Karnevalsgesellschaft Buschhoven von 2015
Fastelovend am Morje macht müde Narren munter
Wegen der großen Nachfrage wurde die Veranstaltung vom Pfarrerheim in die Schützenhalle verlegt – Erstmals traten zwei Tanzgruppen der KG auf
Buschhoven. Zum zweiten Mal veranstaltete die erst 2015 gegründete Karnevalsgesellschaft Buschhoven ihren „Fastelovend am Morje“, und schon war die Nachfrage so groß, dass sie vom katholischen Pfarrheim als ursprünglich geplantem Veranstaltungsort kurzerhand in die Schützenhalle umziehen mussten. Dort begrüßte Sitzungspräsident Michael Schäfer die zahlreichen Narren, die sich schon gleich nach dem Frühstück auf den Weg in die fünfte Jahreszeit begeben hatten. Wer vom Vorabend noch etwas müde war, wurde spätestens mit dem Einzug der Prinzengarde Alfter aufgeweckt, denn die hatten ihren Musikzug mit dabei, der gleich einmal ordentlich auf die Pauke haute. So langsam entwickelt sich die Buschhoven der Karnevalsgesellschaft zu einer Gänsefüßchen auf kompletten KG, denn erstmals traten auch zwei Tanzgarden auf. Die kleine und die große Garde zählen zusammen 15 junge Damen, sie werden trainiert von Pia Gohsen, Nina Braf und Katrin Kurpiela. Das war schon wirklich großartig anzusehen. Anschließend erfreute der „Knubbelich vum Klingelpötz“ (Ralf Knoblich) in historischer Uniform und mit Pickelhaube von seinen unglaublichen Erlebnissen als Gefängniswärter, denn im wahren Leben ist er tatsächlich in der JVA Ossendorf aktiv. Dort begegnet ihm die ganze Bandbreite der „gesetzlich ausgerutschten“ Mitmenschen, und seine Erlebnisse brachte er mit seiner ihm eigenen raubeinigen Herzlichkeit zu Gehör.
Alle Tollitäten gaben sich ein Stelldichein
Sogar auf Tollitäten mussten die Buschhoven nur nicht verzichten, denn nicht nur das Rheinbach Dreigestirn machte seine Aufwartung, sondern sämtliche Tollitäten der Gemeinde Swisttal in Begleitung ihrer jeweiligen Karnevalsgesellschaften. Zu dem Kinderprinzenpaar aus Ollheim mit Prinz Lukas I. (Bößmann) und Prinzessin Johanna I. (Ellmer), dem Dreigestirn aus Morenhoven mit Prinz Daniel (Schmitz), Bauer Linus (Schäfer) und Jungfrau Felicitas (Felix Heising) gesellte sich auch das Dreigestirn aus Dünstekoven mit Prinz Sven I. (Sustar), Bauer Jörg I. (Kaster) und Jungfrau Iris I. (Rang). Da war Jubel im Saal, unzählige Orden wurden ausgetauscht und der Spielmannszug der Feuerwehr Buschhoven spielte dazu.
Der Sessionsorden der KG zeigt übrigens das Maskottchen „Berti“ neben dem Römerkanal.
Kaum war die Bühne wieder frei, fegten die „Blömcher“ mit ihrem Sessionshit „Mer driehe alles eröm“ durch den Saal und sorgen dafür, dass tatsächlich das Publikum Kopf stand. Eine witzige Rede ließ anschließend „Paul Posthorn“ (Heinz Pohl) vom Stapel. Irgendwie wurde er bei der Privatisierung der Bundespost vergessen, also sitzt er weiter in der letzten Handvermittlung, erteilt Auskunft und telefoniert mit Politikern, Promis und anderen wirklich wichtigen Leuten. In seiner mobilen Amtsstube hat Paul Posthorn für alles und jeden einen, meist ungebetenen, Rat.
Akrobatik und Choreografie vom Feinsten
Sehenswerter auch der Auftritt der Tanzgruppe „Höppebeenche“ aus Bergheim. Die Tanzgruppe wird von Kerstin Großmann trainiert und von Doris Rützel betreut und zeigte Akrobatik und Choreografie vom Feinsten. Der tosende Applaus des Publikums war den jungen Damen in schwarz-grün-weiß gewiss. Die „Kalauer“ Gotti Kalenberg und Rainer Höfer waren auch dabei, aber natürlich „nur wegen der Kellnerin“, und hatten anschließend ordentlich „Heimweh“. Ohne eine Zugabe kamen sie nicht mehr aus dem Saal. Ebenfalls toll trainiert hatte die Tanzgruppe „Starlights“ aus Jakobwüllesheim, bevor am Ende die Bonner Karnevalsband „Op Zack“ noch einmal ordentlich Gas gab mit dem „Durschlöscher Leed“, denn sie hatten die „Nas noch lang nit voll“.
JOST
