Allgemeine Berichte | 06.06.2016

Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Arbeit und Soziales überreichte Bewilligungsbescheide

Finanzierung für Sozialkaufhaus gesichert

Arbeits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichenthäler war nach Montabaur gekommen, um die Bewilligungsbescheide des Landes Rheinland-Pfalz zu übergeben, die in Montabaur und Neuwied den Fortbestand der Sozialkaufhäuser sichern. IFD

Montabaur. Die Sozialkaufhäuser in Montabaur und Neuwied bleiben in diesem Jahr geöffnet, die Finanzierung ist gesichert: Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Arbeit und Soziales in Rheinland-Pfalz, überreichte jetzt während einer kurzen Feierstunde die erforderlichen Bewilligungsbescheide in Höhe von je rund 123 000 Euro.

Für die Politikerin haben Sozialkaufhäuser viele positive Effekte, sind ihrer Ansicht nach „Allround-Angebote“: Nicht nur, dass bedürftige Menschen in netter Atomsphäre einkaufen können ohne sich minderwertig zu fühlen, sieht Bätzing-Lichtenthäler vor allen Dingen arbeitsmarktpolitische Vorteile: Zu den „Beschäftigten“ im Sozialkaufhaus zählen Menschen, die aus diversen Gründen lange nicht mehr im Berufsleben standen und nun unter realen Arbeitsbedingungen erste Erfahrungen in den Bereichen Verkauf, Lager- und Logistikverwaltung sammeln können. Dabei werden sie von Fachleuten unterstützt, die auch schon mal bei der Wohnungssuche oder der Vermittlung von Kinderbetreuungsangeboten behilflich sind. Rund 70 Arbeitssuchende haben seit Bestehen der Sozialkaufhäuser, 2013 in Montabaur und 2016 in Neuwied, den Weg zurück in die Berufstätigkeit gefunden, freute sich Peter Hahn vom Jobcenter. Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter bezuschussen die Sozialkaufhäuser mit den gleichen Summen wie das Land. Zusammen mit den Einnahmen aus dem Warenverkauf sichern die Gelder die Finanzierung, erklärte Stephan Reckmann, Geschäftsführer und Inhaber der Gesellschaft zur Förderung Beruflicher Integration (GFBI), in dessen Trägerschaft sich die Sozialkaufhäuser befinden. In Montabaur werden derzeit 30, in Neuwied 25 Qualifizierungsplätze angeboten. Insgesamt wurden in Montabaur bislang 5000 Karten und in Neuwied schon 800 Karten, die zum Einkauf in einem Sozialkaufhaus berechtigen, ausgegeben. Berechtigte sind unter anderem Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose, Menschen, die Grundsicherung erhalten, Flüchtlinge und Asylbewerber. Die angebotenen Waren sind meist Spenden aus der Bevölkerung.

Die Standortleiterin des Sozialkaufhaus Montabaur, Andrea Leineweber, informierte bei einem Rundgang über die verschiedenen Einkaufs-, Einsatz- und Arbeitsbereiche.

Die Standortleiterin des Sozialkaufhaus Montabaur, Andrea Leineweber, informierte bei einem Rundgang über die verschiedenen Einkaufs-, Einsatz- und Arbeitsbereiche.

Arbeits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichenthäler war nach Montabaur gekommen, um die Bewilligungsbescheide des Landes Rheinland-Pfalz zu übergeben, die in Montabaur und Neuwied den Fortbestand der Sozialkaufhäuser sichern.Fotos: IFD

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