, zum anderen ist uns auch der Kontakt mit unseren Mitgliedern und Förderern und überhaupt der Kontakt mit Tierfreunden aus dem Vereinsgebiet wichtig. Wir erhalten immer wieder wichtige Hinweise für unsere Arbeit.“

Der Verein freut sich über jede Art von Hilfe – sei es Futter-Spenden oder eine kleine finanzielle Aufmerksamkeit – Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden – unter IBAN: DE 27 5775 1310 0000 8154 31 Kreissparkasse Ahrweiler.

Immer wieder müssen Kitten gefangen werden. Foto: privat

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