Allgemeine Berichte | 02.02.2026

121 Jahre gelebter Brauchtum, Zusammenhalt und Ehrenamt

Festkommers zum Jubiläum: 11 x 11 Jahre Große Erpeler Karnevalsgesellschaft

Große Jubiläumsfeier in Erpel.Foto: privat

Erpel. Mit einem feierlichen Festkommers hat die Große Erpeler Karnevalsgesellschaft 1905 e.V. am Sonntag ihr außergewöhnliches Jubiläum begangen: 11 x 11 Jahre Vereinsgeschichte – karnevalistisch gezählte 121 Jahre gelebten Brauchtums, Zusammenhalt und Ehrenamt.

Pünktlich um 11:11 Uhr eröffneten Sitzungspräsident Jörg Buchmüller und Ehrenmitglied Joachim „Waldi“ Waldmann den Festkommers mit einer Festrede. In ihrer gemeinsamen Ansprache gaben sie einen eindrucksvollen Blick in die vergangenen 11 x 11 Jahre der Gesellschaft – eine lebendige Geschichtsstunde, die den Bogen von den Anfängen bis zur heutigen Vielfalt der GEK spannte. Sie erinnerten an Generationen von Aktiven, an schwierige Zeiten und an den unermüdlichen Einsatz vieler Ehrenamtlicher, ohne die der Verein heute nicht das wäre, was er ist.

Prinz Rainer I., der seine Prinzessin Sabine „Sum Sum“ entschuldigen musste, stellte sich im Rahmen des Festkommers noch einmal vor. In seiner Ansprache betonte er, dass Karneval in Erpel weit mehr sei als das Geschehen auf der Bühne: Er lebe von den Menschen dahinter, davor und mittendrin – von Gemeinschaft, Zusammenhalt und gelebter Tradition.

Durch das Programm führte charmant die amtierende Erpeler Weinkönigin Lea Warnke. Sie übernahm nicht nur die Moderation des Vormittags, sondern trug auch mehrere Grußworte vor, da einige Ehrengäste terminlich verhindert waren. So wurden unter anderem die Glückwünsche des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer, von Jan Ermtraud, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Hönningen, sowie von Andrea Bardelt, stellvertretende Schulleiterin der St. Johannes Grundschule Erpel, von ihr verlesen.

Persönlich anwesend waren zahlreiche Ehrengäste und Gratulanten, darunter Landrat Achim Hallerbach, der 1. Beigeordnete der Verbandsgemeinde Unkel, Marcus Fischer, sowie Ortsbürgermeister Günter Hirzmann. Zudem gehörte Landtagskandidat Jürgen Schmied zu den Gästen des Festkommers.

Alle Redner des Vormittags wurden im Rahmen der Veranstaltung mit dem Orden der Jubiläumssession geehrt. Die Übergabe übernahmen Kassiererin Laurie Anna Labonte und Schriftführer Udo Gramenz, die damit den Dank der Gesellschaft für die würdigenden Worte und die Verbundenheit mit dem Erpeler Karneval zum Ausdruck brachten.

Den Abschluss des Festkommers bildete der Gratulationscour. Zahlreiche befreundete Vereine aus Erpel sowie Abordnungen regionaler Karnevalsgesellschaften, des Heimatordenkapitels und von „Ad Erpelle“ erwiesen der GEK ihre Glückwünsche. Besonders ins Auge fiel dabei die große Zahl an Erpeler Vereinsvertretern, die in Uniformen der GEK auf der Bühne standen – ein sichtbares Zeichen für die enge Verbundenheit der örtlichen Vereine und für das außergewöhnliche Engagement vieler Mitglieder, die gleich mehrere Funktionen unterschiedlicher Gruppierungen ausüben.

Für einen besonderen Schmunzler sorgte in diesem Zusammenhang Weinkönigin Lea, die ihre Weinköniginnenkrone zur Uniform der Ehrengarde kombiniert hatte. Sie beschrieb diesen Auftritt augenzwinkernd als das „Vokuhila-Prinzip: Oben Business, unten Party“.

Der Festkommers machte eindrucksvoll deutlich, wofür die Große Erpeler Karnevalsgesellschaft seit nunmehr 121 Jahren steht: für Widerstandskraft in schwierigen Zeiten, für generationsübergreifendes Engagement und für einen Karneval, der Tradition bewahrt, ohne stehen zu bleiben. Das Jubiläum 11 x 11 Jahre wurde so nicht nur zum Rückblick, sondern zugleich zu einem klaren Bekenntnis zur Zukunft des Erpeler Karnevals.

Fotogalerie: Festkommers der GEK in Erpel 2026

11 x 11 Jahre Vereinsgeschichte – karnevalistisch gezählte 121 Jahre gelebten Brauchtums, Zusammenhalt und Ehrenamt in Erpel. Fotos: privat
Alle Fotos: privat
Alle Fotos: privat
Alle Fotos: privat
zurück zum Artikel

Große Jubiläumsfeier in Erpel. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Hausmeister, bis auf Widerruf
Gesundheit im Blick
2+1 Aktion
Hochschule Koblenz Stellenanzeige
Gesundheit im Blick
Stellenanzeige Reinigungskraft
Stellenanzeige Sachbearbeiterin im Veterinärwesen
Jakobsmarkt Remagen
Empfohlene Artikel
Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.Foto: privat
18

Es gibt eine Rubrik der kuriosen Feiertage, die im Internet abrufbar ist und für jeden Tag im Jahr eine Vielzahl interessanter oder auch nur amüsanter Feiertage auflistet. Für den 28. Juli wird in dieser Liste der Tag des Kaffeesatzes ausgewiesen, der bundesweit seit 2021 begangen wird. Ob es sich wirklich um einen Feiertag handelt oder nicht doch um einen initiierten Gedenktag, da nicht alle Kaffee trinken , das sei dahingestellt.

Weiterlesen

Die Innenstadt war stets gut besucht.
55

Remagen. Es stimmte einfach alles beim ersten Jakobsmarktsonntag in Remagen. Fand am Abend vorher die Wallfahrtseröffnung mit der Erhebung des Heiligen Hauptes großen Zuspruch, so erlebte der erste Jakobsmarktsonntag wohl sein bestes Jahr seit einigen Jahren. Nicht zuletzt sorgten dafür die sehr angenehmen Temperaturen. So ließen es sich wirklich Tausende Gäste aus Nah und Fern nicht nehmen, nach Remagen zu kommen und den ersten Jakobsmarktsonntag zu besuchen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
3262

Rhein-Sieg-Kreis. Nach dem eine Verkehrsunfall in der Nacht zu Sonntag (5. Juli) auf der Bundesautobahn 61 zwischen den Anschlussstellen Miel und Rheinbach ist die sechsjährige Tochter der verunfallten Familie am Mittwoch (15. Juli) in einer Klinik ihren schweren Verletzungen erlegen. Das Mädchen war unmittelbar nach dem Unfall notoperiert worden und befand sich seitdem in intensivmedizinischer Behandlung.

Weiterlesen

Foto: Polizei
3606

Der Mann soll eine Seniorin um ihr Geld betrogen haben:

18.07.: Foto-Fahndung in Neuwied: Wer kennt diesen Mann?

Neuwied. Am 16.06.2026 wurde eine 76-jährige Seniorin in Neuwied Opfer eines Betrugs. Gegen 11:30 Uhr kontaktierte sie ein bislang unbekannter Täter telefonisch und gab sich als Mitarbeiter einer Bank aus. Kurz darauf erschien ein der Geschädigten unbekannter Mann an der Anschrift und erlangte ihre Bankkarte samt PIN.

Weiterlesen