Traditionelles Festkonzert des Stadtorchesters Andernach
Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit
Andernach. Das Stadtorchester Andernach veranstaltete das traditionelle Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit. Es fand nun bereits zum 14. Mal statt. Mit rund 450 Zuschauern begann die Veranstaltung pünktlich mit der Begrüßung durch den Moderator Helmut Jäger. Seit 2014 steht dieses Festkonzert unter der musikalischen Leitung eines europäischen Gastdirigenten. So war nicht etwa Stadtkapellmeister Bertram Kleis der Dirigent, sondern in diesem Jahr Norbert Hebertinger aus Österreich, auf dessen Heimatland der Fokus lag. Insgesamt acht Stücke spielte das Orchester – vor jedem sprach Moderator Helmut Jäger ein paar Worte zur Entstehung. Er sorgte mit seiner lockeren Art für den ein oder anderen Lacher unter den Zuschauern in der Mittelrheinhalle.
Mit Stücken wie beispielsweise „Tirol 1809“, der Ouvertüre „Die Fledermaus“ oder einem Medley aus dem Musical „Elisabeth“ präsentierten die 64 Musiker an diesem Abend ihr musikalisches Können.
Bereits im Vorfeld wurde intensiv geprobt. „Nach unserem Frühjahrskonzert haben wir direkt mit den Vorbereitungen zu diesem Konzert begonnen“, erklärt Markus Elz. Er ist seit sieben Jahren Saxofonist im Jugendorchester und seit einem Jahr aktiv im Stadtorchester dabei. „In den fünf Monaten haben wir zwei Probewochenenden zusammen mit Norbert Hebertinger verbracht, bei denen wir wirklich intensiv, teilweise sechs bis sieben Stunden am Tag, geprobt haben, bis alles sitzt.“ Für das Ensemble ist es jedes Mal eine neue Herausforderung, mit einem Gastdirigenten zu arbeiten. Der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe ist groß, erklärt er. Regelmäßig finden auch Probefahrten in die Partnerstädte Andernachs statt. „Durch den großen Zusammenhalt, der dabei entsteht, sind wir natürlich bestens eingespielt“.
Und dieser war in der Musik wiederzufinden: laut und leise, schnell und langsam – zusammen mit Dirigent Hebertinger und seiner Erfahrung aus dem Polizeiorchester war ein modernes Orchester auf der Bühne zu bewundern, welches nahezu jedes Stück mit seinen musikalischen Fähigkeiten meisterte. Lauter Applaus des Publikums bestätigte dies. Doch nicht nur die Musik war Bestandteil der Veranstaltung. Leopold Richentzky, ehemaliger Bürgermeister von Stockerau 1979-2006, war als Gastredner angereist. Er betonte seine Unfassbarkeit über die damaligen Ereignisse vor dem Mauerfall. Oberbürgermeister Achim Hütten stellte die Wichtigkeit der drei Grundwerte Einigkeit, Recht und Freiheit dar. Wehmütig trennt sich das Stadtorchester mit restloser Zufriedenheit von Norbert Hebertinger und hofft auf eine erneute Zusammenarbeit mit ihm - freut sich aber bereits auf die Arbeit und die Proben mit einem neuen Gastdirigenten im nächsten Jahr. Schon jetzt probt das Jugendorchester fleißig für sein Adventskonzert am 27. November, während sich das Stadtorchester intensiv auf die beiden Adventskonzerte am 17. und 18. Dezember sowie auf zwei Frühlingskonzerte am 8. und 9. April 2017 vorbereitet.
