3,2 Millionen Euro-Projekt wurde bei einem Festakt mit 100 Personen eingeweiht
Feuerwehrhaus Hausen ist ein „Schmuckstück“ für die Wehr
Hausen. „Mit Mut und Ehre im Dienst für alle, im Feuerwehrhaus stets auf Wache, die Halle.“ Dieser Reim war Tenor bei der Einweihung des neuen Feuerwehrhauses zwischen Hausen und Reuschenbach. Dazu hatte Bürgermeister Hans-Werner Breithausen, der höchste Feuerwehrchef der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, etwa 100 Personen in das „Schmuckstück“ der Hausener Wehr eingeladen. Darunter Innenminister Michael Ebling, Landrat Achim Hallerbach, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Holger Kurz sowie Kommunalpolitiker und die große Feuerwehrfamilie.
Auf 650 Quadratmetern Fläche sind in dem Feuerwehrhaus an der Kreisstraße eine Halle für drei Fahrzeuge sowie Atemschutzwerkstatt, Mannschafts-, Schulungs-, Lager-, Technik- und Jugendfeuerwehrraum untergebracht. Draußen gibt es für die Flächenentwässerung ein Retentionsbecken, das an den Domersbach angebunden ist.
Bitte an Innenminister
Bürgermeister Breithausen verwies bei seiner Begrüßung auf das Feuerwehrwesen in der Verbandsgemeinde: „Wir haben zwölf Feuerwehreinheiten mit 400 Aktiven, darunter 30 Frauen und 370 Männer und noch 50 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Sie versehen ehrenamtlich ihren Dienst am Nächsten, das waren 420 Einsätzen im Jahr 2023.“ Breithausen bat Innenminister Michael Ebling sich doch für eine baldige Lieferung des Löschgruppenfahrzeugs Katastrophenschutz (LFKS 20) einzusetzen. Nicht nur der vom Land geförderte Stellplatz im neuen Feuerwehrhaus – zu dem 3,2 Millionen-Projekt gab das Land über 180 000 Euro – sei noch frei, sondern das Fahrzeug sei zum Schutz der Bevölkerung äußerst wichtig. „Ich weiß, dass durch die Ahrkatastrophe andere Prioritäten gesetzt werden, aber die mit 27 000 Einwohnern größte Verbandsgemeinde im Kreis hat eine zu schützende Fläche von 130 Quadratkilometern, darunter auch der Katastrophen- und Hochwasserschutz an der Wied“, wandte Breithausen sich an den Innenminister.
„Investition in die Sicherheit der Bürger“
In den 20 Monaten Bauzeit habe viele Unternehmen aus der Verbandsgemeinde an diesem Neubau gearbeitet. „Es ist eine Investition in die Sicherheit der Bürger und in die Zukunft. Denn wenn Mannschaft, Fahrzeuge und Geräteausstattung stimmen, ist das eine Motivation für die Bereitschaft, sich für den ehrenamtlichen Einsatz bei der Feuerwehr zu engagieren.“ Die 33 Hausener Feuerwehrleute haben pro Jahr etwa 40 bis 50 Einsätze, manchmal auch in Pflegeheimen, Kliniken, Kindergärten, Firmen und Einkaufsmärkten.
Innenminister Michael Ebling hob hervor, dass der Neubau eine gute Entscheidung für die Ehrenamtlichen und die Sicherheit der Bürger war. Er kritisierte aber auch, dass Bürger oft viel zu schnell den Notruf alarmierten, sei es bei Rettungsdiensten, Krankenhäusern, Polizei, aber auch bei der Feuerwehr. Ebling betonte: „Der Klimawandel mit Starkregen und Waldbränden macht keine Pause. So werden wir ein Landesamt für Katastrophen und Brandschutz schaffen.“
Den weiteren Ausbau des Katastrophenschutzes sowie des Alarm- und Sirenennetzes im Kreis Neuwied kündigte Landrat Achim Hallerbach an: „Wir haben fast vier Millionen Euro für den Katastrophenschutz u.a. in Form vom Lagezentrum investiert und die ersten 25 Sirenen für Hochwasser schon in den Bachtälern installiert.“ Hausens Ortsbürgermeisterin Carmen Boden führte aus: „Das alte Feuerwehrhaus, in dem alles zu eng war, wird künftig als Bauhof, für Vereine als kleiner Sitzungssaal und als Archiv dienen.“
Zufrieden Feuerwehr
Der Weg, den die Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach gegangen ist, sei richtig, um Feuerwehrleute zu gewinnen und bei der Stange zu halten, meinte Brand und Katastropheninspekteur Holger Kurz. Auf die Prüfung von fünf Standorten für das Feuerwehrhaus Hausen blickte Wehrleiter Peter Schäfer zurück: Sportplatz, Wiedtalbad, Rettungswache, Feuerwehrhaus und Supermärkte Waldbreitbach. Doch überall gab es Nachteile, etwa durch Begegnungsverkehr, und es war zu weit, um in neun Minuten am Einsatzort zu sein.
„Das hier hätte nicht besser sein können“, lobte der Hausener Wehrführer Markus Dutz und weiter: „Es war eine stressige Bauphase, jede Woche eine Bausitzung mit uns, wo es manchmal hitzig zuging. Doch es hat sich gelohnt und wir sind glücklich damit.“ Er bekam dann von Thomas Koch vom Rengsdorfer Architekturbüro Keul & Koch zur symbolischen Hausübergabe einen überdimensionierten Schlüssel. Nach der Einsegnung durch den ev. Pfarrer Ulrich Oberdörster und dem kath. Feuerwehr-Pfarrer Andreas Burg schauten die Gäste sich das neue Feuerwehrhaus an.
Highlight ist die Atemschutzgeräte-Werkstatt für die Wiedtalwehren, auf die Markus Dutz besonders stolz ist und für die er sich mitsamt seinen Kameraden bei der Planung eingebracht hatte. Durch intelligente Schleusen und Durchreichen werden verschmutzte Atemschutzgeräte und Masken im sogenannten „schwarzen Bereich“ gereinigt und überprüft, um dann Computer gestützt im „sauberen weißen Bereich“ mit Luft gefüllt und für einen neuen Einsatz bereitgestellt zu werden. HEP
Zur Einweihung des Feuerwehrhauses in Hausen kamen etwa 100 Gäste.
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