Heimerzheimer Sankt Sebastianus-Kunibertus Schützenbruderschaft
Festmesse vor dem großen Schützenfest
Ein liturgischer Gottesdienst wurde in der Pfarrkirche Sankt Kunibert der Pfarrgemeinde Heimerzheim zelebriert
Heimerzheim. Für die Heimerzheimer Sankt Sebastianus-Kunibertus Schützenbruderschaft ist es selbstverständlich, dass am Anfang des großen Festwochenendes in der Pfarrkirche Sankt Kunibert auch ein liturgisches Fest gefeiert wird. Heimerzheim ist mit St. Kunibert und St. Sebastian eng verbunden. Kunibert war ein großer Bischof von Köln, der dem angeschlagenen Bistum wieder zur Blüte verhalf. Er erwarb sich mit der Gründung kreative Einrichtungen, Dank und Hochachtung. Sankt Kunibert ist der Patron der Heimerzheimer Pfarrkirche. Erzbischof Anno II veranlasste im Jahr 1074, das die Heimerzheimer fortan ihre Abgaben an das St. Kunibertus Stift zu entrichten hatten. Dies ist gleichzeitig die erste bekannte Erwähnung von Heimerzheim. Zwar ist Kunibert der Pfarrpatron, jedoch die Verehrung von Sankt Sebastian hatte in den zurückliegenden Jahrhunderten einen besonderen Stellenwert. Heimerzheim wurde immer wieder von der Pest heimgesucht, und da Sebastian auch der Schutzheilige der Pest Erkrankten war und ist, wurde ihm in der Heimerzheimer Pfarrkirche viel Achtung erwiesen. So ist ihm neben der Figur an der hinteren Säule auch das Bild unter der Orgel gewidmet. Es zeigt Engel, die Sebastian von den Pfeilen befreien, denn Sebastian ist als bekennender Christ nicht an den Pfeilen der Bogenschützen des Kaisers, sondern später im Circus Maximus gestorben. Der rechte Seitenaltar, der von der Familie Meinerzhagen im 17. Jahrhundert gestiftet wurde, zeigt im oberen Bild die Auferstehung des Heiligen Sebastian über Heimerzheim und Dünstekoven. Das Kloster Schillingskapellen und die alte Kirche von Heimerzheim sind erkennbar. So ist für die Schützenbruderschaft dieser Gang in die Heimerzheimer Kirche ein echtes Heimspiel. Mit Hauptmann Willi Euskirchen an der Spitze zog das Königspaar in die Kirche ein. Pater Marek Madej erinnert in seiner Begrüßung an diese alte Tradition der Schützenbruderschaft. Weiter sagte er, dass dieser gute Brauch von dem Glauben getragen ist, dass sie ihr Leben, Arbeiten und Feiern unter Gottes Schutz stellen und nicht alles als selbstverständlich ansehen: „Ihr, liebe Schützenfamilie, wollt nun gemeinsam mit vielen Heimerzheimern und weiteren Gästen ein großes Fest feiern. Dies ist euer großer Beitrag für unser Miteinander.“ Er unterstrich, dass die Kirche nicht außerhalb der Gesellschaft steht und ihr immer wieder der Wind ins Gesicht bläst , denn der moderne Lebensstil vieler Gläubigen hat keinen Platz mehr für unbequeme Leitsätze. Nach der Messe versammelten sich die Schützen, ihre Gäste und alle weiteren Gläubigen vor dem Ehrendenkmal und ehrten die Toten. Brudermeister Werner Neubauer erinnerte insbesondere an den erst vor kurzem verstorbenen Karl Heinz Radermacher. Manfred Lütz, der den Königsvogel abgeschossen hat, wird in der Krönungsmesse am 7. September feierlich zum neuen Schützenkönig ernannt. Mit seiner Königin Ruth an der Seite wird er die Schützen in den kommenden zwölf Monaten präsentieren.
