Allgemeine Berichte | 28.11.2016

Ausstellung „Rheinische Impressionen“ von Künstlerin Natalia Lew verzauberte die Gäste im Rathaus Oberwinter beim Adventsmarkt

„Farben vermitteln den Menschen in ihrer Gesamtheit Harmonie, Frieden und Würde“

Die Künstlerin Natalia Lew zeigt ihre Werke in der Ausstellung „Rheinische Impressionen“. AB

Oberwinter. Eine Gemäldeausstellung unter dem Titel „Rheinische Impressionen“ von der in Moskau geborenen Künstlerin und Kunsthistorikerin Natalia Lew präsentierte der Rathausverein Oberwinter zum Oberwinterer Adventsmarkt. Einen Abend vorher waren bei der Ausstellungseröffnung nicht ganz so viele Gäste anwesend. Dies war sicher der Fall, weil die Adventsmarktgäste in Oberwinter die Ausstellung während des Adventsmarktes besuchen konnten. Die Möglichkeit, die wunderschöne Ausstellung beim Adventsmarkt zu besuchen, wurde denn auch von vielen, vielen Gästen genutzt.

Laudatio von Maria Birger

Bei der Ausstellungseröffnung sprach Rathausvereinsvorsitzender Hans Metternich kurze Begrüßungsworte, bevor die Tochter von Natalia Lew, Maria Birger, die Laudatio auf die Künstlerin und Mutter hielt.

Die in Moskau geborene Künstlerin und Kunsthistorikerin hat neben ihrem Studium an der Moskauer Lomonosov Universität, beim renommierten russischen Graphiker Wladimir Domogackij gelernt und sich intensiv mit der russischen, französischen und holländischen Malerei beschäftigt. Seit den 1990er Jahren hat sie an zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen teilgenommen.

Die in Oberwinter gezeigten Ölgemälde sind inspiriert durch die rheinische und oberbergische Natur, deren Schönheit Natalia Lew in Stillleben und Landschaften zelebriert. Die Gemälde laden ein, den Zauber des Rheins und die vielstimmigen grünen Wälder, die sich im See von Maria Laach spiegeln, zu entdecken oder den im Stillleben eingefangenen Klängen einer Mandoline nachzulauschen. Maria Birger betonte in ihrer Laudatio, dass Natalia Lew seit 1990 im Rheinland lebt und arbeitet. Bereits als Schülerin habe sie die Malerei für sich entdeckt. Ihr Weg zur Bildenden Kunst habe im renommierten Moskauer Pushkin Museum begonnen. Nach dem Abitur habe sie an der Moskauer Lomonosov Universität Kunstgeschichte studiert. Parallel dazu habe sie bei bei Graphiker Wladimir Domogackij studiert, über dessen Schaffen sie ihre Abschlussarbeit geschrieben habe. Nach dem Studium habe sie sich verstärkt der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts gewidmet und unter anderem eine Monographie über den holländischen Künstler Emanuel de Witte veröffentlicht. Zu der Harmonie der holländischen Landschaften und Stillleben sei sie immer wieder zurückgekehrt. Ihre Werke seien aber auch von Jean Siméon Gardin und Impressionisten inspiriert. Im Anschluss bat Historikerin Maria Birger die Gäste der Ausstellungseröffnung, die Augen für wenige Minuten zu schließen, um sie nach den vielen Außeneindrücken zu „neutralisieren“.

Die Harmonie der Natur

Einen Ausflug in die vom Grundgesetz verankerten Werte wagte Maria Birger. Dort heiße es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Das sei ein wunderschöner Satz, den man in den Bildern von Natalia Lew, die heute den Saal zieren würden, wiederfinden würde. In Stillleben, Interieurs und Landschaften stelle Natalia Lew die Harmonie der Natur, in der ein würdevolles Leben möglich ist, ins Zentrum ihres Schaffens und Denkens. „Wir sehen die Schönheit dessen, was von Menschen geschaffen und erhalten werden kann, eine harmonische, eine schöne Umgebung“, so Maria Birger. Schönheit sei mehr als abstrakte Ästhetik. Schönheit sei Gleichgewicht zwischen den Farben sowie zwischen den Farben und der Komposition. Schönheit sei der Gedanke, der die Zeit gehabt habe, durchdacht und adäquat materialisiert zu werden. Natalia Lew durchdenke und erfühle und mache durch Farbe und Komposition sichtbar, was alle genießen: die scheinbar kleinen Dinge des Lebens: den Blick auf den Rhein, die Spiegelungen des Wassers, ein Stillleben. Die Harmonie des Alltags. So werde das Leben in Farbe durchkomponiert, in feinsten Schattierungen, die voller Abwechslung und somit voller Spannung seien. Farben würden keine Einzelbotschaften vermitteln, sondern sie würden in ihrer Gesamtheit wirken und den Menschen Harmonie, Ruhe, Frieden und Würde vermitteln. Das sei der Kern der Schönheit, in jeder Form, in jeder Farbe. Den Gästen wünschte Maria Birger viel Vergnügen beim Betrachten der Bilder und eine schöne Adventszeit. AB

Die Künstlerin Natalia Lew zeigt ihre Werke in der Ausstellung „Rheinische Impressionen“. Foto: AB

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