Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
Fernwärme oder eigene Heizungsanlage
Mainz. Mit dem Hausbau stellt sich auch die Frage nach dem einzusetzenden Energieträger und der Heizungsanlage. Wärme kann auch gebrauchsfertig über Rohrleitungen frei Haus geliefert werden – was nach Science Fiction klingt, kann durch den Anschluss an ein Wärmenetz Wirklichkeit werden. Der Anteil der mit Fern- oder auch Nahwärme beheizten Neubauten steigt von Jahr zu Jahr an. Die Erzeugung der Fernwärme erfolgt üblicherweise in Kraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung; dort wird Strom erzeugt und die dabei entstehende Abwärme genutzt. Bei keiner anderen Art der Energieerzeugung wird der Brennstoff so effizient ausgenutzt. Bei der Verteilung der Wärme im Fernwärmenetz kann es allerdings zu Verlusten kommen. Ein weiterer Vorteil ist, dass keine Verbrennung im eigenen Haus erfolgt und somit Besuche des Schornsteinfegers, Kontroll- und Wartungsaufwand weitgehend entfallen. Im Haus wird lediglich eine kleine Fläche für die Fernwärmeübergabestation benötigt. Allerdings hat der umweltfreundliche Fernwärmesektor in Sachen Transparenz und Verbraucherfreundlichkeit noch einiges nachzuholen. Fernwärmeversorger verfügen innerhalb eines Netzes über eine Monopolstellung. Nicht selten wird diese in Baugebieten durch einen Anschluss- und Benutzungszwang zementiert. Diese Fernwärmekunden haben keine Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln oder auf ein anderes Heizsystem umzustellen. Und gebietsweise können Fernwärmepreise stark voneinander abweichen. Beim Kostenvergleich von Heizungssystemen, wie zum Beispiel Fernwärme mit Gasheizung, dürfen nicht nur die Brennstoffkosten betrachtet werden. Ein aussagekräftiger Vergleich muss kapitalgebundene Kosten, Brennstoffkosten, Hilfsenergie und betriebsgebundene Kosten, die durch Wartung und Instandhaltung entstehen, berücksichtigen.
Persönliche Gespräche
Eine individuelle Beratung zur Auswahl der Heizungsart und Hilfestellung beim Vollkostenvergleich erhalten Ratsuchende im persönlichen Gespräch mit Energieberatern der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nach telefonischer Voranmeldung. Im Landkreis Neuwied finden die nächsten Sprechstunden wie folgt statt:
•In Asbach in der Verbandsgemeindeverwaltung am 21. September von 13:45 bis 16:45 Uhr.
In Bad Hönningen im Rathaus am 5. Oktober von 8:15 bis 12 Uhr.
In Dierdorf in der Verbandsgemeindeverwaltung am 22. September von 15 bis 18 Uhr.
In Neuwied in der Kreisverwaltung am 28. September von 14 bis 17:45 Uhr.
In Puderbach in der Verbandsgemeindeverwaltung am 13. Oktober von 15 bis 18 Uhr.
In Rengsdorf in der Verbandsgemeindeverwaltung am 20. Oktober von 15 bis 18 Uhr.
Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Telefonische Voranmeldung unter (08 00) 6 07 56 00 (kostenlos). Montags von 9 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr.
Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.
